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Falls Sie ans WEF gehen wollten und da etwas trinken...

Es schmerzt hinten rechts!

Laurent Perrier

Ein Preisvergleich zeigt: Die Rechnung für SnacksundDrinks in Bars der 5-Stern-Hotels verursachen Schluckauf.

18.01.2017 13:29, Roman Seiler/AZ, 0 Kommentare

Montagabend, 23 Uhr, im Steigenberger Grandhotel Belvédère in Davos: An der Bar nippen der Verwaltungsratspräsident des Industriekonzerns ABB, Peter Voser, und die Konzernchefs des Handelshauses DKSH und der Deutschen Bank, Jörg Wolle und John Cryan, an Cüpli. Gratis ist das nicht mehr. Es gibt erstmals seit langem keinen Sponsor mehr, der die Drinks am beliebten WEF-Treff finanziert. Nun ist ein Absacker ein richtiger Luxus: Ein Glas Laurent Perrier brut kostet Fr. 28.50! Damit ist das «Belvédère» das 5-SternHotel mit dem höchsten Preis für ein Cüpli. Im «Seehof» und im «Intercontinental» ist ein Glas Champagner für 22 respektive 21 Franken zu haben. Dies ergab ein Preisvergleich der «Nordwestschweiz». Zum Vergleich: Im Detailhandel erhält man eine ganze Flasche zum Normalpreis von rund 40 Franken.

Die Konsumationspreise dürften bei den Organisatoren des WEF wieder Anlass zu Kritik geben. Sie stören sich seit langem über teilweise überrissene Preise für Kost und Logis. Es gibt zwar eine Vereinbarung, während des WEF für Essen und Getränke nicht mehr als 20 Prozent mehr zu verlangen als in der Höchstsaison. Nur hält sich «Belvé- dère»-Direktor Thomas Kleber wegen seiner Kostenstruktur nicht daran (siehe Interview in der gestrigen «Nordwestschweiz»). Im «Seehof» ist zu hören, die Barpreise würden um 10 Prozent angehoben. Amüsant ist, dass sich ein Angestellter am Dienstagmorgen verplappert, weil er erst 5 Franken für einen Espresso verlangt. Dann entschuldigt er sich und zieht sieben Franken ein. So viel zahlt man dafür auch im «Intercontinental». Dort gibt das Personal keine Auskünfte dar- über, ob die aktuellen Preise nur während des WEF gültig sind oder nicht.

Vergoldete Burgers
Am teuersten ist das «Belvédère» auch beim Espresso (Fr. 8.50) und beim Mineralwasser (Fr. 9.90 für 0,33 dl). Im «Seehof» sind es 9 Franken, im «Interconti» Fr. 9.50 – allerdings für 4 dl. Dafür erhält man im «Belvédère» ein Glas Weiswein günstiger als bei der Konkurrenz. Dafür zahlen «Davos Men» an den drei Bars zwischenFr. 10.50 und 14 Franken. Das «Intercontinental» kassiert für einen Rémy Martin mit 36 Franken fast doppelt so viel wie der «Seehof» für den teuersten Cognac. Leer schlucken dürfte der eine oder andere Gast auch, wenn er die Rechnung für einen Snack erhält. Im «Belvédère» gibts eine Portion Pommes frites für 19 Franken. Das Club-Sandwich ist mit 48 Franken noch sechs Franken exklusiver als in den beiden anderen Bars. Und auch der Preis für einen Burger liegt mit 49 Franken deutlich über denjenigen der Konkurrenz. Dafür verlangt der «Seehof» 42, das «Interconti» 40 Franken. Wer über kein grosszügiges Spesenkonto verfügt, sollte um diese Hotelbars und -Lounges also einen grossen Umweg machen.

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