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Auf dem Herzberg in Uffikon wird am Sonntag das Buch «Wahre Liebesgeschichten» präsentiert

Liebesgeschichten, so bunt wie ein Blumenstrauss

Bernhard Zemp spricht lieber von Trauung statt von Hochzeit, denn «im Grunde geht es genau darum: seinem Partner zu vertrauen».  | Bild: ZVG

Bernhard Zemp möchte, dass sein Buch «Wahre Liebesgeschichten» die Menschen berührt, verzaubert, sie an ihre eigene Liebesgeschichte erinnert und «Gefühle wieder aufflackern lässt».

15.05.2019 12:00, bru/sursee, 2 Kommentare

Nein, ein hoffnungsloser Romantiker ist Bernhard Zemp nicht. Aber ein Optimist, das schon. «Vieles auf dieser Welt ist negativ. Ich wollte deshalb ein Buch veröffentlichen, das einfach schön ist», sagt der 60-jährige Landwirt und Gastgeber, der hoch über Uffikon den Herzberg geschaffen hat.

Das Positive, Romantische müsse im Menschen genährt werden, sonst verkümmere es. Und mit seinem Buch «Wahre Liebesgeschichten» will er genau das erreichen: Es soll die Menschen berühren, verzaubern, sie an ihre eigene Liebesgeschichte erinnern, es soll «Gefühle wieder aufflackern lassen». Es sind wahre Geschichten, die Zemp gesammelt und in einem Buch zusammengefasst hat.

Denn auf dem sonnenseitig gelegenen Bauernhof auf dem Uffikerberg, dort, wo er geboren und aufgewachsen ist, hat Zemp vor acht Jahren den Herzberg geschaffen; auf einer Wiese mit 130 Aren wurden über 70 Herz-Beete angelegt und bepflanzt. Innert kurzer Zeit hat sich der Herzberg darauf zu einer Eventlokalität für Hochzeiten entwickelt.

Zu Beginn war Zemp vor allem als Gastgeber tätig, sorgte fürs perfekte Ambiente vom stilvollen Apéro bis zum festlichen Essen für einen einzigartigen Tag. Dann, 2014, begann er, Brautpaare zu beraten und schliesslich auch Zeremonien selber durchzuführen. «Da bin ich so reingerutscht», erinnert er sich; «ich hatte zuvor viele Nachttrauungen auf unserem Zeremonienplatz im Wald beobachtet und mit der Zeit damit angefangen, selber Hochzeitspaare zu beraten.»

Es stellte sich heraus, dass ihm dies liegt. Heute führt er rund 25 Trauungen pro Jahr durch. «Trauung», das ist ein wichtiges Stichwort. «Ich spreche lieber von Trauung statt von Hochzeit, denn im Grunde geht es genau darum: seinem Partner zu vertrauen.» Jedes Paar, so will es Zemp, bekommt bei ihm eine persönliche, genau auf es zugeschnittene Zeremonie. Das braucht viel Einfühlungsvermögen und Vorbereitungszeit.

Am wichtigsten ist für den Zeremonienmeister dabei die Liebesgeschichte. Egal, wie sie aussieht, sie ist für jedes Paar aussergewöhnlich und einzigartig. Und sie ist das zentrale Element der Trauung – «denn die Liebesgeschichte ist es, die ein Paar hierher führt, sie ist der Auslöser und Ursprung für alles».

Trotz seiner Begeisterung für die romantische Liebe: Zemp weiss, wie viele Beziehungen heute zerbrechen. Das blendet er nicht aus. Doch darum geht es ihm nicht: «Natürlich halten nicht alle Verbindungen ein Leben lang. Verliebt sein ist nicht dasselbe wie lieben.» Auch ihm ist klar, wie sehr eine erfolgreiche Beziehung lebenslanger Pflege und Sorgsamkeit bedarf.

Es ist diese spezielle Energie zwischen Mann und Frau, die ihn immer wieder aufs Neue fasziniert und begeistert. Sie sei förmlich greifbar, wenn sich zwei Menschen auf dem Herzberg das Ja-Wort geben. Und dieser Moment, sagt er, sei wichtig. Mal vielschichtig und überraschend, mal einfach, kompliziert oder zufällig – die 21 Liebesgeschichten, die Bernhard Zemp gesammelt hat, sind unterschiedlich wie die Menschen, welche dahinter stehen.

Daraus ein Buch zu schaffen, diese Idee kam ihm vor rund zwei Jahren. Diesen Sonntag nun ist es so weit: Um 13.30 Uhr findet die öffentliche Buchvernissage statt, mit einer Lesung und musikalischer Umrahmung. Eingeladen sind alle, die sich der Faszination der Liebe gerne öffnen – oder, wie es Bernhard Zemp formuliert, «alle, die das Ausserordentliche lieben».

Sursee

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Kommentare (2)

Gaby Erban | am 17.05.2019 um 00:15 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Redaktion, gerne wäre ich an die Buchvernissage Wahre Liebesgeschichten gekommen, da ich von der Autorin Judith Meier-Löpfe eingeladen wurde, die diese Liebesgeschichten mit Herzblut geschrieben hat. Mit Bedauern hörte ich, dass die Autorin nicht an der Vernissage teilnimmt und was ist eine Buchvernissage ohne Autor oder Autorin. Noch bedauerlicher ist es, dass die Autorin in dem obigen Artikel mit keinem Wort genannt wird . Herr Zemp redet dort von seinem Buch, er ist zwar der Herausgeber des Buches und derjenige,der diese Idee hatte, aber das geistige Eigentum darin, ist das der Autorin. Herr Bernhard Zemp schmückt sich mit fremden Federn, das finde ich nicht grossartig und ausserordentlich. Freundliche Grüsse G.Erban

Martha Löpfe | am 16.05.2019 um 17:06 Uhr
Vielleicht sollte fairerweise Bernhard Zemp auch erwähnen, dass Judith Meier die aufgenommenem Geschichten übersetzt und aufgeschrieben hat. Er selber hat keine Geschichte geschrieben.


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