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Fähnlifrässer

Tabak und schlappe Pfeifen

Fähnlifrässer

 | Bild: Raphael Nadler

Die Franzosen sind uns in Vielem voraus. Zu diesem Vielen gehört allerdings weder die Musik, noch das Bierbrauen, soviel vorweg.

28.06.2017 13:27, schwe, 0 Kommentare

Ganz vorne dabei ist Frankreich zum Beispiel punkto Tabakprävention, wie ich in den letzten beiden Wochen feststellen durfte. Eine meiner jeweils ersten Amtshandlungen, wenn meine Frau und ich in der Bretagne ankommen, besteht nämlich in der Beschaffung eines vernünftigen Zigarettenvorrates. Dazu suche ich wie gewöhnlich die Bar «Le Willy‘s» auf, in der Tabakwaren verkauft werden. Zuerst finde ich die Wand mit den Zigaretten nicht mehr, bis ich merke, dass mein Blick die ganze Zeit über direkt auf ebendieser geruht hatte. Eine Zigarettenwand ist in meiner Vorstellung zuallererst mal eines: sehr farbig. Besagte Wand im «Le Wylli‘s» allerdings ist einfach grünbraunschwarz. Weg mit den markentypischen Farben, weg mit den Markenlogos. Nur noch kotzgrün und schwarz, die Markennamen sowie die Sorte in kaum lesbarer, neutraler Minischrift. Gewiss, auf einige Farbtupfer hat man auch in Frankreich nicht verzichten mögen, schliesslich raucht das Auge ja mit. Entschieden hat man sich beispielsweise für stimmungsvolle Aufnahmen schwarzer, abgefaulter Zehen an entzündetem, feuerrotem Fuss. Bilder eiternder, offener Wunden in der Mundhöhle oder solche von Lungen, die aussehen wie eine Möwe nach einer Ölhavarie. Hauptthema der Präventionskampagne scheint allerdings durch die Raucherei verursachte Unfruchtbarkeit und Impotenz zu sein: ein Paar, das aussieht wie um die Fünfzig, in Hochzeits-Tenue neben einem kleinen, weisslackierten Kinder-Särglein. Starker Tobak!
Irgendwie passt das nicht richtig in mein Bild der ansonsten so liberalen Franzosen, die ja immer wieder als «Sex-Weltmeister» bezeichnet werden, am Morgen schon ohne schlechtes Gewissen Alkohol saufen, bevor sie wieder ins Auto steigen und für die Geschwindigkeitsbegrenzungen bestenfalls grobe Richtwerte darstellen. Während ich mich um den Tabak kümmerte, weilte meine Frau in einer sogenannten Parapharmacie. Es sei, sagte sie, als wir uns später im Café trafen, schon erstaunlich, wie die Franzosen stets die Trends setzen würden. Die halbe Apotheke sei neuerdings voller libido- und potenzfördernder Präparate. Jetzt verstehe ich: Es steht tatsächlich schlimm um unsere Nachbarn im Westen. Nichts weniger als der Fortbestand der Franzosen-Rasse steht auf dem Spiel.  Da drücken wir ein Auge zu!

Tabak Frankreich

 | Bild: lefigaro.fr

Fähnlifrässer | Magazin

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