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Der regiolive-Grilltest

Es geht um die Wurst

Klein, leicht und günstig sollte er sein, der ideale Open Air Grill. Aber eben auch einigermassen stabil und vor allem natürlich funktionstüchtig.

Grilliput Duo (www.brack.ch)  | Bild: schwe

22.06.2016 18:00, schwe, 0 Kommentare

Man kennt das Problem: man will in der Natur picknicken und dabei grillieren, hat aber keine Lust, einen sperrigen Grill mitzuschleppen und/oder weiss nicht, ob da, wo es schön wäre zum Rasten, eine Feuerstelle mit Grillrost zu finden wäre. Genau für diese Fälle gibt es portable Grills.

Wir haben uns online im riesigen Angebot von Obi, Jumbo, Galaxus und Brack.ch vier ziemlich unterschiedliche Modelle für den Test ausgesucht: bei Obi haben wir den dreibeinigen «CMI Holzkohle Rundgrill» für 19.90 ausgesucht, bei Brack.ch den «Grilliput Duo» Reisegrill für 39 Franken, bei Galaxus.ch den «PGrill 230 Edelstahl» für 59 Franken und im Jumbo einen Barbecue Grilleimer für 19.95.

Grilltest

PGrill 230 Edelstahl (www.galaxus.ch)  | Bild: schwe

Die Montage
Der CMI Holzkohle-Rundgrill muss mittels etlicher  Schrauben zusammengebaut werden. Das ist zwar nicht wahnsinnig kompliziert, aber für unterwegs nicht wirklich ideal. Die drei Beine könnte man zur Not weglassen, was nichts daran ändert, dass der CMI fertig montiert nur bedingt transportierbar ist.

Der Grilliput Duo ist im Grunde kein kompletter Grill, sondern lediglich ein Rost, der in ein dreissig Zentimeter langes Metallrohr passt. Die Idee ist überzeugend, allerdings trübt die Realität die anfängliche Freude rasch: Die Gewinde in den Hauptrohren, in die man die Standbeine schraubt (was in zwei Fällen schlecht geht, weil die Stängelchen des Grills in die Quere kommen), sind nach dem dritten Versuch bereits so ausgeleiert, dass der Grill schief steht und wackelt.

Der Barbecue Grill-Eimer aus dem Jumbo ist so simpel, dass nach der kniffligen Grillrost-Zusammenschrauberei schnell wieder Freude aufkommt. Drei Beine unten in den Kessel gesteckt, Kohleschale in den Einer, Grillrost drauf – fertig! Vielleicht etwas sperrig zum Transport, aber erstens nicht schwer und zweitens kann man den Kessel ja während des Transports zum Beispiel mit dem Grillgut füllen.

Der PGrill 230 von Galaxus ist der teuerste der Testgrills – und das merkt man auch! Der Grill besteht aus drei Teilen plus Grillrost, verpackt in ein praktisches Täschchen, ist in ungefähr 10 Sekunden montiert (man steckt die beiden Seitenwände an die Kohlewanne – that’s it!) und steht bombenfest. Das Material ist deutlich hochwertiger – ganz besonders der Grillrost – als bei den übrigen Grills.

Grilltest

CMI Holzkohle Rundgrill (Obi)  | Bild: schwe

Los geht’s!
Was ein Grill taugt, zeigt sich natürlich erst, wenn eine Cervelat auf dem Rost liegt. Also verteilen wir gleichmässig Holzkohle in die Grills, tränken diese mit reichlich Anzündflüssigkeit und los geht’s. Da beim Grilliput Duo kein Behältnis für die Kohle dabei ist, verwenden wir eine Gratinform aus Aluminium, die wir mit Kohle füllen.

Während die Kohle zu glühen beginnt, zeigen sich bereits erste Unterschiede: Der relativ grosse (und nur auf der einen Hälfte unterstützte) Grillrost des CMI-Grills von Obi beginnt sich in der Hitze bereits zu verformen, beim Grilliput Duo und auf dem Rost des Grilleimers setzt sich eine Menge Russ an, während der verchromte und wesentlich massivere Grillrost des PGrill 230 keinerlei Russspuren aufweist.

Nach knapp einer halben Stunde sind die Grills bereit und nach weiteren 8 Minuten sind die Cervelats fertig. Die grösste Hitze entfaltet sich offensichtlich im PGrill 230, der Grilleimer und der CMI Holzkohle Rundgrill können jedoch einigermassen mithalten. Der Kohlebehälter im Grilleimer dürfte ruhig etwas grösser sein, man hat den Eindruck, dass lediglich im Zentrum des Grillrosts eine genügend grosse Hitze herrscht. Die Aluminiumschale als Kohlebehälter unter dem Grilliput Duo erweist sich als nicht ideal: Die Hitze wird zu wenig zielgerichtet auf den Grillrost geleitet, sodass die Wurst nach 10 Minuten immer noch nicht gar ist. Mit etwas Geduld kommt man aber auch da zu einer schönen Wurst.

Grilltest

Barvecue Grill-Eimer (Jumbo)  | Bild: schwe

Etwas mehr ausgeben lohnt sich
Grundsätzlich sind alle vier Grills brauchbar. Der Test zeigt jedoch, dass es sich auf längere Sicht bestimmt lohnt,  etwas mehr Geld auszugeben. Der PGrill 230 ist jedenfalls der teuerste, aber gleichzeitig der überzeugendste der getesteten Grills: er ist praktisch verpackt in einem Täschchen, besteht aus hochwertigen Materialien (insbesondere der Rost), ist sehr einfach aufzubauen und begeistert in der Praxis mit einer sehr guten Hitzeentwicklung und einem Bilderbuchresultat, was die Cervelat angeht. Perfekt!
Grilliput Duo, der zweiteuerste Grill, überzeugt zwar vom Konzept her, ist super zum Transportieren, enttäuscht aber leider bereits bei der Montage, die relativ kompliziert ist und unbefriedigend endet, weil einige Gewinde den Geist sehr schnell aufgeben und der Grill deshalb am Ende recht wackelig ist. Dass es keinen Kohlebehälter dazu gibt, macht die Sache nicht besser, denn die improvisierte Aluschale gibt die Hitze in alle möglichen Richtungen ab, aber wenig davon auf den Grillrost. Der Teufel liegt leider im Detail!
Der Barbecue-Eimer ist günstig, kinderleicht zum Montieren und erfreulich stabil (Ausnahme: der sehr filigrane Grillrost). Dank der Kesselform wird die Hitze zielgerichtet auf den (ziemlich kleinen) Grillrost geleitet, allerdings dürfte die Kohleschale ruhig etwas grösser sein. Funktioniert prima!
Der CMI Holzkohle-Rundgrill schliesslich ist zwar nicht ideal zum Transportieren und besteht aus wenig hochwertigen Materialien (insbesondere der Grillrost, der sehr instabil ist und sich unter der Hitze verformt), angesichts des niedrigen Preises kann sich das Grillresultat jedoch durchaus sehen lassen. Ideal für den Balkon!

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