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Faulheit ist nicht der einzige Grund, der mich daran hindert...

Nein, ich pilzle nicht!

 | Bild: schwe

Ich kann nicht jassen, war nie im Militär, wandere nicht, spiele kein Schach, bin nicht im Turnverein, habe keinen Führerschein, war noch nie in meinem Leben jagen, kenne das Fischen nur vom Hörensagen und – was gerade jetzt im Herbst ein wirkliches gesellschaftliches Manko sein kann – ich pilzle nicht. Ehrlich gesagt bin ich mir ziemlich sicher, dass ich nie pilzlen werde. Ein Rechtfertigungsversuch.

26.03.2011 11:04, schwe, 0 Kommentare

Pilze waren bei uns zu Hause etwa so beliebt wie Schimmel auf dem Brot. Der Grund dafür dürfte in der einzigen, frühkindlichen Begegnung meiner Mutter mit dem Speisepilz liegen. Die Geschichte dreht sich im Wesentlichen um die drei Begriffe «Pilz», «Gift» und «Magen auspumpen». Jedenfalls prägte dieses Erlebnis das Verhältnis meiner Mutter Pilzen gegenüber entscheidend, was mir eine weitgehend pilzlose Jugend bescherte. Ich empfand die Abwesenheit von Pilzen auf unserem Speiseplan übrigens keineswegs als Verlust, falls jemand nun Mitleid verspüren sollte. 

Gestört viele Arten 
Im Biounterricht in der Oberstufe lernten wir dann lässiges Zeug über Pilze, zum Beispiel, dass sie Destruenten genannt werden, weil sie totes, organisches Material wie Exkremente und dahingeschiedene Tiere zersetzen und dass es wirklich gestört viele Arten davon gibt. Das tönte zwar cool und faszinierte mich auch auf Anhieb, half aber insofern wenig, als dass ich den Pilz deswegen nicht spontaner mit Lebensmitteln in Verbindung brachte als vorher. 

Die Schulmedizinische Untersuchung beim Eintritt in die Oberstufe war ein Horror. Husten Sie mal, wenn ein bald Siebzigjähriger ihre Samenproduktionsanlage in der Hand hält! Und das war nicht mal das Schlimmste. Das hartnäckige Gerücht, das sich in der Woche nach der Untersuchung in der Klasse ausbreitete, Pilze könnten durchaus auch auf Menschen gedeihen, und zwar an weit unangenehmeren Orten als den Füssen, versetzte mich in ein Gefühl, das zwischen Ekel und Faszination oszillierte. Was das Gerücht, das sich bald als Wahrheit herausstellte, auf keinen Fall tat, war meinen Appetit auf Pilze anzuregen. 

Pilzsorten kennt man einfach! 
Pilze können giftig sein, was besonders bei jenen Exemplaren bedeutungsvoll ist, die man fälschlicherweise für Speisepilze hält. Genau aus diesem Grund gibt es Pilzkontrolleure. Echte Pilzler, und zu denen würde ich natürlich gehören wollen, pfeifen selbstverständlich auf den Kontrolleur. Kontrolleur? Pilzsorten kennt man einfach! Bei mir könnte dieses Verhalten ernste Folgen haben - die Pilzwelt ist mir ja, wie bereits deutlich geworden sein dürfte, nicht sonderlich vertraut. 

Pilz- und Jagdsaison überschneiden sich zeitlich. Nachdem ich bereits vor Jahren beim Spazieren auf einem Waldweg in einen Kugelhagel geraten und darauf – was noch verstörender war – den bereits ergrauten «Jägern» beim ordentlich Zielwassersaufen vor einer Waldhütte begegnet war, käme es mir niemals in den Sinn, in womöglich brauner Kleidung auf der Suche nach Pilzen durchs Unterholz zu kriechen. Punkto Selbstgefährdung könnten solche Aktionen eventuell noch bedenklicher als das Verspeisen einer selbstgesammelten, unkontrollierten Pilzmischung sein. 

Ich könnte stundenlang Gründe gegen das Pilzlen und das Verspeisen des Gepilzelten aufzählen, zum Beispiel das blödsinnig frühe Aufstehen, das ich mit dem Pilzlen assoziiere. Oder der Umstand, dass ich keine Kühltruhe habe um die Pilze, von denen ich sicher masslose Mengen sammeln würde, zu lagern. Ich könnte auch sagen, dass es dem Wald bestimmt recht ist, wenn wenigstens ich nicht pilzle. Und überhaupt: Ich pilzle einfach nicht! Na und? 

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