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Gansabhauet in Sursee – des einen Freud, des anderen Leid

Eine Stadt im Gänse-Fieber

Wie jedes Jahr fand in Sursee auch heuer die Gansabhauet statt. Dabei kam es mit dem Sieg einer Frau zu einer willkommenen Abwechslung.

12.11.2019 10:25, seg/sursee, 0 Kommentare

11. November, Martinstag in Sursee: Die herbstliche Sonne scheint. Eine Menschenmenge versammelt sich beim Diebenturm, wo die Startnummern für die Gansabhauet gezogen werden. Als die Reihenfolge feststeht, machen sich der Stadtrat sowie die Zunft und all ihre Gäste auf zum Rathaus.

Um 15.15 Uhr darf der erste Schläger sein Glück versuchen. Beim fünften Schlag die Überraschung: Zum ersten Mal kommt beim Entfernen der Maske eine Frau zum Vorschein. Die 28-jährige Aline Theiler aus Pfeffikon hat schon in der Kanti eine Arbeit über die Gansabhauet geschrieben. Dass sie diese aber selber einmal gewinnen würde, hätte sie damals nie gedacht. «Meine Freunde haben mir noch Tipps gegeben, ich habe jedoch schlussendlich alles falsch gemacht», lacht die junge Frau. Die zweite Gans gewinnt dann wieder ganz traditionell ein Mann: Das 49-jährige Zunftmitglied Giovanni Valetti aus Sursee.

Des einen Freud, des anderen Leid? Und wie sieht es mit dem Tierschutz aus?

«Die Gänse stammen von einem Bio-Bauernhof, auf dem sie viel Auslauf haben», versichert Michael Blatter, Präsident der Kommission Gansabhauet. «Die Besitzer schicken uns sogar jeweils Fotos von den heranwachsenden Gänsen.» Die Tiere müssten dann natürlich so geschlachtet werden, dass Kopf und Körper möglichst heil bleiben. «Der Brauch ist schön», findet der pensionierte Hans Augstburger aus Ebikon. «Ich wollte ihn unterstützen, indem ich herkomme». Auch Carmen Kamlesh aus Sursee ist eine treue Anhängerin der Gansabhauet, allerdings vor allem wegen ihrer Kinder und Enkelkinder. «Für die Kinder sind natürlich vor allem das Klettern, das Sackhüpfen und das Grimassenschneiden wichtig. Davon, dass die Gans den Kopf verliert, ist mein Enkel weniger begeistert», so Kamlesh.

Fazit: Der Anlass unterhält, fördert das Gemeinschaftsgefühl und bietet Kindern witzige kompetitive Möglichkeiten. Die Gänse haben dadurch, dass sie sich (wenn auch nicht ganz freiwillig) für den guten Zweck zur Verfügung stellten, wohl zumindest Karma-Punkte gesammelt. Für Kamleshs Enkel wahrscheinlich ein schwacher Trost.

Galerie | Sursee

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