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Alle Jahre wieder - S' Buudenässe (3/5)

Gasthof Linde, Mühlethal: «Wir sind nicht so gerne gesehen»

 | Bild: schwe

Das Weihnachtsessen hat auch heute noch einen hohen Stellenwert in den meisten Betrieben. Wir wollten von fünf Betrieben aus der Region wissen, wie sie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Weihnachten feiern.

30.11.2017 15:15, guez, 0 Kommentare

Wenn im Dezember landauf, landab die Firmen und Vereine ihre Weihnachtsanlässe abhalten, bedeutet dies vor allem für eine Branche erfreulichen Stress: für die Gastronomie. Kein Wunder also, finden Wirte und ihr Personal selbst keine Zeit, einen weihnächtlichen Betriebsanlass abzuhalten. «Während diesem Monat können wir keinen Termin für eine eigene Weihnachtsfeier freimachen», erklärt Bernadette Kuhn Orlando, die zusammen mit ihrem Mann Matteo Orlando den beliebten Gasthof Linde im Mühlethal führt. Dennoch ist es ihr wichtig, ihren Mitarbeitern einmal im Jahr ein Dankeschön in Form eines Betriebsessens zu geben. «Das kann durchaus auch im Frühling, Sommer oder Herbst stattfinden, da sind wir flexibel», so die Mühlethaler Gastgeberin. 

Dabei soll es gediegen zu und her gehen – eine Waldhütte kommt für den Anlass nicht in Frage. So begibt sich die Belegschaft des Gasthofs – Kuhn spricht von jeweils 20-24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – einmal jährlich zur Konkurrenz. Konkurrenz? «Wir haben keine Konkurrenz, wir haben nur Mitbewerber», lacht Kuhn. Hauptsächlich werden solche ausgewählt, die sich in der Region Zofingen befinden. «Es wird ja auch immer etwas Alkohol getrunken, da schauen wir schon, dass der Nachhauseweg nicht allzuweit ist.» Nimmt man dennoch einmal eine weitere Reise in Kauf, so organisiert das Wirtepaar einen Bus, damit auf private Autos verzichtet werden kann.

Eine Restaurant-Crew, welche eine andere Restaurant-Crew besucht – kommt das gut? Bernadette Kuhn Orlando lacht: «Natürlich sind wir kritischer eingestellt als andere Gäste.» Da wird die Speisekarte schon mal etwas genauer angeschaut und das Essen skeptischer degustiert. Und kann man jenachdem vom Servicepersonal etwas lernen? «Wir sind nicht so gerne gesehen», übertreibt die Wirtin leicht. Im Wissen, dass die besuchten Lokale doch etwas nervös werden, wenn die «Linde»-Crew sich für ihr «Weihnachtsessen» anmeldet.

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