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Fähnlifrässer

Zwiebeln züchten statt Schäfchen zählen

Fähnlifrässer

 | Bild: Raphael Nadler

Meine Karriere als Altstadtbewohner begann in einer Sackgasse, genauer gesagt im Kanzleigässli, und in einer Sackgasse endete sie auch, aber der Reihe nach.

29.09.2016 08:46, schwe, 0 Kommentare

Wenn man Mitte zwanzig und solo ist, dann dreht sich das Leben ums Vergnügen, bis es einem dreht. Ich verbrachte viel Zeit damit, die Getränkevorräte aufzustocken und Leergut zu entsorgen. Es war eine sorglose und lustige Zeit und eines ist gewiss: Die regelmässigen Partys in meinem Wohnzimmer bei offenem Fenster waren bestimmt ziemlich laut und waren deutlich nach Polizeistunde zu Ende. Ich schlief damals nicht, ich lag im Koma. Darum störte mich auch kein Lärm, den ich nicht selber produzierte.
Dann trat eine Frau in mein Leben und zwei Kinder und wir brauchten Platz. Den fanden wir in einer grossen Wohnung in der Stadtmauer. Zur Stadt hin lag die grosse Terrasse eines Pubs, ausserhalb der Stadt ein lauschiger Park. Mein Lebensrhythmus glich sich aufgrund der neuen Lebensumstände etwas dem Durchschnitt an, will heissen: ich versuchte nun nachts zu schlafen, weil ich am Morgen ja viel früher aufstehen musste als in den Jahren zuvor. Von da an fielen mir die Leute, die immer noch so lebten, wie ich früher, plötzlich auf, wenn sie nachts um zwei beschlossen, gemeinsam vor unserem Schlafzimmer noch ein Stündchen zu musizieren. Oder Boccia zu spielen. Oder einander Bierflaschen hinterherzuwerfen. Blumentöpfe kaputtzuschlagen - was man eben so macht mit zwei Promille und einem Promille verbleibender Hirnleistung. Reden hilft da wenig, das wurde mir sehr schnell klar. Die Munitionskiste voller Zwiebeln, Kartoffeln, Tomaten und Eiern auf der Dachterrasse war da schon effektiver.
Nach ein paar Jahren (es waren nur zehn!) begann mich der Gemüseverschleiss zu reuen und ich mochte mir den Spruch «Wer Ruhe haben will, muss halt nicht in der Altstadt wohnen!» nicht mehr anhören. Also zügelten wir ins Niemandsland zwischen Zofingen und Brittnau, wo wir bis heute wohnen. Hier hört man die Autobahn rauschen. Im Sommer riecht man, was die neun Parteien unter einem grillieren. Wenn die Leute hier in den Blöcken rundherum Party machen, was natürlich bedeutend weniger oft der Fall ist als in der Altstadt, dann gibt es einen klitzekleinen, aber nicht unbedeutenden Unterschied: Die Leute gehen nicht irgendwann nach Hause - sie wohnen ja hier. Das kann ein Problem werden. Das realisierte ich heute Nacht um drei, als man von Vis-a-vis meiner Frau, die um Ruhe bat, empfahl, die Fresse zu halten. Gleichzeitig kam mir nach Jahren die Erleuchtung, was der eigentliche  Zweck der riesigen, auf unserer Terrasse einbetonierten Pflanztröge ist: in diesen zieht man Zwiebeln, Kartoffeln und Tomaten!

Altstadt | Fähnlifrässer | Magazin

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www.theaterfans.ch
hans.koolen@theaterfans.ch

Veranstalter:
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