AgendaKarte
Inhalt
Sortierung
Heitere regiolive.tv radioinside.ch ZT-news
AgendaKarte

Besser gar nie damit beginnen

«Pokémon Go»? Nie im Leben!

Teenager treffen sich zu «Pokemon Go» in Hartselle, Alabama. Doch treffen sie sich wirklich, oder stehen sie bloss da? Crystal Vander/ AP  | Bild: Crystal Vander/AP

Das neue Handyspiel «Pokémon Go» macht gerade die halbe Welt verrückt. Unsere Autorin lässt lieber die Finger davon. Wegen Suchtgefahr.

17.07.2016 14:59, Anna Miller, 0 Kommentare

Spätestens jetzt sind wir alle verrückt geworden. Seit rund einer Woche ist das Game «Pokémon Go» in Amerika auf dem Markt, und kein Stein ist auf dem anderen geblieben. Die Menschen irren wie Verrückte durch die Strassen, ihre Smartphones vor dem Gesicht, und starren auf ihre Bildschirme, um irgendwelche absurden Tiergestalten zu finden und zu fangen. Nicht mehr wie früher in dunklen, muffigen Kellerabteilen und allein, sondern in der Gruppe. Wahrscheinlich essen und trinken sie über Stunden nichts, rufen ihre Mutter nie an und haben kein Sozialleben.

Also im Grunde alles wie immer. Nur dass es jetzt die ganze Gesellschaft ist, die sich anstecken lässt, und nicht ein paar hilflose Nerd-Herzen, denen das Gamen im Blut steckt. In Horden hocken sie nun im Central Park in New York, in Museen, in Stadien, auf Pausenplätzen nebeneinander und zocken sich um den Verstand. In der Schweiz ist das Game noch nicht einmal auf dem Markt, da haben Schweizer Online-Portale dafür schon einen Newsticker eingerichtet. Neuste Meldung vor Beginn des Schreibens dieses Textes: Ein junger Typ ist mit seinem Auto gegen einen Baum gefahren, weil er beim Fahren ein Tierchen einfangen wollte.

Die grosse Angst vor der Sucht
Ich für meinen Teil werde «Pokémon Go» nicht spielen. Niemals. Ich werde mich dem Hype nicht beugen, komme, was wolle. Ich will es gar nicht sehen, geschweige denn herunterladen. Weil ich dem Untergang unserer zivilisierten Gesellschaft lieber von aussen zusehe und darüber noch einen letzten Text schreibe. Und weil da diese Angst vor der Sucht ist.

Wir Gamer wissen, wovon ich spreche. Denn ich bin ein Game-Nerd. Zumindest war ich das einmal. Und so etwas heilt nicht. Das ist lange her, es war in den Neunzigern, diesem dunklen Jahrzehnt, als Kindsein noch Spass machte und wir uns im Wochenrhythmus mit vorsintflutlichen technologischen Neuerungen überboten, daneben aber noch ein ziemlich normales Durchschnittsdasein in der Realität dieser Welt verbrachten, mit Velotouren, Farmer-Stängel, dem Sammeln von Panini-Stickern zum Film «Der König der Lö- wen» und selbst geknüpften Armbändchen. Aber auch mit Tamagotchis, mit dem ersten Nintendo. Ich habe mich durch Nächte, durch Ferien, durch Tage gespielt. Ich habe im Internat unter all den Jungs auf der Sega-Konsole gespielt, «Sonic» natürlich. Ich habe meine ersten Erfahrungen am PC mit «Quake» gemacht und mit Strategie-Spielen wie «Civilisation» und später mit den Sims.

Ich habe mit acht Jahren vor den Sommerferien mit Fabio aus meiner Klasse einen Deal ausgehandelt, dass ich ihm seine Super Nintendo mit zwei Controllern für lächerliche 90 Franken abkaufen kann (ein Vermögen, mit acht!), dazu hat er mir noch diesen fabelhaften Aufsatz geschenkt, mit dem ich meine Gameboy-Games in Farbe auf der Konsole spielen konnte. Ich war für konkrete sechs Wochen Aargauer Sommerferien und gefühlte Jahre eines Kinderlebens im siebten Spieler-Himmel. Ich habe «Super Mario» gespielt, «Donkey Kong» und später «Pokémon».

Ich bin ein Gamer-Kind, ein echtes, ein ursprüngliches. Ich habe meine Wurzeln im «Tetris». Das war lange bevor es irgendwelche 3-D-Animationen und Virtuelle Realität überhaupt gab. Meine virtuelle Realität war die Virtualität. Nichts mit echtem Leben. Sondern das Abtauchen in Märchenwelten.

Ich hätte bei «Pokémon Go» abgesehen davon ja nicht einmal die Zeit, bei heissem Wetter in die Badi zu gehen, weil ich wie ein Zombie von einem Ort zum nächsten laufen muss. Das heutige Gamen ist eben nicht mehr, was es einmal war. Man muss fast schon Sport machen. Mehr Sport als bei «Guitar Hero» auf jeden Fall. Auf dem Rücken liegen und sich den Gameboy mit Paketband in die Handfläche wickeln, damit er ohne Anstrengung in der Hand kleben bleibt, das liegt leider nicht mehr drin. Wie anstrengend diese neue Game-Welt geworden ist.

Bei Nebel und bei Sonne zocken
Ich kann bei «Pokémon Go» daneben auch nur schwer telefonieren oder meine Mails checken, wie ich das bei Sims könnte, wenn die Figuren einnicken oder sich beim Einkaufen unterhalten. Und ich müsste mich, auch schlimm, zusammen mit anderen komplett apathischen Gamer-Soziopathen in wunderschönen, jahrhundertealten Parks dicht gedrängt an einen Brunnen setzen, um das Pokémon-Game zu spielen, und mit all diesen Menschen koexistieren, ohne dass wir uns dabei für den anderen interessieren.

Ob das früher auch so war? Meine Eltern dachten das wahrscheinlich damals schon. Ich für meinen Teil fand das alles ziemlich kollegial.

Als Kind hat man noch Zeit, sein Leben zu verschwenden. Ich weiss nicht, wie die erwachsenen Leute das heutzutage machen, mit dem Gamen und dem Leben, mit dem Zocken und Arbeiten und daneben noch Sex haben, kochen, Kinder bekommen und sterben. Ich würde nur noch zocken, ganze Tage lang, bei Nebel, bei Sonne. Ich würde auf die Pause-Taste meines Lebens drücken und dann nie wieder aus der Unterwelt auftauchen.

Und im Gegensatz zu früher würde mich nichts und niemand daran hindern, mein Leben an den Nagel zu hängen. Strom gibts ja immer, das Internet ist sowieso endlos, und keiner muss mehr unterbrechen, um neue Batterien zu holen.

Digital

Kommentar schreiben

Dein Eintrag wird überprüft und so schnell wie möglich online gestellt.


Zu diesem Artikel gibt es bisher keine Kommentare


Konsolenreview Nintendo Switch Die zentralen Konzepte der Switch sind Mobilität und Wandelbarkeit. Grundsätzlich handelt es sich um ein Gerät, das man am TV anschliesst und damit auf Grossbild in Full-HD Spiele spielt. Ein Versuch pro Tag muss reichen... Amor im Digitalzeitalter Jean Meyer will den Dating-Markt aufmischen. Seine App Once setzt auf Entschleunigung und Nachhaltigkeit. Slowdating kann man das nennen. Schweizer Männer sind davon besonders angetan Wollten Sie sich schon immer einmal selber begegnen? Geburt eines neuen Mediums Was der Film vor über 100 Jahren war, ist Virtual Reality heute: Eine Revolution. Wie Pioniere die Möglichkeiten einer neuen Kunstform ausloten. Eine Million Dollar und drei Jahre später... Obduction Obduction war ein Kickstarter-Projekt und deshalb prädestiniert, seine Unterstützer zu enttäuschen. Jedes von mir unterstützte Crowdfunding-Projekt konnte entweder seine Deadline oder Versprechungen nicht einhalten. Bei Obduction war es sogar beides: Monatelang verschoben und dann ohne versprochene Mac-Version und Oculus Rift. Willkommen auf einem neuen Level der Verblödung Poké-Mongo Etwas ganz, ganz Tolles bewegt die Menschen momentan weltweit. Es handelt sich um ein Spiel, soviel ist mir klar. Mehr aber nicht. Die Zukunft ist digital Es wird Zeit, den Stecker zu ziehen 2018 ist analoges Telefonieren Geschichte – die wichtigsten Antworten zum neuen Standard «All IP». TV ist tot - es lebe die Flatrate Videothek! Alle Arten, heute fern zu sehen Früher war alles einfacher. Es gab nur eine Möglichkeit und die war für alle aus der Umgebung gleich. Heute überschlagen sich die Angebote und keines hat sich wirklich etabliert. Im Moment kann man kaum abschätzen, welches Konzept sich langfristig durchsetzten wird. Eines scheint aber klar: Das alte TV ist tot. Bildet sich der moderne Mensch tatsächlich ein, seine Zeit effizient zu nutzen? Höflichkeit im digitalen Wandel Ist es frech, jemanden mit einem Anruf zu belästigen, wenn eine Whatsapp-Nachricht so viel effizienter wäre? Ein Essay über den Zeitgeiz. Die Digitale Revolution kommt - oder ist sie bereits im Gang? Das Haus weiss, wann ich aufs Häuschen muss Die Digitalisierung kommt — und warum sollte sie ausgerechnet vor dem eigenen Heim Halt machen? Ein Besuch eines ABB-Projekts in Holland zeigt: Wir dürfenuns sogar darauf freuen. Ganz problemlos ist das Ganze trotzdem nicht. Direkt von der Regiomesse Fotobox Galerie Komm direkt bei uns vorbei und mache dein eigenes Foto in der Fotobox!
Neue Artikel werden geladen
Neue Veranstaltung erfassen
19.08.2017 Kunstmarkt Zofingen
Ausstellungen/Messen

09:00 - 18:00 Uhr

Besuchen Sie den 20. Zofinger Kunstmarkt. Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Werke in den Zofinger Alstadtgassen.

Eintritt: Eintritt frei. Herzlich Willkommen!

Website: www.kunstmarkt-zofingen.ch

Lokalität:
Altstadt
Altstadt Zofingen
4800 Zofingen

Veranstalter:
Kunstmarkt Zofingen
Mühlethalstrasse 24
4800 Zofingen
T 062 752 00 00
www.kunstmarkt-zofingen.ch

Sonderausstellung Zofingen
Ausstellungen/Messen

09:00 - 18:00 Uhr

Die Sonderausstellung zum 20. Kunstmarkt ist in der Galerie Pitsch Geissbühler. Treue Künstler des Kunstmarktes sowie bekannte Künstler der Region zeigen ihre Werke.

Eintritt: Eintritt frei. Herzlich Willkommen!

Website: www.galerie-rahmenatelier.ch

Lokalität:
Galerie Rahmenatelier Pitsch Geissbühler
Bärengasse 6
4800 Zofingen

Veranstalter:
Galerie Rahmenatelier Pitsch Geissbühler
Bärengasse 6
4800 Zofingen
T 062 752 00 00
www.galerie-rahmenatelier.ch

Tage der offenen Tür Glashütten
Anderes

09:00 - 17:00 Uhr «Tage der offenen Tür»

Bonsai-Begeisterung auf dem Bauernhof Bonsai-Ausstellung

Kontakt:
Kusi Schweizer

Eintritt: kostenlos

Website: www.bonsaimacher.ch

Lokalität:
Schweizer
Grubenstrasse 2, Balzenwil
4856 Glashütten
www.bonsaimacher.ch
schweba@gmx.ch

Veranstalter:
Kusi Schweizer
Grubenstrasse 2, Balzenwil
4856 Glashütten

www.bonsaimacher.ch

Fest im Falkenhof Aarburg
Partys/Feste

10:00 - 17:00 Uhr «Fest im Falkenhof»

Das Seniorenzentrum Falkenhof feiert ein Fest für Jung und Alt mit einem vielfältigen Angebot. Sie sind herzlich willkommen.

Kontakt:
www.falkenhof.ch

Eintritt: frei

Website: www.falkenhof.ch

Lokalität:
Alters- und Pflegeheim Falkenhof
Frohburgstr. 69
4663 Aarburg

Veranstalter:
Alters- und Pflegeheim Falkenhof
Frohburgstrasse 69
4663 Aarburg
T 062 787 11 11
www.falkenhof.ch

Essenzen - Apéro mit Rosa Lorenzo Eppenberg
Ausstellungen/Messen

13:30 - 17:00 Uhr «Kunstausstellung Rosa Lor»

Die Essenz der vier Elemente – Feuer, Wasser, Erde und Luft – in Bitumen Mischtechnik extrahiert in den Licht durchfluteten Räumlichkeiten der Vinothek „Vinamici“ präsentiert.

Kontakt:
Rosa Lorenzo - Mobile 079 227 62 08

Eintritt: freier Eintritt

Website: www.morfeo-art.com

Lokalität:
Vinamici
Gösgerstrasse 13
5012 Eppenberg
www.vinamici.ch
steiner.andre@vinamici.ch

Veranstalter:
Morfeo-Art / Rosa Lorenzo
Im Römerquartier 2
4800 Zofingen

www.morfeo-art.com
morfeo@morfeo-art.com

Brocki Zofingen Zofingen
Anderes

14:00 - 16:00 Uhr

Verkauf von Geschirr, Kleidern, Büchern und vielem mehr.

Kontakt:
Kost Laura laura.kost@swissonline.ch

Lokalität:
Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins
Obere Promenade 11
4800 Zofingen

Veranstalter:
Gemeinnütziger Frauenverein

4800 Zofingen

Gruebe-Brocki Brittnau
Anderes

10:00 - 11:30 Uhr
14:00 - 16:30 Uhr

Brocki des Gemeinnützigen Frauenvereins

Lokalität:
Multisammelstelle
Feld
4805 Brittnau

Veranstalter:
Gemeinnütziger Frauenverein Brittnau

4805 Brittnau

Märchenstadt Zofingen Zofingen
Theater/Varieté

15:00 - 15:45 Uhr «Märchenstadt Zofingen»

Märchen für Kinder und Erwachsene werden frei erzählt in verschiedenen "Piazza"-Läden.

Kontakt:
079 652 16 54

Eintritt: Kollekte

Website: www.piazza-zofingen.ch und www.märchenspinnereien.ch und Th. Wüthrich, Märlisuppe, Lenzburg

Lokalität:
Piazza-Studio
Vordere Hauptgasse 43
4800 Zofingen
www.piazza-zofingen.ch
altstadt@piazza-zofingen.ch

Veranstalter:
PIAZZA - pro innovative aktivitäten zur zofinger altstadt
Postfach 1024
4800 Zofingen
T 079 102 69 33
www.piazza-zofingen.ch

neoscope 17: Vernissage Zofingen
Ausstellungen/Messen

17:00 - 18:30 Uhr «Vernissage»

Mit neoscope startet eine dreiteilige Ausstellungsreihe im Kunsthaus Zofingen und endet 2019. Es werden junge Kunstschaffende eingeladen, sich mit dem Thema zofiscope 74 auseinanderzusetzen.

Kontakt:
info@kunsthauszofingen.ch

Eintritt: frei / Kollekte

Website: www.kunsthauszofingen.ch

Lokalität:
Kunsthaus Zofingen
General Guisan-Strasse 12
4800 Zofingen

Veranstalter:
Kunsthaus Zofingen
General Guisan-Strasse 12
4800 Zofingen
T 062 751 48 29
www.kunsthauszofingen.ch

Whisky & Cigares Oberkirch LU
Anderes

18:00 - 21:00 Uhr «Whisky & Cigares»

Degustation von Whisky und Zigarren.

Eintritt: 60.- pro Person

Website: http://www.baulueuet.ch/

Lokalität:
Baulüüt
Leidenbergstrasse
6208 Oberkirch LU

Veranstalter:
Baulüüt
Leidenbergstrasse
6208 Oberkirch LU