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In Zofingen entsteht ein Haus in biologischer Bauweise - im Einklang mit Feng Shui und Astrologie

Acht Ecken werden zur natürlichen Wohlfühloase

Feng Shui Haus

Anfang nächsten Jahres soll das Haus bezugsfertig sein. Diese Visualisierung zeigt die eigene Wasserversorgung mittels Schwimmteich und Sumpfpflanzen auf. 80
Prozent des Hauses bestehen aus kompostierbaren Materialien.
 | Bild: zVg

Franziska Jud baut ihr Eigenheim auf ungewöhnliche Weise und will mit gutem Beispiel vorangehen.

Franziska Jud

Franziska Jud  | Bild: Regina Lüthi

16.09.2016 08:00, Regina Lüthi, 0 Kommentare

Gedankenverloren sitzt Franziska Jud in der Wiese und zupft Grasbüschel aus, während Pudel Adam herumtollt. Für die Zofinger Architektin gibt es nichts Schöneres, als sich auf sich selbst zu konzentrieren und die Natur zu geniessen. «So oft es geht, versuche ich mein Bewusstsein zu stärken, dass jeder ein Teil der Natur ist.» Dieses Denken geht im Alltag oft verloren, erzählt Franziska Jud. «Wenn ich in den Ferien war und nichts zu tun hatte und mich niemand gekannt hat, musste ich erst lernen damit umzugehen. Heute geniesse ich die Tatsache, auch einmal zu sein. Quasi ein Niemand. Denn wir sind alle ein kleiner Teil vom Universum.»

Diese Denkweise, die sich die Zofingerin im Laufe der letzten Jahre angeeignet hat, lässt sie nun auch in ihren Bau des Hauses einfliessen. Für die Realisierung ihrer privaten Räumlichkeiten verwirklicht sie ihre Lebenseinstellung. «Es entsteht ein Ort der Ruhe und der Wahrnehmung.» Franziska Jud baut aber nicht nur einfach ein Haus. Unter Berücksichtigung von Feng Shui, der Astrologie und einer biologischen Bauweise entsteht ein Zuhause, dass im Einklang mit der Natur steht. Der Baubeginn ist für Franziska Jud fast schon wie eine Geburt. Der richtige Tag für den Start der Arbeiten wurde nach der passenden Planetenkonstellation festgelegt. Das Grundstück wurde im Vorfeld auf Wasseradern untersucht und dahingehend, ob der Standort des zukünftigen Eigenheimes der Richtige ist. «Mit dem Bau eines Hauses verhält es sich genauso, wie mit der Geburt bei einem Menschen. Die Konstellation der Planeten ist genauso entscheidend für das spätere Leben, wie das Sternzeichen.»

Doch nicht nur Astrologie und Feng Shui stehen im Vordergrund. Wichtig ist der Architektin vor allem eines – ein Haus zu bauen, dass so mit der Natur verbunden ist, dass es ein Teil des Grossen Ganzen wird. Das Haus selbst wird aus Holz100 gebaut. Vor 20 Jahren wurde diese Bauweise noch belächelt, heute steht diese für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

 

Segmente nach Himmelsrichtungen

Die Ausrichtung des Hauses richtet sich nach der Blume des Lebens gemäss Feng Shui. Dieser Mittelpunkt des Hauses ist gleichzeitig der Mittelpunkt des eigenen Lebens. Ausgehend von diesem Punkt werden die einzelnen Zimmer segmentmässig ausgerichtet. Die einzelnen Segmente richten sich nach Himmelsrichtungen und den Punkten, an denen Schlafen, Kochen, Arbeiten oder Entspannen am besten möglich sind. Um all diese Aspekte berücksichtigen zu können, entstand bei der Planung ein achteckiges Haus. Der Hauseingang wird genau dort sein, wo aktive, wie auch passive Energie beim Betreten mitgenommen werden kann.

In Zusammenarbeit mit einem Atelier für bewusste Raumgestaltung entstehen Orte und Räume, in welchen sich Franziska Jud sich wohlfühlen und worin sie ihr ganzes Potential entwickeln kann. Schlaf hat hierbei oberste Priorität. «Nur wer gut schläft und Energie tanken kann, ist den Tag durch leistungsfähig», erklärt Franziska Jud. Gemeinsam mit dem Atelier entstanden bei der Planung der Räumlichkeiten Kombinationen aus Feng Shui, Astrologie und Energetik. Um die Nähe zur Natur zu perfektionieren, baut die Architektin ein komplett wasserautarkes Haus. Über Regenwasser wird das Haus ganzjährig mit Trinkwasser versorgt. Um die Trinkwasserqualität zu erreichen, entsteht zum einen grosser Teich, zum anderen wird ein Teil des schräg liegenden Hausdaches mit Sumpfpflanzen gestaltet. Durch diese Pflanzen fliesst das Grauwasser des Hauses und wird somit ein erstes Mal gereinigt. Durch eine Rückführung gelangt das Brauchwasser zur Energetisierung wieder in den Teich. Der Kreislauf der Wasserautarkie wird durch die Feinfilteranlage geschlossen. So wie die Wasserautarkie den Kreis der natürlichen Bauweise schliesst, schliesst sich auch für die Architektin der Kreis des grossen Ganzen.

 

Am liebsten Selbstversorger

«Mein Lebenstraum ist, im völligen Einklang mit der Natur zu leben. Es fügt sich immer alles wieder zusammen. Ich bin glücklich, wenn ich im Alltag spüren kann, dass ich ein kleiner Teil des Universums bin. Zu diesem Grossen Ganzen gehören Dankbarkeit und Demut dazu. Wenn alle Menschen das fühlen und leben könnten, dann wäre die Welt ein Ort des Friedens und viel schöner. Die Natur kann ohne den Menschen auskommen, umgekehrt geht das nicht.»  

Ein anderer, extrem wichtiger Aspekt: «Mein Haus kann zu 80 Prozent kompostiert werden, wenn ich einmal nicht mehr bin. Ich will keinen Müll hinterlassen, wenn ich die Erde verlassen muss.»

Die Architektin mit der ungewöhnlichen Denkweise könnte sich sogar vorstellen, als kompletter Selbstversorger zu leben. «Schafe züchten und Nahrung anbauen geht im Alltag im Moment noch nicht. Ich spüre, dass der richtige Zeitpunkt hierfür noch nicht gekommen ist. Durch meinen Beruf habe ich die Möglichkeit, mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Menschen zu motivieren, ihr Leben positiv zu verändern. Das hat Priorität. Und schliesslich habe ich bald mein wasserautarkes Holz100-Haus – das ist doch zumindest schon mal ein Anfang.» 

HIER können Sie den Hausbau via Livestream mitverfolgen und mehr über das Projekt erfahren!

Thema | Wissen | Zofingen

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