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«The Strong One»

Den Fuzz als DNA im Blut

Retro, und trotzdem modern: (v.l.) Silvan Gerhard, Michael Kühni und Claudius Ammann.  | Bild: zVg

Die Bell Baronets haben ihr Debütalbum am Start und gehen dabei zurück in die 60er- und 70er-Jahre.

10.03.2017 08:46, guez, 0 Kommentare

Sechs Jahre mussten die Fans der Bell Baronets sich gedulden, bis das Zofinger Trio mit «The Strong One» seinen ersten Longplayer veröffentlicht. Jahre, die der Band aber genügend Zeit gelassen haben, sich zu entwickeln und ihre Bestimmung zu finden. «Früher waren wir eine Jugendband, heute sind uns eine gewisse Professionalität und Ernsthaftigkeit wichtig. Wir wissen jetzt, wohin wir wollen», sagt Gitarrist und Sänger Silvan Gerhard. Er ist offensichtlich stolz auf das Ergebnis, redet schnell und passioniert über das Album, das sowohl als CD als auch auf Vinyl editiert wird.

Dabei gehen die Bell Baronets musikalisch zurück in die 60er- und 70er-Jahre, bluesen und rocken wie die alten Helden – und haben auch deren Instrumente berücksichtigt, etwa den Analogsynthesizer Korg MS20, welcher Bassist Michael Kühne bedient. «Dieser eröffnete uns ganz neue Möglichkeiten», freut sich Gerhard, der indes eine andere grosse Liebe gefunden hat: den Fuzz, ein Effektgerät, welches zur Klangveränderung der elektrischen Gitarre benutzt wird und früher beispielsweise bei Jimi Hendrix enorm angesagt war. «Der Fuzz ist meine DNA. Mit ihm kann ich mich am besten ausdrücken», so Gerhard, der sämtliche zwölf Songs auf «The Strong One» komponierte. «Das ganze Album hat viel mit meiner Entwicklung und Auseinandersetzung mit den Sounds zu tun», sinniert er, der sich eher als Bandleader denn als Bandchef sieht. «Ich habe gerne die Kontrolle, aber dennoch ist die Platte ein Produkt von Mitentscheiden aller.» Dass Gerhard den Lead übernimmt, hat auch mit dem beruflichen Werdegang von Gerhard, Kühne und Schlagzeuger Claudius Ammann zu tun: Nur Gerhard ist als Musikstudent an der Zürcher Hochschule der Künste professionell im Musikbusiness, Kühne und Ammann setzen beruflich nicht auf die Musik.

Neu mit Musikvertrieb

Aufgenommen wurde das Album in den Zofinger Soma-Studios. «Ich schätze es, in der Region aufzunehmen, da kannst du auch mal spontan vorbeigehen. Zudem herrschte ein guter und konstruktiver Vibe und die Verantwortlichen haben verstanden, was wir wollen», blickt Gerhard zurück. Und auch administrativ schafft man mit Profis zusammen: Mit dem unabhängigen Musikvertrieb Irascible konnte eine Partnerschaft eingegangen werden, die den Bell Baronets viel Arbeit abnimmt. «Wir konnten einfach nicht mehr alles selbst machen», sagt Gerhard, der nebenbei auch noch bei Anna Känzig und Mama Jefferson die Gitarre in der Hand hält.

Jetzt wird getourt

Prioritär sind bei ihm zurzeit aber ganz klar die Bell Baronets, schliesslich stand mit der Veröffentlichung von «The Strong One» eine ganze Menge Arbeit an. «Ich bin schon sehr auf die Welt gekommen, was da alles an Entscheidungen getroffen werden mussten», lacht der 24-Jährige. Umso mehr freut sich die Band nun über den Output, der heute Abend im Zofinger Oxil getauft wird. «Auch in diesem Punkt haben wir uns bewusst für unsere Heimat Zofingen entschieden. Solange es hier Klubs gibt, in denen man so etwas machen kann, machen wir es auch hier.» Doch danach wird dann die gesamte Deutschschweiz bespielt – etwa am «Andermatt live», in Lyss oder Zug. Und wer weiss, vielleicht geht durch die Tour auch der Wunsch nach Auslandkonzerten in Erfüllung. Gegönnt wäre es dem aufstrebenden Trio auf jeden Fall.

Plattentaufe am Freitag, 10. März, 21 Uhr, Oxil Zofingen.

Ausgang | Kultur | Musik | Oxil | Zofingen

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