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In der p!nk-Redaktion tut sich ein Graben auf. Während zwei Frauen Zelten gut finden, sind die anderen beiden total dagegen.

Highlight vs. Horror

 | Bild: shutterstock

Janina Frei Pink Redaktorin

Janina Frei  | Bild: zVg

Zurück zu den Wurzeln

16.07.2018 15:17, rwi, 0 Kommentare

Zelten – da rieche ich gleich die frische Morgenluft, fühle den Morgentau auf dem Gras unter meinen Füssen und höre die Vögel singen, als sängen sie nur für mich. Es ist das erfrischende Freiheitsgefühl. Ich brauche wenig zum Leben; wenig Besitz, wenig Geld. Dafür zählen andere Dinge wie Freundschaft, Natur und Abenteuer. Sind das nicht auch die Dinge, welche im echten Leben die wichtigere Rolle spielen? Was bringt mir all der Besitz und all das Geld, wenn meine «Gspändlis» fehlen? Zelten, ganz egal, ob am Open Air, in den Ferien oder im eigenen Garten, ist ein kleines Abenteuer. Eines, dass man mit Sicherheit überlebt und bei dem so viele Dinge passieren können.

Da ist jemand im Zelt, mit dem/der man einen Schwatz bis tief in die Nacht hält. Oder man kippt direkt von der «Bar» (Lagerfeuer) ins Bett. Was will man mehr? Die Freundschaften vertiefen sich. Denn in Extremsituationen fällt jede Maske ab. Der Eine kriegt einen Schreikrampf, wenn er Ohrwürmer sieht und die Andere macht einen «Stiergrind» frühmorgens, wenn der Kaffee mal ausbleibt. Sobald die Sonne lacht, scheinen alle Gesichter wieder und man wird Jahre später noch darüber Witze reissen.

Man vergisst nie, wie die Wölfe in der Nacht heulten. Oder wie das «Zeltgspändli» zu uns rüber rutschte, als es kalt wurde. Zelten – Für alle, die kein Waldleben in einer Lehmhütte bevorzugen, aber trotzdem die Natur spüren und erleben wollen. Für alle, denen das Abenteuer und die Freundschaft mehr bedeutet als der Komfort.

Sara Thenen Pink Redaktorin

Sara Thenen  | Bild: zVg

Speck und Vodka zum Zmorge

Zelten auf einem Open Air ist nicht nur einfach Mittel zum Zweck. Die Entscheidung, auf einem Open-Air-Gelände zu übernachten, geschieht bewusst. Oder warum soll es denn Leute geben, die gar keine Open-Air-Tickets haben, sondern nur dort zelten wollen? Open-Air-Camping ist viel mehr! Aus einer grünen Wiese entsteht innerhalb eines Tages ein Dorf. Ein Dorf, in dem ein ziemlich eigenes Volk drei bis vier Tage mit einfachsten Mitteln lebt. Sie tauschen ihre weiche Matratze daheim durch ein dünnes Mättchen aus, ihr sicheres Hausdach durch ein Zelt. Wem die Dusche im Fluss zu kalt ist, der gönnt sich halt zwei Sprühstösse mehr vom Deo. Die Augenringe werden von Tag zu Tag tiefer und dunkler. Doch das ist alles gar nicht so schlimm. Denn das einzige, was wirklich zählt, sind die guten Vibes. Genau das finde ich so schön an der Festival-Erfahrung. Wohl jeder hat sich nach der ersten schlaflosen Nacht beim Erwachen in der gestauten Hitze im Zelt schon gedacht: Warum tu ich mir das an? Doch sobald die Zelttore geöffnet sind, wird einem wieder klar, warum. Nebenan grilliert der Frühaufsteher mit 20 Redbull intus morgens um 9 Uhr seine ersten Speckstreifen auf seinem Einweggrill. Ob ich auch davon will? Mein Leben hängt davon ab! Nach vier Tagen Schweiss, Schlaflosigkeit und Alkohol im Blut wird es dann Zeit, adieu zu sagen. Der Abbruch des Zeltes schmerzt im Herzen, der Abschied vom Festivaldorf noch mehr. Doch das Schönste an der ganzen Erfahrung ist der Sprung ins flauschige Bett, nach dem man heimkommt, alles in die Ecke schmeisst und nur noch eines will: VIEL,VIEL SCHLAF!

Leandra Jordi Pink Redaktorin

Leandra Jordi  | Bild: zVg

Ich hab es wirklich versucht!

Ich wache auf. Mein Mätteli scheint zu schwimmen. Tatsächlich, das Wasser steht fünf Zentimeter hoch. Ausserdem wird mir bewusst, dass ich noch gar nicht hätte schlafen dürfen. Ich habe die Band verpasst, über die ich hätte schreiben sollen. (Open Air Gampel, 2005)

Ich wache auf. Vor meinem Gesicht bildet sich eine Wolke, als ich ausatme. Die Brille meines Kollegen zieren Eisblumen. Draussen liegt Raureif. Es ist Juni. (Rock am Ring, 2006)

Ich wache nicht auf, denn ich bin schon wach. Zähneklappernd habe ich die ganze Nacht darauf gewartet, dass es wieder hell wird. Nichts, aber auch gar nichts ist trocken geblieben, da es seit 24 Stunden regnet. Der ganze Platz versinkt im Schlamm. (Sonisphere, 2010)

Ich wache auf. In meinem Kopf ist eine Grossbaustelle. Mir ist schlecht. Ich muss ganz dringend. Bewegen will ich mich aber nicht, denn es ist 1000 Grad heiss. Und ich weiss, wie es auf den ToiTois aussieht. Sind die Idioten von nebenan ernsthaft schon wieder wach oder waren die gar nicht im Bett? Herrjee, es ist erst 7 Uhr, offenbar hab ich gerade mal drei Stunden geschlafen, bevor es zu laut und zu heiss wurde. (Greenfield, jedes verdammte Mal)

Noch Fragen?

Melek Sarikurt Pink Redaktorin

Melek Sarikurt  | Bild: zVg

Sie möchten an ein Open Air zelten gehen, wissen aber nicht, ob Sie dafür geeignet sind? Hier die Top 5 der Gründe, weshalb Sie es NICHT sind:

Platz 5: Das tägliche Bad gibt Ihnen das Reinlichkeitsgefühl, das Sie brauchen. Auf dem Festivalgelände gibts nur Duschen – und die dürfen Sie sich gerne mit x-tausend Fremden teilen. «Du, sorry, dörf i chli vo Dim Duschscheel ha?»

Platz 4: Sie mögen es nicht, wenn Leute Ihnen zu nahe kommen. Sie bekommen Schweissausbrüche im vollgestopften Shuttlebus zum Festivalgelände, weil die besoffene Truppe hinter Ihnen lautstark über
Ihre Haarfarbe diskutiert und dann einer auch noch seinen Finger in Ihr Ohr steckt.

Platz 3: Sie hatten sich auf Sonnenschein und gute Laune eingestellt. Stattdessen regnet es seit der ersten Minute, Sie sind nass bis auf die Unterhose und während Ihre Lieblingsband spielt, kippt der Typ hinter Ihnen sein Bier über Ihnen aus.

Platz 2: Sie gehen mit Ihren Freundinnen aufs Klo, sind aber immer die letzte, die wieder rauskommt, da Sie nicht in der Hocke pinkeln können. Stattdessen putzen und desinfizieren Sie jedes Mal das ganze WC, bevor Sie Ihr Geschäft verrichten können.
Und der ultimative Grund dafür, dass Sie nicht einmal daran denken sollten, an einem Festival im Zelt zu übernachten, ist:

Platz 1: Sie haben so ein Zucken unter dem linken Auge am Morgen des letzten Festivaltages. Ihre Augen sind blutunterlaufen, Ihre Nerven angespannt bis zum Anschlag. Sie stehen irgendwo zwischen Heulkrampf und dem aggressiven Niederreissen des Nachbarzeltes, weil Sie seit Tagen kein Auge zugetan haben, da Ihre besoffenen Zeltnachbarn – egal zu welcher Tageszeit – gröhlend fanden: «Eyyy, Poaaaarttyyy!»

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