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Als Schweizer Musiker im Ausland Erfolg haben - geht das?

Die Nische macht’s

Faber

 | Bild: orangeblossomspecial.de

Pop-Export Wer als Musiker im Ausland durchstarten will machts besser wie Eluveitie oder Querkopf Faber'.

22.09.2017 10:13, Stefan Künzli/AZ, 0 Kommentare

Vierzig, achtundzwanzig, sechs und sechs. So sieht die Zukunft des Zürcher Musikers Faber bis März 2018 aus. Von den kommenden 40 Konzerten finden 28 in Deutschland statt, 6 in Österreich und ebenfalls 6 in der Schweiz. Faber hat es geschafft, seine Songs im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Wie Faber die Grenzen des Schweizer Minimusikmarkts überwinden – das wünschen sich viele. Vor ihm haben es Yello, DJ Bobo, Krokus, Gotthard, Stefanie Heinzmann, Beatrice Egli, Sophie Hunger, Bonaparte und Boy geschafft. Eine wichtige Station in Fabers Erfolgsgeschichte war Hamburg. 2015 spielte er an einem Schweizer Showcase am Reeperbahn-Festival. Das Festival gilt als wichtiger Branchentreff und Sprungbrett für Newcomer. Bei der aktuellen Ausgabe, die gestern begann, tritt Faber als Headliner auf. Dazu kommen dreizehn weitere Schweizer Acts, darunter der Basler Metal-Newcomer Zeal & Ardor, das Zürcher Rockduo The Weyers und der St. Galler Popmusiker Crimer. Eine beachtliche Zahl.

Swiss Music Export hilft
Diese Häufung ist kein Zufall. Dass Schweizer Musik im Ausland vermehrt zur Marke geworden ist und gerade in den letzten zehn, fünfzehn Jahren einige Musiker im Ausland Erfolge feierten, liegt auch an den verbesserten Rahmenbedingungen. Sophie Hunger, Bonaparte und auch Faber sind von Swiss Music Export (SME) gefördert worden. «Wir sind auf vermittelnder und beratender Ebene tätig, um die Schweizer Musik ins internationale Business zu bringen», sagt Jean Zuber, Geschäftsführer von Swiss Music Export.

Bei Faber war das der Fall. Nach seinem Auftritt in Hamburg rissen sich Labels, Managements und Agenturen um ihn. SME hatte die Zeichen richtig gedeutet und ihn mit dem Showcase in die Poleposition gebracht. Mittlerweile ist der 24-Jährige beim Musikriesen Universal Deutschland unter Vertrag.

Andere hatten weniger Glück. Der Basler Baschi zum Beispiel ist in der Schweiz erfolgreich, in Deutschland floppte er zweimal. Generell werden Nischenplayer im Ausland eher wahrgenommen als Bands, die zum Popmainstream gehören. So haben der Akkordeonist Mario Batkovic oder die Celtic-Metal-Rocker Eluveitie im Ausland eine beachtliche Karriere hingelegt. Das bestätigt auch Stefan Schurter, CoPräsident von MMF Suisse (Schweizer Verband der Musikmanager) und Inhaber des Labels Deepdive Records. Im Nischenbereich gebe es zurzeit einige gute einheimische Bands. Im Mainstream hingegen hinke die Schweiz dem Ausland noch etwas hinterher. «Man kann qualitativ oft nicht mit den Grossen mithalten.» Eine Ausnahme ist Seven, der mit seiner massentauglichen Mischung aus Soul und Pop jetzt auch in Deutschland erfolgreich ist. Pegasus wagen es trotz allem und gehen im Oktober auf Deutschland-Tournee.

Der unbedingte Wille
«Die Musiker sind heute besser vernetzt und präsentieren sich im Ausland selbstbewusster», so Schurter. «Die Schweizer Musik hat einen viel besseren Ruf als früher.» Gründe dafür sieht er in der Arbeit von Managements und Organisationen wie SME. Das Wichtigste überhaupt beim Schritt ins Ausland sei aber der Wille: «Im Ausland Fuss zu fassen, ist enorm anstrengend. Man muss Klinken putzen, gratis auftreten und flexibel sein.» Wer den Erfolg nicht unbedingt wolle, könne sich den Weg ins Ausland gleich sparen. Faber jedenfalls hat ihn gewollt – und bekommen.

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