AgendaKarte
Inhalt
Region
Portale
AgendaKarte

Die Operetten-Revue «Frau Luna» im Stadttheater Sursee ist von A bis Z opulent und wird mit viel Leidenschaft präsentiert

Berlin und den Mond nach Sursee geholt

Grosses Kino bietet das Ensemble des Stadttheaters Sursee dem Publikum mit der Aufführung der Operetten-Revue «Frau Luna».

17.01.2020 10:46, agu/sursee, 0 Kommentare

Einmal mehr lässt das Ensemble des Stadttheaters Sursee keine Wünsche offen. Was es während gut zweieinhalb Stunden in «Frau Luna» auf die Bühne zaubert, ist grosses Kino. Die Operette von Paul Lincke besticht durch eingängige Musik, vor allem aber durch bühnenbildnerische und ausstattungstechnische Opulenz.

Die Produktionsverantwortlichen Isabelle Ruf-Weber (Leitung und musikalische Gesamtverantwortung), Achim Glatz (Choreinstudierung und musikalische Assistenz) und Björn B. Bugiel (Inszenierung, Choreografie und Bühne) bescheren im Zusammenspiel mit dem gesamten Team der Musik- und Theatergesellschaft Sursee dem Publikum äusserst unterhaltsame Stunden.

Bis zum 22. März kann man sich davon noch selber überzeugen. Der Traum vom Fliegen ist ein alter Wunsch der Menschheit, der Traum vom Flug zum Mond erst recht. Auch Paul Lincke (1866 bis 1946), Komponist von «Frau Luna», umtrieb dieses Thema offensichtlich – und zwar selbstredend lange vor der ersten Mondlandung 1969.

70 Jahre vorher, 1899, gelang dem Berliner mit «Frau Luna» sein grösster Erfolg. In dieser Operette erfüllt er dem Protagonisten Fritze Steppke dessen Wunsch von der Reise zum Mond – zumindest im Traum.

Aber der Reihe nach: Alles beginnt in der Weltstadt Berlin, Linckes Geburtsstadt. Steppke (Andres Esteban) würde zu gerne mit dem Luftschiff des Grafen Zeppelin mal in die Lüfte abheben. In seinem Umfeld stösst er mit seinen Phantastereien jedoch auf wenig Gegenliebe, auch nicht bei seiner Verlobten Marie (Corinne Achermann).

Plötzlich arbeits- und obdachlos geworden, erfüllt sich Steppkes langgehegter Wunsch scheinbar. Er reist mit seinen beiden Freunden Pannecke (Jens Olaf Müller) und Lämmermeier (Stefan Wieland) zum Mond; mit dabei ist auch die ungebetene Frau Pusebach (grandios: Cécile Gschwind), seine ehemalige Zimmerwirtin. Im Reich der Mondgöttin Frau Luna (Raya Sarontino) warten dann gleich einige Überraschungen auf die vier Erdenbürger.

Über die genannten Exponenten hinaus verkörpern weitere Schauspieler tragende Rollen, etwa Andreas Fitze, der als Theophil mit grosser Bühnenpräsenz überzeugt. Bemerkenswert gut gelingt den Darstellern auch die sprachliche Herausforderung: So mancher Berliner dürfte sich derzeit im Stadttheater Sursee sofort heimisch fühlen…

Messlatte wird höher und höher gelegt Neben regelmässig eingestreutem Witz in der Handlung sorgt die Ballettcrew immer wieder für Auflockerung – und reichlich Vergnügen für die Augen. Das Ballett nimmt überdies eine prominente Rolle ein bei einem der unbestrittenen Höhepunkte: dem Einmarsch der Sternzeichen auf dem Mond. Alleine diese Sequenz bringt die schlicht grossartige Arbeit der Bühnenbauer und der Kostümentwerfer vollauf zur Geltung.

Die bereits siebte gemeinsame Produktion von Isabelle Ruf-Weber und Regisseur Björn Bugiel legt die Messlatte für die Zukunft nochmals ein Stückchen höher. Die pure Spielfreude, ja die Leidenschaft für das Theater sind bei «Frau Luna» stets spürbar. Das Premierenpublikum im ausverkauften Stadttheater war jedenfalls hellauf begeistert und spendete langanhaltenden Applaus, der schliesslich in eine Standing Ovation überging.

Fotos: Roberto Conciatori, Photographer SBF

Kultur | Sursee

Kommentar schreiben

Dein Eintrag wird überprüft und so schnell wie möglich online gestellt.


Zu diesem Artikel gibt es bisher keine Kommentare


Florian Zeller: «Vater» - Verlosung Der Alltag als Labyrinth – Musik & Theater thematisiert Alzheimer Mit «Vater» zeigt Musik & Theater Zofingen zum Saisonschluss am 12. März 2020 ein aufwühlendes Stück über einen an Alzheimer erkrankten Mann. Der Autor Florian Zeller geht auf originelle Weise mit dem heiklen Thema um, indem er das Publikum erleben lässt, wie es sich anfühlt, wenn man verloren geht. Was nach einem durchwegs traurigen Theaterabend klingt, hat aber auch eine komödiantische Dynamik. 9. März 2020 im Seniorenzentrum Brunnenhof Zwischenbilanz des Zukunfts-Kafi Zofingen Sichtweisen austauschen, wichtige Themen benennen und Projektideen zum Thema «Zäme läbe - Miteinander der Generationen» entwickeln; dies stand im Zentrum des Zukunfts-Kafi Ende Oktober 2019. Am 9. März 2020 ist es Zeit für eine Zwischenbilanz der angestossenen Projekte. In Schlierbach fand am Sonntagnachmittag der Fasnachtsumzug statt Viel Hintergründiges und Wildes zu bestaunen Wilde, aber auch mit viel Scharfsinn gestaltete Sujets waren unter den 33 Teilnehmergruppen vertreten. Ausstellung «Kleinformat» im Obristhof Das Spiel der Farben in Licht und Schatten Am Samstag, 07. März 2020 um 14.00 Uhr eröffnet Susanne Gemperle ihre Ausstellung im Rahmen der Ausstellungsreihe «Kleinformat» im Kulturcafé Obristhof. Die in Zofingen wohnhafte Künstlerin zeigt ihre farbenfrohe Ölmalerei. Die Ausstellung dauert bis am 04. April 2020. Beste Stimmung herrschte beim Fasnachtsumzug am Samstagnachmittag in Dagmersellen Vielseitig bunt ging’s mächtig rund 56 Teilnehmergruppen, davon 18 Guggenmusiken, sorgten neben dem herrlichen Frühlingswetter für gute Laune. Sursees Altstadt brodelte am Samstag beim Monsterkonzert an der Städtlifasnacht Ein Städtli ausser Rand und Band Tausende von maskierten und feierfreudigen Fasnächtlern trafen sich am Samstagabend im Städtli Sursee zum Monsterkonzert an der Städtlifasnacht. Auf drei Bühnen heizten die verschiedenen Guggenmusiken und Kleinformationen ein. Der Informationsanlass am Donnerstagabend bei Auto Birrer Sursee zum Thema Wasserstoffmobilität war gut besucht Ein Anfang ist gemacht Wie funktioniert ein Wasserstoffauto? Wo kann ich tanken und wie weit komme ich mit einer Tankfüllung? Diese und viele weitere Fragen wurden am Informationsanlass der Auto Birrer Sursee kompetent beantwortet. Die Fröschenzunft lud am Sonntag zur beliebten Seniorenfasnacht ins Forum Triengen ein Indianer, Goldschürfer und Banditen Bei der Demaskierung an der Seniorenfasnacht Triengen gab es die ein oder andere Überraschung. Jubiläumsumzug lockte am Sonntag eine gewaltige Zuschauerzahl nach Roggliswil Ein riesen Spektakel Der Jubiläumsumzug anlässlich 75 Jahre Elfaver Roggliswil bot eine geniale, närrische Vorstellung, die viel Unterhaltung und Freude brachte. Am Samstag feierte die Guggenmusik «Wegerepflotscher» ihr 35-Jahr-Jubiläum Bunt, laut und wild Der Jubiläumsball der "Wegerepflotscher" gehörte sicher zu den irrsinnigsten Fasnachtsveranstaltungen in einem Dorf so klein wie Wikon.
Neue Artikel werden geladen
Neue Veranstaltung erfassen
Aufgrund der Corona-Situation sind die Angaben in unserer Agenda ohne Gewähr.
Neue Event werden geladen