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Café Röckli

Lasst sie doch!

Illustration: Frau mit Kaffeetasse in der Hand und Laptop auf dem Tisch - Kolumnenbild Café Röckli

 | Bild: shutterstock

Es gibt Frauen, die sind von Beruf Ehefrau eines Stars. Ihre Aufgaben beschränken sich darauf, teure Kleider zu kaufen und sich über unscharfe Paparazzi-Bilder zu ärgern. Klingt stutenbissig, so ist es aber nicht gemeint.

06.04.2017 08:00, Leandra Jordi, 0 Kommentare

Eigentlich möchten wir doch alle nicht aufs Geld schauen müssen. Dann gibt es Frauen wie Amal Alamuddin, die sich als Juristin unter anderem für Menschenrechte stark macht. Keine Protagonistin für die Klatschspalte. Seit Amal zum Nachnamen Clooney heisst und manchmal an der Seite von George über einen roten Teppich läuft, hat sich das geändert. Nicht, dass die Medien jetzt über ihr Engagement berichten würden. Nein, man (konkret das Mittagsmagazin eines deutschen Privatsenders mit zu viel Marktanteil) stellt sich die Frage, ob es vereinbar sei, sich für Menschenrechte einzusetzen - aber gleichzeitig sooo teure Kleider zu tragen, wie das Amal tut. Da spricht sie vor den Vereinten Nationen und es geht nur darum, dass ihr Umstandskleid von Bottega Veneta 3670 Franken gekostet hat. Und online steht: «Böse Zungen könnten jetzt sagen, dass sie doch eigentlich für ihre politische Mission anerkannt werden möchte und nicht als Modepüppchen gesehen werden will. Warum trägt sie dann sogar bei ihrer Arbeit Klamotten im Wert von knapp 3.500 Euro?» Ja, warum? Weil sie doch tamisiechnochmal anziehen kann, was immer sie mag. Weil es völlig ok ist, sich für andere einzusetzen und gleichzeitig das eigene Leben zu geniessen.

Von solchem Genöle kann auch Bono Vox ein Liedchen singen. Dass der U2-Frontmann seine Bekanntheit nutzt, um sich für soziale Zwecke einzusetzen, sorgt oft für mehr Kritik als Anerkennung. Klar, man kann darüber diskutieren ob es zusammen passt, Schuldenerlass für die dritte Welt zu fordern und selber nach steuerlichen Schlupflöchern zu suchen. Aber wer ohne Widersprüche ist, werfe den ersten Stein. Warum nicht einfach mal das Positive anerkennen, statt immer das Haar in der Suppe zu suchen? Bono ist ein reicher Rockstar, der gerne für seine philanthropischen Aktionen gefeiert wird. Er hat quasi alles und möchte dann auch noch Lob dafür, dass er ein gutes Herz hat. Das ist zu viel. Da wird die Keule ausgepackt und verächtlich «Weltverbesserer» geschnaubt. Dabei - und jetzt mal ohne Unterton - sollten wir uns doch alle bemühen, die Welt zu verbessern. Ein Anfang könnte sein, die Idealisten nicht mehr dafür zu verdammen, dass sie noch daran glauben, dass es auch anders geht. Oder selber etwas bewegen. Und brezeln Sie sich ruhig auf dazu oder lassen Sie sich dafür feiern. Das ist viel besser als nichts tun und motzen.

Cafe Röckli | Magazin | Pink

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