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Gratis-Verkaufsschulung in Strengelbach

Prince of Denn-Air

Fähnlifrässer

 | Bild: Raphael Nadler

Gehören Sie zum erlauchten Kreis jener, die in der Bäckerei sogar im Samstagmorgen-Stress mit Namen oder gar mit Handschlag begrüsst werden?

14.12.2017 19:00, schwe, 0 Kommentare

Ich gehöre zwar nicht dazu, aber das Brot schmeckt deswegen natürlich nicht schlechter. Dennoch: es ist schon schön, beim Einkaufen willkommen geheissen oder zumindest wahrgenommen zu werden. Mit Eitelkeit hat das nichts zu tun. Eher damit, dass Einkaufen für mich nichts Aufregendes und schon gar nichts Erfreuliches an sich hat. Deshalb bin ich dankbar für jede Art von freundlichem, zwischenmenschlichem Kontakt. Da die Spezies «aufmerksamer, freundlicher Mensch» akut vom Aussterben bedroht ist, gestaltet sich meine Einkaufstour am Freitagnachmittag zunehmend schwieriger. Entsorgen in Zofingen beim Gloor, wo die fröhliche Natalie arbeitet, die begriffsstutzigen Männern so herrlich die Leviten lesen kann. Dann Zigis holen «beim Griechen» am oberen Stadteingang, der immer ein trockenes Spässchen auf Lager hat. Weiter in den Strengelbacher Coop. Da arbeitet die fröhlichste und frechste Kassiererin weit und breit, die den wartenden Leuten an der Kasse zum Beispiel erklärt, der Speck um die Hüften hiesse korrekterweise «Kuschelfleisch». Das Beste spare ich mir zum Schluss auf: Der Strengelbacher Denner. Kein Ort, der Designpreise für Ladengestaltung abholen würde. Die hat dieser Denner Satellit auch nicht nötig, er gewinnt in viel wichtigeren Kategorien: Herzlichkeit und Service. Der Herr, der den Laden führt – wenn ich mich recht entsinne, ist er Kroate – ist der perfekte Händler. Er freut sich glaub echt, mich zu sehen und mir geht es gleich. Er freut sich, wenn er mir mitteilen kann, das Budvar-Bier sei gerade Aktion. Er verlängert auch mal eine Aktion um ein paar Tage, wenn ich sie verpasst habe. Er hilft einpacken. Er hilft beim Raustragen ins Auto. Wir plaudern über Gott und die Welt. Manchmal politisieren wir ein wenig. Oder merken, dass unsere Frauen beide aus derselben Region Spaniens stammen. Ich mag den Mann, der natürlich nicht nur zu mir so freundlich und zuvorkommend ist, sondern zu allen, egal, ob man einen oder fünfhundert Franken ausgibt. Morgen frage ich ihn, wie er heisst.

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