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Blind ins Verderben...

Straflager

 | Bild: adi

Erst, als es vorbei war, merkte ich, dass das Resultat schlimmer als meine schlimmste Befürchtung ausgefallen war. Dass es schwierig werden würde, war mir klar gewesen, aber Null Punkte sind halt trotzdem hart.

02.04.2015 13:44, schwe, 0 Kommentare

Der Lagerbier-Blindtest war meine Idee gewesen, das stimmt schon. Was mich dazu trieb, war eine seit Jahren keimende dumpfe Vermutung, dass Augen und Hirn wesentlich mehr Gewicht zukommt bei der Frage, was ein gutes Lagerbier ausmacht, als man meinen möchte. In der Not frisst der Teufel ja bekanntlich Fliegen, darum kommt es auch vor, dass ein Aargauer Eichhof trinkt oder ein Luzerner Feldschlösschen. Das, obschon jedem Luzerner (und dem Aargauer vice versa) von Geburt an eingeimpft wird, dass es im Notfall gescheiter sei, zu verdursten, als Feldschlösschen zu trinken.

Was sagt uns das? Zuallererst muss es ein Bier sein, dann erst ein Eichhof oder ein Feldschlösschen. Seltsamerweise, das stellte ich regelmässig nach Ausflügen nach Luzern fest, passierte rein gar nichts, wenn ich Eichhof trank. Was ich vor 20 Jahren noch nicht auszusprechen drohte, aber bereits ahnte: deren Eichhof schmeckte spätestens nach dem zweiten Chöbeli genau gleich wie unser Feldschlösschen. Trotzdem lassen wir uns weiterhin alle von Augen und Hirn bescheissen und sind zum Beispiel überzeugt, dass das Appenzeller Quöllfrisch das allerbeste Bier der Schweiz ist. Weil: Unabhängige Brauerei, geile Bügelflasche, super Bauernkitsch auf der Etikette, das alles gefällt uns und darum gefällt uns auch das Bier. Weil unser Kopf es so will.

Aber eigentlich wollte ich ja vom Blindtest reden, in dem das Quöllfrisch den letzten Platz belegte. Es war ein Debakel! Kein einziges der 6 Lagerbiere konnte ich blind erkennen, obwohl mit Eichhof und Feldschlösschen Biere in der Auswahl waren, die ich im letzten Vierteljahrhundert hektoliterweise ins Gesicht gestellt habe. Noch schlimmer: Ich habe die mir geläufigsten Biere nicht nur nicht erkannt, sondern auch noch schlecht benotet. Das frustriert. Zum Glück zappe ich am Abend nach dem Test bei «Stern TV» rein, wo es darum geht, mit verbundenen Augen Pils, Kölsch, Altbier und alkoholfreies Bier zu unterscheiden. Der Tester aus dem Publikum macht – Sie dürfen drei Mal raten – Null Punkte. Ich kann es nicht fassen! Nicht mal das Alkoholfreie hat dieser Depp erkannt, obwohl das doch wirklich…. Plötzlich erfasst mich Panik. Was, wenn man tatsächlich alkoholfreies Bier nicht von gewöhnlichem Lagerbier unterscheiden könnte? Den Test werde ich Zuhause durchführen. Alleine. Auf die Ergebnisse brauchen Sie nicht zu warten

Fähnlifrässer | Test

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