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«bandXaargau»

Nachhaltige Förderung statt eiserner Wettbewerb

Future Relic überzeugten am diesjährigen «bandXaargau» die Jury und holten sich den ersten Platz beim kantonalen Musikwettbewerb.

Future Relic  | Bild: Thomas Gerstendörfer

Das Nachwuchsband-Festival bandXaargau feiert sein 10-jähriges Bestehen – morgen Samstag findet im KiFF in Aarau der Final statt.

05.05.2017 10:06, Corina Gall/AZ, 0 Kommentare

Von ursprünglichen 18 Bands verbleiben noch 7, die sich an den Vorausscheidungen in Baden, Aarau und Zofingen durchsetzen konnten. Die Spannung steigt, es winkt die grosse Chance, in diesem Sommer an einem Schweizer Festival spielen zu können. Die Rede ist vom bandXaargau, dem Aargauer Band-Contest, der dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert. Doch Cyrill Sutter, Projektleiter des Events, mag nicht von einem Contest reden: «Der Contest am Ende soll mehr ein Ansporn sein, das Wettbewerbs-Element hinter dem Anlass ist etwas in den Hintergrund gerückt. Die Bands können wertvolle Bühnenerfahrung sammeln», so der Badener.

Zehn Jahre Nachwuchs-Band-Festival haben stolze Zahlen hervorgebracht: 259 Aargauer Bands sind auf den Bühnen der 45 Veranstaltungen, wenn man die Vorausscheidungen dazuzählt, aufgetreten. Über 12000 Zuschauer haben sie angelockt. Sutter kennt das Projekt seit dessen Anfängen: Er ist selbst Mitglied bei Insane Betty, einer der ersten teilnehmenden Bands. Als Organisator ist er seit zwei Jahren dabei.

Offen auch für Solothurner Bands

Am bandXaargau konnten sich neu dieses Jahr nebst Aargauer auch Solothurner Bands bewerben. Die einzige Hürde: Das Durchschnittsalter darf nicht über 23 Jahre sein. Der Anlass zieht in erster Linie darauf ab, Nachwuchs-Bands eine Plattform zu bieten, auf welcher sie Bühnenerfahrung und wertvolle Tipps von Experten mit nach Hause nehmen können. Das bandXaargau ist ein Förderungsprojekt. Es gibt Bands, die an den Vorausscheidungen, die im März und April stattfanden, zum ersten Mal auf einer Bühne standen. Als Starthilfe konnten die Bands im Voraus einen Workshop besuchen, wo ein Experte ihnen wertvolle Tipps auf den Weg gab. Dahinter steckt noch eine andere Absicht: Die Bands lernen sich kennen, können ein Netzwerk aufbauen und auch voneinander lernen.

Für den Final am Samstag haben sich sechs Bands qualifiziert, die aus den unterschiedlichsten Musik-Genres kommen. Von Pop-Punkrock, Alternative Metal bis Hip-Hop ist alles vertreten. Die beste Schulband unter der Leitung eines Musiklehrers steht bereits fest und wird den Abend eröffnen. Auch wenn die Erfahrung für die Bands oberstes Credo ist, gibt es am Finalabend für alle Bands etwas zu gewinnen. «Ich habe sechs Festivals eingeladen, die sich eine Band aussuchen können, die bei ihnen auftreten wird. Wir erhoffen uns, dass jede Band mit einem Open-Air-Auftritt nach Hause geht.»

Studiotage, Clubtour und Radio

Zusätzlich besucht ein Band-Coach nach dem Final die Jugendlichen aller sechs Finalisten in ihren Proberäumen und gibt ihnen wertvolle Tipps für die Zukunft. Dem Sieger des Abends winken zusätzlich zwei Studiotage für die Aufnahme eines Songs, eine Clubtour durch den Aargau und zwei Stunden Live auf dem Radiosender Kanal K.

Für Cyrill Sutter ist die Nachhaltigkeit des Anlasses ein entscheidender Punkt. «Ziel ist es unter anderem, den Anlass stetig weiter Richtung Band-Förderung zu bewegen. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Bands auch ein Jahr später wieder teilnehmen können», sagt Sutter. Somit könnten sie die Tipps der Fachjury umsetzen und ihr Netzwerk weiter aufbauen.

Um das Jubiläum gebührend zu feiern, findet heute Freitag im KiFF-Foyer in Aarau ein Konzertabend mit ehemaligen Siegern statt, unter anderem die Badener Band Who’s Panda, die 2010 gewann und heute mit ihrer Musik in ganz Europa erfolgreich unterwegs ist. Des Weiteren spielen die Sieger von 2012, Bell Baronets, 2015, Future Relic und 2016, Weekend Warrior. Ein attraktiver Konzertabend, der auf den grossen Final vom Samstag einstimmt.

 

Ausgang | Konzert | Musik

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