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«Wissen am Dienstag»

Zurückgezogene Werbungen

 | Bild: iNg

Werbungen können deftig in die Hose gehen, wie der aktuelle Dove-Fall zeigt. Wir betrachten fragend zwölf Beispiele von missratenen Promotionen.

10.10.2017 16:01, guez, 0 Kommentare

1. Das «Ferienland Schwarzwald» warb 2014 mit einem Slogan, der vielen in den falschen Hals gelangte. Mit welchem? «Ein Wald – schwärzer als Afrika» «Grosse Berge, feuchte Täler & jede Menge Wald» «Waldmanns Heil»
Bei grossen Bergen, feuchten Tälern und jeder Menge Wald assoziierten viele Menschen etwas anderes als den Schwarzwald. Auch, weil die Anzeige die Silhouette einer sich räkelnden Frau mit Schwarzwald-typischem Bollenhut zeigt. Die Werbung wurde zurückgezogen.
2. Zwei Kampagnen von L'Oréal, in denen mit Schauspielerin Julia Roberts und Topmodel Christy Turlington geworben wurde, wurden in Grossbritannien gestoppt. Was war, vereinfacht gesagt, der Grund dafür? Das Privatleben der beiden Die beiden Frauen waren geschminkt Der Fotograf
Die britische Werbeaufsicht befand laut Medienberichten, dass die retuschierten Bilder der beiden geschminkten Frauen Effekte vorgaukeln, die mit dem Produkt nicht erzeugt werden können. Und vergas dabei, dass es ja eigentlich Werbung für Make-up ist…
3. Wie heisst ein brasilianisches Bier übersetzt, deren Namen Paris Hilton im zurückgezogenen Werbeclip ziemlich wörtlich nahm? «Trinken bis zum Koma» «Zügellos ziemlich blond» «Feuchter Sex»
Im Clip, in dem das Bier «Devassa Bem Loura» («Zügellos ziemlich blond») beworben wurde, war die blonde Hilton wirklich etwas zügel- und vor allem kleidungslos. Was für den Nationalen Selbstregulierungsrat zu viel war!
4. Auch die SBB zogen 2016 einen Internet-Spot zurück. Was verharmloste dieser in den Augen diverser Personen? Tierquälerei Häusliche Gewalt Drogenkonsum
Es ging um einen Mann, der seine Freundin der Untreue bezeichnete. Diese konnte die Sache dank des Swiss-Passes aber regeln. Der Tenor war: Der Film sei von einer bedrohlichen Stimmung geprägt. Manche fühlten sich persönlich an Fälle von häuslicher Gewalt erinnert. Die SBB zogen den Clip zurück.
5. Wieso wurde Ende 2016 die Werbung für das Buch «Europa ist die Lösung: Churchills Vermächtnis» des deutschen Aussenministers Frank-Walter Steinmeier gestoppt? Der Autor wurde als «Franck-Walther Steinmeyer» beschrieben Das Buch hiess in der Werbung «Europa ist die Lösung: Thatchers Vermächnis» Steinmeier wurde als «künftiger Bundespräsident» bezeichnet
Das Werk wurde als «das aktuelle Buch des künftigen Bundespräsidenten» beworben. Dieser Anzeigentext sorgte für reichlich Unmut, denn Steinmeier war zwar der gemeinsame Kandidat von SPD und Union für das Amt des Bundespräsidenten, doch die Wahl fand erst im Februar 2017 statt. Steinmeier selbst liess dann die Werbung stoppen.
6. Der Waffenhersteller Nammo, Sponsor des norwegischen Skiverbands, musste ebenfalls eine Werbeanzeige zurückziehen. Weshalb? Wegen Nazi-Vorwürfen Wegen Verunglimpfung eines Politikers Wegen Sexismus
Die Anzeige zeigte ein dutzend Sportlerinnen und Sportler der norwegischen Skisprungmannschaft. Darüber steht die Überschrift «Sky ist the limit». Im Text darunter hiess es: «Die Augen sind auf Gold gerichtet, die Blicke sind erwartungsvoll. Norwegen unternimmt einen erneuten Sprung in Richtung Himmel … Wir wünschen euch viel Glück». Kritiker erkannten darin Propaganda aus dem Nazi-Deutschland der 1930er-Jahre.
7. Massiver internationaler Protest führte zum Rückzug eines TV-Spots in der Türkei. Mit wem wurde für ein Shampoo geworben? Jesus Adolf Hitler Angela Merkel
Eine türkische Kosmetikfirma setzte bei ihrem TV-Spot für ihr neues Herrenshampoo auf Adolf Hitler. Mehrere Tage war der Clip im Fernsehen zu sehen, bis ihn das Unternehmen nach massiven internationalen Protesten zurückzog.
8. Mit gleich zwei diskutablen Slogans warb der Smoothie-Hersteller True Fruits letztes Jahr – welcher war nicht darunter? «2 Samenspender aus gutem Hause» «Leck sie bis es spritzt» «Oralverzehr – Schneller kommst Du nicht zum Samengenuss»
Originell ist keiner davon, aber der Slogan «Leck sie bis es spritzt» kam den Verantwortlichen nicht in den Sinn…
9. Auf dem Plakat des Musiksenders Viva zu seinem Börsengang sitzt ein junges Mädchen im Minirock in eindeutiger Pose auf dem Sofa, Fernbedienung in der Hand. Welcher Aufruf stand darüber? «Kauf mich!» «Ich wills jetzt!» «Machs mir!»
Das ziemlich platte Spiel mit der Zweideutigkeit führte sehr schnell zu Beschwerden beim deutschen Werberat, beispielsweise von der deutschen Bischofskonferenz. Die Begründung: Die Plakate verletzen die Würde der Frau und seien schlichtweg geschmacklos. Der Musiksender wurde vom Werberat gerügt und zog seine Kampagne zurück. Auf den Börsengang hat sich die Kampagne übrigens nicht positiv ausgewirkt: kurz nach Handelsbeginn war die Aktie schon unter ihren eigentlichen Ausgabepreis gerutscht.
10. H&M warb 1996 mit sexy Bildern von Top-Model Tyra Banks. Nicht lange – denn was geschah? Frauenrechtlerinnen zogen durch die Strassen, um die Plakate mit Tierbildern zu überkleben Fans zerschlugen Glaskästen an Bushaltestellen, um an die schönen Plakate zu gelangen Tyra Banks verklagte H&M, da sie die Bilder als «nicht meinem Aussehen entsprechend» taxierte
Tatsächlich hatte H&M mit Vandalen zu kämpfen, die die Plakate unbedingt über ihrem Bett aufhängen wollten. Daher musste der Konzern die Plakate verschenken, um weiteren Vandalismus zu verhindern.
11. Das Model Isabelle Caro war für den Modehersteller Nolita nackt auf einem riesengrossen Poster zu sehen. Was war daran so schockierend? Caro war transgender Caro hatte nur ein Bein Caro war magersüchtig
Isabelle Caro war magersüchtig. So sollte das Bild für eine Anti-Magersucht-Kampagne des Modeherstellers Nolita stehen. Doch Hilfsgruppen sahen in der Kampagne eher eine Gefahr, als eine Abschreckung. Die Bilder wurden verboten.
12. Wieso musste Coca-Cola einen Werbespot für Fanta zurückziehen? Im Hintergrund war – anscheinend ungewollt – ein Paar beim Sex zu sehen Der Lastwagenfahrer im Clip war nicht angegurtet Der 2. Weltkrieg wurde darin als «gute alte Zeit» bezeichnet
Fanta war ja das deutsche Ersatzprodukt für Coca-Cola während der Nazizeit, da für die Cola zu wenig Rohstoffe erhältlich waren. Unter dem Namen «Fanta Classic» wollte der Konzern 2015 die Originalflasche während des 2. Weltkrieges auf den Markt bringen und bewarb diese mit dem Satz: «Um das zu feiern, bringen wir das Gefühl der guten alten Zeit zurück.»

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