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Café Röckli

Landwirtschaftliche Liebeserklärungen

 | Bild: zvg

Sprachen gehörten schon früh zu meinen Lieblingsfächern in der Schule, denn für mich war logisch, dass ich diese im «richtigen» Leben anwenden kann, ganz im Gegensatz zur Wahrscheinlichkeitsrechnung oder zum Satz des Pythagoras. Ich wusste, wenn ich mal ins Ausland reise, bin ich nicht komplett aufgeschmissen. Ich weiss nicht, wie das bei Ihnen ist, aber mich motivierte das sehr.

19.07.2019 16:00, dev, 0 Kommentare

Ich schaute viel französisches Fernsehen, um die Sprachmelodie zu erfassen; die Untertitel – sofern vorhanden - halfen mir beim Verstehen. Englische Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben lang und Türkisch ist nach Deutsch meine zweite Muttersprache, die ich von meinen Eltern gelernt habe. In der Bez und Kanti besuchte ich den Lateinunterricht und profitierte davon daher auch als Basis bei den romanischen Sprachen. Auch einen kurzen Abstecher in den Italienisch- und Spanischunterricht liess ich mir nicht nehmen. Kurzum: Ich fühlte mich bislang sprachentechnisch gut gebettet.

Denkste.

In Zeiten der globalen Vernetzung entstehen auch über die sozialen Medien Freundschaften, und das international. Was früher die Brieffreundschaften waren, sind heutzutage die Nachrichten über Instagram, Facebook und Co. In der Regel ist die Kommunikationssprache Englisch. Aber für mich ist es immer wieder eine spannende Herausforderung, in der jeweiligen Sprache des Gegenübers zu kommunizieren. Allerdings musste ich feststellen, dass ich da teilweise schnell an meine Grenzen stosse. Ob es am Alter liegt? Früher ging das mit dem Lernen von neuen Dingen irgendwie schneller und leichter…

Jedenfalls versuchte ich mich für einmal in Albanisch. Eine Sprache, zu der ich überhaupt keinen Zugang habe und mit der ich mich bedauerlicherweise sehr schwer tue. Aber dennoch wollte ich es einmal wissen und habe eine meiner längeren Nachrichten über «google translate» übersetzen lassen und voller Stolz und Erwartung verschickt. Die Antwort war mehr als enttäuschend: «Ha, ha, ha, bitte verwende nicht google translate, es ist einfach viel zu schlecht.»

Ich war ganz schön enttäuscht – allerdings ahnte ich auch nicht, was ich meinem gegenüber da geschrieben hatte. Das Übersetzungstool hatte wohl etwas ganz Komisches aus meinem Text gemacht. Ich war peinlich berührt und hüte mich seither vor diesem «teuflischen Tool». Einen Trost habe ich zumindest: Ich bin nicht die einzige, die in diese Übersetzungsfalle getappt ist.

Erst kürzlich wurde ich auf Instagram angeschrieben von einem jungen Mann, der mich in einem Club angesprochen hat. Er wollte unbedingt meine Telefonnummer haben, gekriegt hat er lediglich meinen Instagram-Namen. Der Mann spricht kein Deutsch, aber er hat sich die Mühe gemacht und seine Nachrichten von «google translate» übersetzen lassen. Während er wohl dachte, dass seine romantischen Botschaften mich zu einem Treffen bewegen werden, lösten sie bei mir – tut mir wirklich leid, ich will nicht fies sein, ich weiss ja, wie das ist – nur Lach-Flashs aus. Oder wie hätten Sie reagiert, wenn Ihnen jemand geschrieben hätte «Sie sind der schönste Bauernhof, den ich je gesehen habe»?

Sinngemäss konnte ich seinen weiteren Ausführungen entnehmen, dass er sich unsterblich verliebt hat und mich heiraten will. Klar, dass ich diese Story brühwarm meiner Freundin erzählen musste. Sie meinte dann: «Ach, das mit dem Herzen ist so eine Sache». Das Herz spreche seine eigene Sprache und die verstehe man nicht immer. Ich entgegnete ihr dann nur grinsend: «Und man sollte ja nicht auf die Idee kommen, diese mit google translate zu übersetzen…»

Cafe Röckli | Magazin

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