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Lama-Trekking

«Lamas halten dir den Spiegel vor»

Die beiden Schweizer Meister im Lama-Trekking, Renate und Benjamin Suter, betreiben in Brittnau einen Lamahof

Die beiden Schweizer Meister im Lama-Trekking, Renate und Benjamin Suter, betreiben in Brittnau einen Lamahof  | Bild: cwi

Benjamin und Renate Suter sind Schweizer Meister im Lama-Trekking.

11.10.2016 09:33, Corinne Wiesmann, 0 Kommentare

Silbern glänzen sie, die beiden Pokale, welche bei Benjamin und Renate Suter zu Hause auf dem Küchentisch stehen. Vor wenigen Tagen konnten die beiden Eheleute die Trophäen anlässlich der Trekking-Meisterschaft in Finsterwald entgegennehmen. Bei der Meisterschaft, die alle zwei Jahre stattfindet, können Lama- und Alpaka-Halter mitmachen. Es gilt, mit dem Tier verschiedene Posten mit natürlichen und gestellten Hindernissen zu bewältigen. Gestartet wird in zwei Kategorien. Wobei in der Kategorie Profi die Tiere zusätzlich mit einem Packsattel versehen werden. Die Brittnauer setzten sich gegen rund 40 weitere Teilnehmer durch und gewannen in beiden Kategorien. Während Benjamin Suter mit seinem Lama «Lee» in der Kategorie Profi seinen Schweizer-Meister-Titel verteidigen konnte, gewann Renate Suter mit «Peppo» zum ersten Mal bei den Amateuren.

Lama-Liebe auf den ersten Blick

Doch nicht nur die Pokale glänzen um die Wette, auch die Augen von Renate und Benjamin Suter strahlen, wenn sie von ihrer Leidenschaft, den Lamas, erzählen. Angefangen hatte alles vor gut 20 Jahren. Benjamin Suters Götti hatte sich eine Alpaka-Herde angeschafft. «Ich besuchte ihn und die Tiere», erinnert sich Benjamin Suter. «Als ich den Alpakas in die Augen schaute, wusste ich sofort: Irgendwann möchte ich auch solche Tiere haben.» Bis zur Erfüllung seines Traumes dauerte es aber noch eine Weile.

Vor fünf Jahren kaufte der gebürtige Murgenthaler sein erstes Lama. Und auch hier war es Liebe auf den ersten Blick. Der Auserwählte hiess Nick und steht noch heute in Suters Stall. «Er ist unser Publikumsliebling», meint Benjamin Suter lachend. Bei seiner Frau Renate dauerte es etwas länger, bis sie sich mit dem «Lama-Virus» infizierte. «Es war ein Abenteuer, auf das ich mich einliess», sagt sie rückblickend. Doch sie habe die Tiere schnell ins Herz geschlossen und gemerkt, dass Lamas sehr pflegeleicht seien. «Sie sind sich gewohnt bei jedem Wetter draussen zu sein.»

Nach und nach schafften sich Benjamin Suter und seine Frau weitere Tiere an und begannen, selbst Lamas zu züchten. Heute betreiben die beiden in Brittnau den Lamahof «Bergloch» und nennen eine Herde mit acht Tieren ihr Eigen. Zudem betreuen sie die drei Lamastuten, welche beim nahe gelegenen Pflegeheim Sennhof in Vordemwald leben. Auch Lama-Trekkings gehören natürlich zum Angebot von Suters. «Mit unseren ersten beiden Tieren unternahmen wir öfters Spaziergänge», erzählt Benjamin Suter. «Wir haben gemerkt, wie viel Spass dies den Tieren - und auch uns - macht. Und da es noch nichts Vergleichbares in der Region gab, beschlossen wir, selbst Trekkings anzubieten.

Keine Angst vorm Spucken

An den Lamas schätzt das Ehepaar Suter besonders deren Ehrlichkeit. «Lamas halten dir gnadenlos den Spiegel vor», weiss Renate Suter. «Sie spüren ganz genau, wie du dich fühlst und wie es dir geht, auch wenn es einem selbst vielleicht gar noch nicht bewusst ist.» Es habe schon einige Situationen gegeben, in denen sie und ihr Mann dies erfahren oder beobachten konnten. Insbesondere bei der tiergestützten Förderung, welche Suters seit einiger Zeit anbieten und die eine Art Herzensangelegenheit des Ehepaars darstellt. «Lamas können in vielen Bereichen unterstützen, fördern und manchmal auch richtig herausfordern», sagt Benjamin Suter. «Mit ihrem ausgezeichneten Gespür für sämtliche Gemütszustände bringen die Lamas uns zur Ruhe.» Die Arbeit mit den Tieren eigne sich deshalb für Menschen jeden Alters, insbesondere aber für Personen mit einem Handicap.

Übrigens: Wer jetzt trotz all der genannten positiven Eigenschaften der Tiere Angst hat, von einem Lama angespuckt zu werden, den kann Benjamin Suter beruhigen. «Im Normalfall spucken sich Lamas nur gegenseitig an. Oder wenn sie heftig provoziert werden», sagt er. «Und selbst dann warnen sie ihr Gegenüber vorher mit dem Ausstoss eines Sprühnebels.» Wer also, wie Renate und Benjamin Suter, vertrauensvoll und harmonisch mit den aus den Anden stammenden Tieren umgeht, hat nichts zu befürchten.

Brittnau | Reportage | Thema

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