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Wer kann Cola Life von seinen Brüdern und Schwestern unterscheiden?

Familienaufstellung

 | Bild: schwe

Brauchen wir das neue Cola Life? Oder konkreter ausgedrückt: Erkennt im Blindtest überhaupt jemand den «Neuling» unter den vier Cola-Sorten? Ein Experiment mit erstaunlichem Ausgang.

02.04.2015 11:18, schwe, 0 Kommentare

Der Blindtest
Unsere Test funktionierte folgendermassen: 10 Cola-Trinkerinnen und –Trinker hatten die Aufgabe, die Cola-Familie (Original, Light, Zero und Life) blind zu degustieren und zu erkennen. Um das Ganze etwas schwieriger zu gestalten, haben wir zusätzlich ein Cola Zero von Coop Qualité & Prix (die 1,5 Liter-Flasche zu 60 Rappen!) in die Auswahl genommen. Das heisst, es konnten idealerweise 5 Getränke richtig erraten werden.

Cola Testresultat

Die fünf Testprodukte mit dem ihnen zugewiesenen Buchstaben (rot). Was Gelb ist, stimmt! Magere Ausbeute am Ende des Tages...  | Bild: schwe

Volltreffer gab es keine

Um es gleich vorwegzunehmen: Niemand hat alle 5 Getränke erkannt. Drei Tester konnten sich über je drei Treffer freuen. Drei Tester erkannten dagegen gar keines der Cola-Getränke und vier zumindest eines. Wer jetzt in Hohngelächter ausbrechen und Dinge wie „Ich würde sicher alle erkennen!“ von sich geben möchte, darf das natürlich tun. Auch unter den Testern gab es einige, die überzeugt waren, die Aufgabe könne nicht sooo schwierig sein. Nun, sie war schwierig, verdammt schwierig! Eine Trefferquote von mageren 25 Prozent spricht da eine deutliche Sprache.

Trotz Panik zu Beginn des Tests: Adi erkennt "sein" Cola Light!  | Bild: schwe

«Die schmecken ja alle gleich»
Was passiert, wenn man sich einzig auf die Geschmacksknospen, nicht aber auf die Augen verlassen kann? Auf jeden Fall wird ziemlich schnell klar, dass die vermeintlichen «Riesen-Unterschiede» zwischen einem Cola Light und einem Original eben nicht mehr so riesig sind, wenn das Hirn nicht über die Augen quasi konditioniert wird. Plötzlich sind alle Colas „extrem ähnlich“, der Kohlesäuregehalt scheint immer derselbe und bei der Farbe zeigen sich schon gar keine aufschlussreichen Unterschiede. Die Zuversicht der Testenden schwand deshalb relativ schnell und schlug eher in Verzweiflung um.

Adi Gaberthuel, leidenschaftlicher Cola Light-Trinker: „Ich hatte anfangs das Gefühl, in allen 5 Gläsern sei dasselbe drin! Plötzlich nimmt man Geschmacksnoten im Abgang wahr, die einem unter normalen Umständen nie auffallen würden, das verwirrt enorm.“ Gaberthuel änderte darauf seine Taktik und tippte jeweils auf die Sorte, die ihm ganz spontan beim ersten Schluck in den Kopf schoss, was mit drei Treffern belohnt wurde. Das Wichtigste für Adi: er hat «sein» Cola Light erkannt und darf es nun weiterhin trinken, ohne von der Redaktion gehänselt zu werden.

Farbanalyse und Gurgeltest halfen leider nicht: Thomas beim Testen.  | Bild: schwe

Thomas Schwabe, eher dem Cola Zero zugewandt, versuchte es mit der «Wein-Methode»: er schnüffelte, gurgelte, analysierte Farbnuancen und konzentrierte sich auf den «Chrüseli-Faktor» der Kohlesäure. Leider ohne Erfolg! 

  

   

 

René (links) und Andy an der Arbeit. Andy gehörte mit 3 Treffern zur Spitze.  | Bild: schwe

«Zumindest das Original Coke erkenne ich auf jeden Fall!»
Eine oft angewandte, aber nur selten erfolgreiche Methode, bestand im Versuch, zuerst das Original rauszuschmecken, weil man das «ja todsicher erkennt». Nun, das Original Cola wurde vier Mal für Cola Zero gehalten, drei Mal für Cola Life und lediglich 3 Mal richtig erkannt.
Cola Zero wiederum wurde drei Mal für das Coop Qualité & Prix Zero gehalten, zwei Mal für das Original, zwei Mal für Cola Light und ein Mal für Cola Life gehalten. Richtig erkannt wurde es nur zwei Mal.  

Cola Light wurde drei Mal für Cola Life gehalten, zwei Mal für Zero und ein Mal für die Cola Zero von Coop. Richtig erkannt wurde es drei Mal.

Die «Billig-Cola» von Coop – und das ist aus Sicht von Coca Cola immerhin ein gewisser Erfolg – wurde von der Hälfte der Testenden als «nicht zur Familie gehörig» erkannt. «Das kann kein echtes Cola sein, diesen zitronigen Nachgeschmack kenne ich gar nicht», brachte es René «The Jossen» stellvertretend für alle, die das Coop-Produkt erkannten, auf den Punkt. Leider blieb es für René bei diesem einen Punkt…

«Und welches ist jetzt das Cola Life?»
Dass die Aufgabe schwierig werden würde, war ja abzusehen. Dass aber keine einzige Testperson den Familienzuwachs «Life» erkannt hat, ist schon eher erstaunlich. Die oft gehörte Begründung «das kenne ich halt noch am wenigsten gut», kann man nur bedingt gelten lassen. Hätten die Tester gemerkt, dass es ihnen unbekannt ist, hätten sie es deswegen ja erst recht erkennen müssen. Fünf Mal (!) wurde Cola Life (das ja angeblich quasi wie das Original schmecken soll) für Cola Light gehalten. Drei Mal wurde es tatsächlich mit dem Original verwechselt und je ein Mal mit Zero bzw. dem Coop-Cola. Was man mit Sicherheit sagen kann: von Stevia-Eigengeschmack ist rein gar nichts zu merken, was sicherlich vom Hersteller auch beabsichtigt war. Ob es wirklich nötig gewesen ist, ein «neues», grünes Cola zu kreieren (wobei man sagen muss, dass Cola Life in Südamerika schon länger erhältlich ist), dessen einziger Mehrwert gegenüber dem Original in einer Reduktion der Kalorien um gut einen Drittel besteht, sei dahingestellt.

Fazit: «Reine Glückssache»
Wie zu erwarten (wie erinnern uns, wenn auch ungern, an unseren Lagerbier-Blindtest…) spielen Augen und Hirn eine wesentlich grössere Rolle als der Gaumen, wenn es ums Erkennen und Beurteilen von Geschmäckern geht. 25 Prozent Trefferquote – das bedeutet mehr oder weniger «reine Glückssache»! Im Grunde könnten die meisten Testenden irgendeine Cola kaufen – solange sie sie mit verbundenen Augen trinken. Oder die kalorienärmste. Oder die günstigste (falls sie auch die Coop-Cola nicht erkannt haben). Wahrscheinlicher ist allerdings, dass wir alle weiterhin mit den Augen einkaufen und das Hirn zwingen, die von den Augen getroffene Wahl als die Richtige anzusehen. Prost!

Cola leer

Flasche leer.  | Bild: schwe

Genuss | Test

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