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Schmecken teure Osterhasen besser als günstige?

Auf Hasenjagd

Sind teure Osterhasen nur schöner als günstige oder auch besser? Oder weder noch? Wir haben uns durchs Angebot getestet.

17.03.2015 13:51, schwe, 0 Kommentare

Auswahl und Fragestellung
Wir haben uns auf klassische Milchschokoladen-Hasen beschränkt, um eine optimale Vergleichbarkeit garantieren zu können. Sieben Hasen haben wir getestet, vier davon stammen von Grossverteilern/Discountern (Migros, Coop, Denner und Lidl), während drei Hasen dem gehobenen Preissegment angehören, sprich: Der Lindt-Goldhase als Markenprodukt, der Hase von Läderach als Vertreter einer Confiserie-Kette sowie ein hausgemachter Hase aus der Bäckerei Wälchli (gekauft in der Filiale Rothrist).

Von Interesse war für uns primär die Frage, ob der Durchschnittskonsument überhaupt einen Unterschied bemerkt zwischen einem teuren und einem günstigen Hasen, bzw. ob preiswerte Hasen zwangsläufig schlechter sein müssen als sehr teure. Die Preisspanne der getesteten Hasen ist nämlich enorm: der teuerste Hase von Wälchli ist beinahe zehn Mal so teuer wie der günstigste aus dem Denner!

Was wurde bewertet?
Osterhasen werden von ganz normalen Menschen gekauft und gegessen. Es schien uns deshalb naheliegend, ebensolche Menschen als Tester einzusetzen und nicht etwa Confiseure oder andere Spezialisten (das Resultat wäre vermutlich ganz anders herausgekommen). Um eine gewisse statistische Zuverlässigkeit zu erreichen, liessen wir die 7 Hasen von 7 Mitarbeiterinnen und 7 Mitarbeitern aus dem ZT-Medienhaus Hasen verkosten.
Bewertet wurden zum einen die Optik -  Osterhasen werden ja erstmal mit den Augen gekauft und oft auch verschenkt -  zum andern Geruch, Konsistenz (crèmig oder klebrig? Knackig oder pampig?) und natürlich Geschmack (Kakao-Note? Harmonisches Ganzes?). Da man einen schönen Hasen, der schlecht schmeckt, kein zweites Mal mehr kauft, haben wir das Kriterium Geschmack gegenüber den anderen Kriterien doppelt gewichtet.

Schön teuer
Die drei teuersten Hasen sind die schönsten. Am besten gefallen hat den Testenden der klassische Sitzhase von Läderach, ausgestattet mit einer schicken, blauen Schlaufe und sehr schön gezeichneter Fellstruktur. Ebenfalls als schön wird der Lindt Goldhase angesehen, der insofern eine Ausnahme darstellt, als dass er als einziger Hase in goldener Alufolie und nicht bloss in Plastikfolie eingepackt ist. Gold gibt halt Punkte! Dem hausgemachten Hasen von Wälchli sieht man an, dass er mit Liebe zum Detail gestaltet wurde, darum Platz drei in der Kategorie Optik. Interessant: die sehr ähnlichen Hasen von Migros und Coop (der Unterschied liegt primär in der Grösse der Augen) sowie der riesige Lidl-Hase (500 Gramm schwer!) erreichen exakt dieselbe Punktzahl.

Mit der Nase voran
Beim Bewerten des Geruchs zeigte sich eine Tendenz, die sich bei Konsistenz und Geschmack noch weiter bestätigte: Die Nase ist ein eigenwilliges Ding und die Vorstellungen davon, was angenehm ist und was nicht, liegen weit auseinander. So gut den einen der leicht bittere Kakaogeschmack eines Läderach-Hasen gefiel, so unangenehm empfanden ihn andere. Der Geruch des Lidl Hasen (übrigens ein Schweizer Fabrikat) traf den Massengeschmack am besten. Der Denner Hase hingegen erreichte nur knapp ein «genügend», sein Geruch wurde als künstlich und wenig einladend beschrieben.

Reinbeissen
Die einen lieben eher dünnwandige Hasen, die andern mögen es dicker. Wiederum konnte der Lidl-Hase, der allerdings auch aufgrund seiner Grösse relativ massiv ist,  am meisten überzeugen. Die Hasen von Wälchli und Denner, beides Leichtgewichte (160 und 180 Gramm), waren den Testpersonen etwas ZU filigran. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Streuung in dieser Kategorie mit knapp 0.4 Punkten doch recht gering ausfiel.

Die Geschmacksknospen
In der Kategorie Geschmack wurde deutlich, dass sich die jahrzehntelange Erfahrung und wohl unzählige Marktforschungs-Anstrengungen der «Grossen» bezahlt machen: Migros trifft den Geschmacksnerv der Mehrheit am besten, dicht gefolgt von Lindt und Coop. Was ebenfalls deutlich wird: Je spezieller der Geschmack, desto grösser die Meinungsverschiedenheiten. Besonders spürbar ist dieses Phänomen bei den Produkten von Wälchli und Läderach. Hohe Qualität der Zutaten, sprich: ein relativ hoher Kakaoanteil (anstelle von günstigerer Kakaobutter) garantiert keineswegs eine bessere Benotung. Der Grund dafür muss in der Gewohnheit liegen, das heisst, man mag in erster Linie das, was man kennt und einem vertraut vorkommt.

And the Winner is…
Die Gesamtwertung für sich entschieden hat der Goldhase von Lindt, allerdings mit einem hauchdünnen Vorsprung,  vor Migros, Coop, Lidl und Läderach und Wälchli. Man darf behaupten, dass der Lindt-Hase Migros und Coop einzig dank seines schmucken Äusseren geschlagen hat. Der einzige Hase, der leicht abgeschlagen auf dem letzten Platz landet, ist der Denner-Hase – der billigste im Test. Die Streuung darf als äusserst gering bezeichnet werden. Den Siegerhasen und den Letztplatzierten trennen lediglich 0.35 Punkte, den Sieger und den Zweitletzten sogar nur 0.17 Punkte. Was sagt uns das? Das Gerücht  scheint zu stimmen, dass es keine wirklich schlechte Schweizer Schokolade gibt.  Frohe Ostern!

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