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Lo & Leduc im Stadtsaal Zofingen

Pop-Feuerwerk auf Top-Niveau

Lo LeDuc

Bei Lo & Leduc gibt es kaum Entspannung – meist ist Action angesagt. GUEZ  | Bild: guez

Lo & Leduc sind Garanten für eine intensive Show – im Stadtsaal haben sie es einmal mehr bewiesen.

06.11.2017 10:01, Guez, 0 Kommentare

Aber hoppla! Der Abend beginnt schon mal äusserst überraschend. Der Zürcher Rapper Skor, den Lo & Leduc als Support eingeladen haben, hat seine grosse Lebenskrise überwunden. Nach seiner penetranten «Fuck you»-Attitüde ist er in einer gemässigten «Ach, ihr könnt mich doch mal»-Phase angekommen. Statt Bier, wie vor drei Jahren mittags auf dem «Heitere», ist an diesem Abend Wasser angesagt. Er flucht nicht mehr gnadenlos gegen die Welt, er versucht, sie zu verstehen und zu analysieren. Die Phlegmatik ist einem Optimismus gewichen – natürlich stets auf Skors Niveau. So macht es viel mehr Spass, dem Herrn zuzuhören und zuzuschauen, wenn auch seine Songs natürlich niemals das kommerzielle Etwas haben wie jene des Hauptacts. Das Publikum geht nur marginal ab, «Zugabe»-Rufe entfallen ganz. Schade, Skor hat mit seinem Auftritt klar mehr Enthusiasmus verdient.

Dieser folgt dann natürlich doch noch: Lo & Leduc kommen, unterhalten und siegen. Wenn Lorenz Häberli (Lo) und Luc Oggier (Leduc) auf der Bühne stehen, wird es zu keinem Zeitpunkt der insgesamt 100 Minuten Konzert langweilig. Da gesellt sich Reggae zu Bossa Nova, trifft Salsa auf Pop, rifft es aus der Gitarre während das Bläserensemble abpustet. Lo & Leduc sind zurzeit weit oben am nationalen PopHipHop-Sternenhimmel anzusiedeln – dass sie es sich verdient haben, zeigen sie mit ihrem Auftritt im Stadtsaal.

Sie graben im Archiv
Klar, an Hits fehlt es ihnen nicht: «Mis Huus dis Huus», «Ingwer & ewig», «Blaui Peperoni», «All die Büecher» und natürlich das bereits leicht abgelutschte «Jung verdammt» sind Garanten für eine ausgelassene Party. Aber das Duo geht in der Zeit auch zurück, zu jener Zeit des «Update»-Alben-Zyklus. «Fasch en Jugendsönd», witzeln sie – das Publikum sieht und hört es anders. Ebenfalls mit dabei von den Anfangstagen: der Freestyle. Drei Wörter muss das Publikum beisteuern – die beiden machen dann prompt einen Text daraus. Solche ehrenswerte Aktionen geben dem Publikum auch Zeit, sich körperlich zu entspannen. Zumindest was die Aktivität betrifft – Abkühlung erhoffte man sich vergebens, dazu haben die tropischen Verhältnisse im sehr gut gefüllten Stadtsaal bereits zu fest überhandgenommen. Wobei hier sowohl die zwar fantastische, teils aber doch zu aufdringliche Lichtshow wie auch die Nebelmaschine auch ihren Teil dazutaten.

«Mer mache so smoothy Popmusig» - das ist ein Understatement von Lo & Leduc. Popmusik ja: Die Berner Giele haben sich schon lange von ihren tiefen Rapwurzeln verabschiedet, wenn auch immer wieder Ansätze davon zu erkennen sind. Aber smooth? Nein, dafür sind sie doch noch zu wild und unbändig auf der Bühne.

Ausgang | Konzert | Zofingen

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