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Gini’s lose Kolumnensammlung

Vom Anruf zum Millionär oder sowas in der Art

 | Bild: zVg

Jeder kennt diese berühmten Anrufe von CallCentern, die einem in einem Zeitraum von 30 Sekunden bis hin zu einigen Minuten auch wirklich den letzten Nerv kosten. Spannend wird’s dann, wenn die CallCenter Mitarbeiter selbst nicht einmal mehr wissen, wen sie angerufen haben….

13.11.2018 07:00, rwi, 0 Kommentare

Nebst dem Talent, immer im wohlverdienten Feierabend anzurufen (ich gebs zu – tagsüber machts bei den Wenigsten wirklich Sinn), sind manche an Dreistheit nicht zu überbieten. Erst kürzlich klingelte mein Handy. Am Ohr hatte ich dann einen Typen, der definitiv an Sprechdurchfall litt. Bei einem «Gesprächspartner», der schneller redet als ein Wasserfall, können nicht mal mehr meine – ursprünglich deutschen – Ohren mithalten. Das Gespräch fing schon grossartig an – er fragte nach mir. Macht auch Sinn, wenn man auf dem Handy anruft. Danach folgte ein Riesenschwall Wörter, bei dem ich nur noch einen Teil verstand: «Sie haben blablabla Wettbewerb blablabla auf Facebook mitgemacht.» «Nö, hab ich nicht.» Völlige Ignoranz folgte meinem Einwand. «Und auf Instagram ja blablabla blablabla ebenfalls…» «Nö, schon gleich dreimal nicht.» «Können Sie sich nicht daran erinnern? Sie haben blablabla Reisegutschein im Wert von 5000 Franken gewonnen – blablabla Glückwunsch!» «Echt jetzt? Das glaub ich nicht.» Dann erklärte mir der Mensch am Ohr wortreich, dass in 14 Tagen die Endziehung wäre. «Ja was denn jetzt? Hab ich gewonnen, oder gewinne ich erst noch?» ……. Den zahlreichen Wortergüssen folgte ein unvermitteltes Besetztzeichen. Aus irgendwelchen Gründen brach die Verbindung ab…

Meine Gedanken, dass der wohl so schnell nicht mehr anrufen wird, konnte ich nicht einmal zu Ende führen – denn dann klingelte tatsächlich das Festnetz (jaaaa, wir haben noch eines). Auf dem Display die selbe Nummer. Ich dachte, mich tritt ein Pferd. Als ich ranging, kam die gleiche Stimme, in der gleichen Geschwindigkeit mit dem gleichen Anfangssatz.  Nur dass er meinen Mann sprechen wollte. «Nö, der is net daheim. Und Sie haben vor gefühlten 40 Sekunden bei mir auf dem Handy angerufen – haben wir jetzt beide gewonnen???» «Äh ja, genau so ist es….. blablabla» und dann folgte, völlig unerwartet, das Besetztzeichen….
Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich das jeweilig abrupte Ende der Gespräche als dubios oder als Versehen einstufen soll. Aber bei einem bin ich mir sicher – wenn mir jemand Ferien schenken will, dann her damit! Andererseits: Hätte ich jedesmal gewonnen, wenn so ein CallCenter-Mitarbeiter anruft, besässe ich mittlerweile eine Villa, mindestens drei Porsche, wäre mehrheitlich im Jahr auf irgendwelchen Feriendestinationen zu finden und vor allem wäre ich Millionär.

Miss Gini

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