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Die jährliche kantonale Übergabe der Jagdfähigkeitsausweise fand im Jagdrevier Geuensee-Büron statt

Waidmannsheil den Neuen

Philipp Amrein, Präsident der Jagdprüfungskommission Luzern, übergibt einer der vier frisch gebackenen Jägerinnen ihren Fähigkeitsausweis.  | Bild: Aline Villiger

Nach Abschluss eines anspruchsvollen einjährigen Jagdlehrganges erhielten 38 Absolventen und vier Absolventinnen bei der Jagdhütte Hofur in Büron ihre Fähigkeitsausweise als Jäger, beziehungsweise Jägerinnen.

05.06.2019 12:00, avi/sursee, 0 Kommentare

Ganz nach dem Motto «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleider», das wohl jedem Jäger bekannt sein dürfte, erhielten am verregneten Mittwochabend, 29. Mai, bei der Jagdhütte Hofur in Büron 38 Absolventen und vier Absolventinnen aus dem ganzen Kanton Luzern ihre Fähigkeitsausweise zum Jäger beziehungsweise zur Jägerin.

Nach Abschluss des einjährigen Jagdlehrganges mit mindestens 100 Stunden in Kursen und praktischen Tätigkeiten zu Themen wie Waffenkunde, Jagdrecht, Jagdgeschichte, Wildtiermanagement oder auch dem Einsatz von Hunden auf der Jagd, um nur einige zu nennen, «soll nun der Lohn gebührend gefeiert werden».

Philipp Amrein, Präsident der Jagdprüfungskommission Luzern, begrüsste die anwesenden Jagdfreunde und Gäste, darunter Prüfungsexperten, sowie auch den Gemeindepräsidenten der Gemeinde Büron, Jürg Schär, und Pirmin Schmidlin, Gemeinderat der Gemeinde Geuensee, zu diesem feierlichen Anlass.

Amrein appellierte in seiner Eröffnungsrede besonders an die Verantwortung der frischgebackenen Jägerinnen und Jäger: «Als Jäger sind Sie ein Botschafter der Natur und der Jagd. Dadurch wird von Ihnen auch die dafür nötige Kompetenz im verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch, Lebewesen und Natur gefordert.»

Nach dem musikalisch passenden Intermezzo von Jagdhornbläsern richtete auch Peter Küenzi, Präsident des Verbands Revierjagd Luzern, sein Wort ans Publikum: «Die Jagdausbildung wird häufig unterschätzt und ist nicht für jedermann mit links zu bewältigen.» Küenzi verwies zudem auf einen wichtigen gesellschaftskritischen Punkt: «Vergesst nicht, dass es immer auch Jagdgegner geben wird. Im Umgang damit ist sowohl eine angemessene Kommunikation als auch Zurückhaltung gefragt. Bei der Jagd geht es um die Sache an sich, nicht um das Vis-à-vis.»

Was an diesem Abend aus mehreren Reden ganz deutlich wurde: Die Jagd ist eine vielseitige Tätigkeit, die einerseits Fachwissen und andererseits auch die richtige Einstellung und Haltung zur Umwelt und ihren Lebewesen fordert. So deutete Hanspeter Grüter, Obmann der Jagdgesellschaft Geuensee-Büron, auf ein passendes, altes indianisches Sprichwort: «Wenn du ganz beirrt der Spuren des Bären folgst, dann vergiss nicht, dass hinter dir ein Koyote stehen könnte.»

Bei der Jagd gilt es also stets achtsam durch die Natur zu gehen und nie das Wesentliche aus den Augen zu verlieren und die «Natur zu spüren in ihrem Takt». Anschliessend durften die erfolgreichen Absolventen ihre Fähigkeitsausweise mit einem stolzen «Waidmannsheil!» durch Philip Amrein und Peter Ulmann in Empfang nehmen.

Als weiteres Highlight des Abends wurden sechs Prüfungsexperten für ihr langjähriges Mitwirken bei der Ausbildung neuer Jägerinnen und Jäger geehrt und mit einem kräftigen «Waidmannsdank!» aus ihrem Amt verabschiedet.

Nach dem obligaten Gruppenfoto der Jagdlehrabgänger lud die Jagdgesellschaft Geuensee-Büron ihre Gäste zum Apéro und anschliessendem Nachtessen bei gemütlichem Beisammensein im Festzelt ein.

Ab jetzt verantwortungsvoll auf der Jagd: die stolzen neuen Jägerinnen und Jäger des Kantons Luzern.  | Bild: Aline Villiger

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