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Fähnlifrässer

Liebe Frau Yangüela

Fähnlifrässer

 | Bild: Raphael Nadler

Eigentlich bin ich eher der Pentagram- als der Instagram-Typ, aber nachdem ich zum wiederholten Mal von Ihrer Erfolgsgeschichte gelesen hatte, musste ich herausfinden, wer Sie sind.

28.09.2017 08:59, schwe, 1 Kommentare

Zu diesem Zweck habe ich mich seit gestern unter Ihre beinahe anderthalb Millionen Follower begeben und kann bereits jetzt festhalten: ich bin begeistert! Statistik hab ich zwar keine geführt, aber rein gefühlsmässig stehen auf den Bildern, die Sie posten, Ihr Gesicht und Ihr Hinterteil ungefähr gleich oft im Fokus. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber ich sehe kaum einen Unterschied zwischen Ihrem Gesicht und Ihrem Hintern: beide sind wohlgeformt, saumässig braun und so etwas von straff, dass man richtig Lust kriegt, Ihrer Assistentin den Photoshop auf unbestimmte Zeit zu sperren. Selber werden Sie ja kaum Zeit haben, die Flut an Bildern  zu bearbeiten, die von Ihnen gemacht werden. Schliesslich jetten Sie ja rund um den Globus, immer der Sonne, den wirklich Berühmten, den Drinks und den Traumstränden hinterher, die als wechselnde Hintergründe für das ewiggleiche Sujet auf Ihrem Instragram-Profil – Sie selber – fungieren. Natürlich ist es ein Knochenjob, sich als «Influencerin» unter all der Konkurrenz mit ebenso runden und braunen Ärschen und Gesichtern, die unter sauteuren Kosmetik-Produkten zu Grabe getragen wurden, zu behaupten. Die Ärsche wollen schliesslich in Form gehalten werden, und das tun Sie ja fast täglich, wie man in den Videos auf Ihrem Profil sehen kann. Offensichtlich verbringen Sie auch sehr viel Zeit damit, sich von einer Makeup-Artistin in das verwandeln zu lassen, was Sie gerne wären.

Ich hab es leider nicht geschafft, all Ihre 1245 Beiträge zu sichten, denn mit der Zeit befiel mich eine gewisse Langeweile und noch schlimmer: Ich verspürte etwas Mitleid mit Ihnen. Da, wo Sie «arbeiten», könnte man nämlich auch Urlaub machen, also nichts tun. Entspannen. Ungeschminkt und ungekämmt den ganzen Tag rumhängen. Zwischen den Aperos könnte man sogar etwas Feines essen, ohne danach einen dreistündigen «Booty-Workout» anhängen zu müssen. Die Sache hat nur einen Haken: Um da, wo Sie arbeiten, entspannen zu können, müssten Sie da, wo Sie entspannen, arbeiten, und das wäre in Ihrem Fall Zürich. Und Sie müssten damit leben können, dass Sie bei der Arbeit statt «Wooow», «This is cool!», «Awesome» und «omg sooo lovely» auch mal Kommentare zu hören kriegen wie  «Patrizia, was ist denn mit deiner Oberlippe passiert?».

Besuchen Sie Frau Yangüela!

Fähnlifrässer | Magazin

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Kommentare (1)

Bruwsky | am 28.09.2017 um 19:20 Uhr
Hab mich fast eingepisst, danke für diesen!!!


Fähnlifresser Leben ohne Identität Die Geschichte geht so: Als ich realisierte, dass meine ID abgelaufen war, waren meine Frau und ich mit dem Auto auf dem Weg nach Frankreich und kurz vor dem Zoll in Basel. Café Röckli Weihnachtliche Erlebnisse Ich liege im Bett und die Decke liegt schwer auf meinem Körper. Die Dunkelheit und der Winter machen mich müde. Also schlafe ich ein. Tief und fest. Denn morgen ist ein grosser Tag. Das Weihnachts-ABC Für alle, die beim grossen Schlemmen nicht wissen, worüber sie reden sollen: Weihnachtliche Traditionen, Bräuche und unnützes Wissen aus aller Welt. Der Tiefbohrbär in Rothrist schreibt Geschichte Von der Vision zum Erfolg Die Firma Tiefbohrbär in Rothrist ist einzigartig – und zwar nicht nur Schweizweit. Weltweit geniesst die Firma einen exzellenten Ruf und ist marktführend im Bereich Tiefbohren. Ein langer Weg liegt hinter dem Firmengründer Markus Bär und seiner Frau Carmen. Wir verlosen zwei Übernachtungen im Doppelzimmer inclusive Vollpension Die Spuren führen ins Posthotel Achenkirch «Ausgelitten, ausgerungen, viel gereist und viel gesungen» – so die Inschrift am Grabstein von Ludwig Rainer (1821 - 1893) auf dem Friedhof in Achenkirch, wo der Zillertaler seine letzte Ruhestätte fand. Ein Weihnachtslied ohne Verfallsdatum 200 Jahre «Stille Nacht! Heilige Nacht!» Es ist wahrscheinlich das berühmteste Weihnachtslied und vielleicht sogar die Melodie mit dem höchsten Wiedererkennungswert überhaupt. «Stille Nacht! Heilige Nacht». Vor 200 Jahren erstmals vorgetragen im salzburgischen Oberndorf durch Franz Xaver Gruber, den Komponisten der Melodie, und Josef Mohr, von dem der Text stammt. Es war der 24. Dezember 1818. Seit jener heiligen Nacht ging das Friedenslied um die Welt. Eingekehrt Bonsi Wein & Delikatessen, Zofingen Quasi im «Vorraum» des ehemaligen Modegeschäftes Müller an der vorderen Hauptgasse wurde kürzlich ein stilvolles Delikatessengeschäft eröffnet, in dem man auch essen kann. Genau das haben wir auch gemacht. Mein Freundebuch Rita Hiltbrunner Rita Hiltbrunner ist Präsidentin der Happy Singers Fulenbach. Diese bestreiten zusammen mit der HMG Fulenbach am 9. Dezember 2018, um 16 Uhr ein Adventskonzert in der Kath. Kirche. Kochen mit André Häfliger - MIT VIDEO Weihnachtsgeflügel all inclusive! Ein ausgeklügeltes Dinner aus dem Backofen: Dieses Ruchbrot, gefüllt mit Fleisch, Käse, Rotkraut und feinen Kräutern offenbart nach dem Anschnitt eine köstliche Geschmackskombination. Von «Jingle Bells» bis «Zimetstern» Mein Lieblingsweihnachtslied «Stille Nacht, heilige Nacht!» wird dieses Jahr 200 Jahre alt und erfreut sich noch immer grosser Beliebtheit. Was aber ist Ihr Lieblingsweihnachtslied? Am diesjährigen Zukunftstag war ein Nachwuchsreporter-Team unterwegs, um dieser Frage nachzugehen. Dabei liessen sie sich die Lieder gleich vorsingen.
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