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Gini's lose Kolumnensammlung

Der glorreiche Sieg über den inneren Schweinehund

1000er Stägli

Sogar das verdammte 1000er-Stägli hab ich in Angriff genommen.  | Bild: Regina Lüthi

Hätte mir vor einigen Wochen jemand gesagt, ich würde am Morgen keinen Kaffee mehr trinken, sondern Tee, hätte ich ihm wohl den Vogel gezeigt – mindestens. Denn bis vor eben fünf Wochen galt seit 20 Jahren die heilige Zeremonie der drei K’s: Kaffee, Kippe, Klappe halten… dieses Ritual habe ich bachab geschickt und genaugenommen meinen Tagesablauf komplett umgestrickt.

31.07.2018 11:00, rwi, 0 Kommentare

Ausschlaggebend für die radikale Umstellung war nicht etwa, weil ich urplötzlich zum Gesundheitsfanatiker wurde. Aber gesundheitliche Umstände und die verflixte Eitelkeit führten dazu, dass ich etwas ändern musste – und erstaunlicherweise ging das leichter, als erwartet. Ohne Druck funktioniert das eher schlecht als recht, also habe ich mich spontan bei einer Bodychallenge angemeldet. Drei Wochen Hardcore-Programm. Plötzlich hiess es «Auf Kaffee verzichten, keinen Zucker, kein Weissmehl, mehrere Mahlzeiten am Tag und mindestens 2,5 Liter trinken!» Vor dem Kaffeeverzicht und den 2.5 Litern hatte ich ziemlich Respekt. Denn ausser Kaffee hab ich praktisch nichts getrunken, den dafür dann aber literweise. Ausserdem bin ich ein bekennendes Schoggimonster und allgemein dem Essen nicht abgeneigt. Beruflich bin ich zusätzlich noch von lauter Leckereien süsser und herzhafter Natur umzingelt. Also eigentlich war ich die eigentliche Challenge – nämlich für Coach Sabrina.

Nun gibt’s am morgen einen Tee – der schmeckt richtig lecker. Dann noch einen Shake, der mich in aller Herrgotts Früh schon mit allem versorgt, was ich brauch. Zu Uhrzeiten, zu denen ich normalerweise nicht einmal ansprechbar war, gibt’s ein sportliches Workout, dass mich innert 10 Minuten an die Grenzen bringt, aber dennoch mehr als effektiv ist. Gleichzeitig hab ich mich so am eigenen Hintern hochgezogen, dass es fast täglich noch ein halbstündiges Sportprogramm oben drauf gibt – meistens noch länger. Sogar das verdammte 1000er Stägli hab ich bereits in Angriff genommen und kam ohne Sauerstoffzelt bis nach oben. Auch wenns eine halbe Stunde gedauert hat, und ich meine Flüche weder niederschreiben, noch aufzählen könnte (und überhaupt – es sind 1150 Stufen!! Und ich hab wirklich lange Beine und hatte trotzdem das Gefühl, ich müsste klettern).

Meinem unregelmässigem Essverhalten habe ich ebenfalls den Kampf angesagt. Zwischenmahlzeiten am Vormittag und am Nachmittag. Mittags und abends wird «anständig» gegessen. Gesund natürlich. Salat, Obst, Fisch und Gemüse. Wenn das Fitness-Studio auf dem Programm steht, wird die Ernährung dementsprechend noch angepasst. Neuerdings stehen Dinkel-Teigwaren in meinem Schrank. An die mag ich mich nach wie vor nicht so recht gewöhnen. Aber was muss, das muss. Nur zum Einkaufen brauch ich neuerdings dreimal so lang – denn erst werden die Inhaltsstoffe gelesen, bevors im Wagen landet. Erstaunlich, was in verschiedensten Produkten enthalten ist. Ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, dass meine geliebten Mostbröckli Zucker enthalten könnten…

Achja… die drei Wochen Hardcore Challenge sind rum und ich hab sie sogar ganz souverän gewonnen. Das war eigentlich keine Absicht. Aber mich hats gepackt. Ich brauch mittlerweile die Bewegung und krieg immer wieder Hunger. Und ich halt mich immer noch ganz tapfer. Und an der nächsten Challenge werde ich auch wieder teilnehmen. Der Kampf gegen alte Gewohnheiten und dem inneren Schweinehund den Garaus zu machen, liegt also doch im Bereich des Möglichen – und die Eitelkeit freuts auch…

Miss Gini

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