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Bei der PREMA in Oftringen dreht sich alles ums liebe Geld

«Für unsere Mitarbeiter lege ich die Hand ins Feuer»

Macro Steinmann und seine Frau Natalie mit ihrer neuesten Entwicklung: Dem PREMA SelfCashpro. Sie führen das Familienunternehmen in der dritten Generation  | Bild: Regina Lüthi, Zofinger Tagblatt

Die PREMA GmbH in Oftringen ist seit Jahrzehnten die einzige Firma in der Schweiz, die Geräte zum Zählen und Sortieren von Münzen und Banknoten entwickelt und herstellt. Höchste Qualitätsansprüche und absolute Präzision stehen bei dem Familienbetrieb an oberster Stelle.

26.06.2018 13:46, rwi, 0 Kommentare

Bevor Karl Marti die Firma PREMA 1976 ins Leben rief, verdiente er sein Geld mit dem Vertrieb von Registrierkassen, wie sie damals in jedem Ladengeschäft gebraucht wurden. Hierfür reiste er durch die ganze Schweiz, betreute so seine bestehende Kundschaft und gewann neue hinzu. Als grosse Supermärkte wuchsen und das «Lädelisterben» begann, wurde das Geschäftsfeld für Karl Marti schwierig und so reiste er zur Hannover-Messe (heutige CEBIT), um dort neue Produkte für den Vertrieb zu entdecken. Fündig wurde er an einem Messestand, bei dem Zählmaschinen für Münzen präsentiert wurden. Kurzerhand importierte Karl Marti eine der Maschinen in die Schweiz, arbeitete an Verbesserungen und präzisierte die Maschine nach seinen Ideen. Der Erfinder und Tüftler revolutionierte das Produkt und entwickelte eine Maschine, die mit besonderer Präzision und Genauigkeit bestach und zur Seele des Betriebes wurde. Sein Schwiegersohn Rudolf Stöckli half als diplomierter Ingenieur bei der praktischen Umsetzung der Entwicklung mit. Gemeinsam mit seiner Frau Trudi, der Tochter Karl Martis, wuchsen sie mit dem Betrieb mit und leiteten später das Familienunternehmen drei Jahrzehnte lang.

Karl MArti im Jahr 1971, Gründer der PREMA

Karl Marti im Jahr 1971. Zu dieser Zeit handelte er noch mit Registrierkassen.  | Bild: zVg, Zofinger Tagblatt

Die dritte Generation

Heute führen Natalie und Marco Steinmann den Betrieb in dritter Generation weiter. Karl Martis Enkelin und ihr Ehemann übernahmen 2011 den Familienbetrieb, nachdem sie bereits seit Jahren erfolgreich im Unternehmen tätig waren. «Die Branche erlebt einen steten und vor allem extremen Wandel», erzählt Marco Steinmann im Gespräch. «Die lange Tradition unseres Unternehmens liess ein immens grosses Fachwissen entstehen. Doch davon alleine können wir auch nicht zehren. Wir sind sehr innovativ, haben ein Gespür entwickelt, in welche Richtung die Trends gehen und bleiben ständig am Ball, um den sich dauernd ändernden Anforderungen gerecht zu werden.» Ein nicht immer ganz so einfaches Unterfangen. Denn das Unternehmen kämpft mit den Unkenrufen, dass Bargeld ohnehin bald vom Aussterben bedroht sein wird. Doch die neuesten Studien ergaben, dass dies bei Weitem nicht so ist – und vermutlich so schnell auch nicht so sein wird. Bargeld ist immer noch, mit einem Anteil von 70 Prozent, in der Schweiz das am meisten genutzte Zahlungsmittel.

«Meinem Schwiegervater wurde schon prophezeit, dass das Geschäft bald den Bach runtergehen wird. Damals wurden die Kreditkarten Mode. Aber uns gibt es immer noch», schmunzelt Marco Steinmann. Allen Prophezeiungen zum Trotz: Die PREMA entwickelt neue Lösungen, passt diese den Umständen an und bewegt sich in einem Spannungsfeld, das sich immer rasanter entwickelt mit sehr grossem Erfolg und vor allem Kontinuität. Familie Steinmann ist überzeugt davon, dass Bargeld auch weiterhin eine grosse Rolle spielen wird, egal, welche Zahlungsmöglichkeiten noch auftauchen würden. «Eine Abschaffung des Bargeldes hätte soziale Auswirkungen. Die einkommensschwächere Gesellschaft würde automatisch ausgegrenzt», so die Erläuterungen. Auch im Bankwesen ist man sich durchaus bewusst, dass der Bedarf nach wie vor gross ist. Die Kunden sollen weiterhin die Möglichkeit haben, unter anderem ihr Bargeld auf ihr Konto einzahlen zu können - mit einer Maschine der PREMA.
Die neueste Entwicklung, der PREMA SelfCashpro ist ein kundenbedientes Selbstbedienungsgerät zur Automatisierung des Bankschalters – oder einfach ausgedrückt: Von Ein- und Auszahlungen über Notenumtausch und Saldoabfrage ist an diesem Gerät alles möglich. 

Erstes Gerät der PREMA

Eines der ersten Geräte, die Karl Marti entwickelte und die Branche revolutionierte.  | Bild: Regina Lüthi, Zofinger Tagblatt

Entwicklung und Produktion

Entwickelt und hergestellt wird in Oftringen. «Es gibt Bauteile, die wir von Dritten beziehen. Aber auch diese Firmen stammen hier aus der Region», betont Marco Steinmann. «Die komplette Softwareentwicklung und der Zusammenbau finden im eigenen Haus statt». Ausserdem verfügt die PREMA über absolut top-qualifizierte Mitarbeiter, die teilweise seit der Firmengründung für das Unternehmen tätig sind. Das schafft einen einmaligen Grundstock an Wissen. Am Servicetelefon sitzt ein erfahrener Mitarbeiter, der kleine Probleme meist sofort lösen kann. Für alles andere gibt es die Servicemitarbeiter, die nicht nur laufend geschult werden, sondern absolut vertrauenswürdig sind. «Unsere Mitarbeiter betreten bei den Kunden die sensibelsten Bereiche mit einem heiklen Gut – dem Geld. Für jeden einzelnen von ihnen lege ich meine Hand ins Feuer.» Insgesamt 31 Mitarbeiter sind in der PREMA angestellt. Allein 13 Mitarbeiter sind im Service beschäftigt. Marco Steinmann sieht sich in erster Linie als Teamplayer, nicht als Chef. Seine Frau Natalie und er selbst legen sehr viel Wert auf ein gutes Betriebsklima, attraktive Arbeitsbedingungen und auf Wertschätzung: «Wir sind in der glücklichen Lage, mit einem eingeschworenen Team zu arbeiten. Das macht uns stolz.» Durch die jahrzehntelange Erfahrung, und dem konstanten Wachstum im Bereich Service ist die PREMA ein kompetenter Ansprechpartner mit einem starken Sektor im Bereich Unterhalt und Reparatur der Maschinen. Der Blick nach vorne und das untrügliche Gespür für Trends und Bedürfnisse werden das Unternehmen auch weiterhin wachsen lassen. «Wir glauben fest an unsere Branche. Vor allem halten wir an unserem Schweizer Standort fest. Die absolute Präzision, die Langlebigkeit und die höchsten Qualitätsansprüche machen uns zu einem Premiumpartner. Mehrere Anfragen, die Herstellung auszulagern, wurden abgelehnt und das wird auch in Zukunft nicht passieren.»

Magazin | Oftringen | WRZ

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