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Die Zukunft ist digital

Es wird Zeit, den Stecker zu ziehen

Telefon alt

 | Bild: amazon.de

2018 ist analoges Telefonieren Geschichte – die wichtigsten Antworten zum neuen Standard «All IP».

06.07.2016 15:33, Fabian Hock/AZ, 0 Kommentare

Swisscom rüstet um: Ab 2018 wird nur noch über das Internet telefoniert. Gestern in Zürich verriet der Telekom-Riese, wie es in Sachen Umstellung läuft. Was Nutzer dazu wissen sollten:

1 Warum stellt die Swisscom um?
Die alte Technologie stammt aus Zeiten vor dem Internet. «Die Technik ist in die Jahre gekommen», sagt Beat Döös, der bei der Swisscom für die Umstellung zuständig ist. Was nach trockenem Humor klingt, ist ein echtes Problem: «Uns gehen die Ersatzteile und die Spezialisten aus.» Doch das ist nicht alles, denn gemäss Swisscom profitieren die Nutzer von einer ganzen Reihe neuer Möglichkeiten.

2 Was ist «All IP»?
Das «Internet Protokoll», kurz IP, ist die Technologie, über die wir im Netz Daten verschicken. Über diesen Standard soll bald schon die gesamte Kommunikation laufen – vom Surfen und Nachrichten verschicken im Internet über das Fernsehen bis hin zum guten alten Telefonieren. All IP bedeutet: Alles läuft über das Internet. Die Tage des herkömmlichen Telefonierens, also analog oder über den inzwischen veralteten Standard ISDN, sind nun endgültig gezählt.

3 Was bringt mir die neue Technik?
All IP hat einige Vorteile gegenüber analogen Telefonleitungen: Die Sprachqualität ist besser, bei einem Umzug kann ich meine Nummer einfach mitnehmen. Auf dem Display erscheint der Namenseintrag des Anrufers bei «local.ch». Unerwünschte Anrufer können auf eine Sperrliste gesetzt und abgewiesen werden. Ab Ende dieses Jahres wird es einen «lernfähigen» Spamfilter geben, der etwa bekannte Callcenter gar nicht mehr durchstellt – alles optional und der Nutzer kann hier auch selbst Anpassungen vornehmen. Mit All IP lassen sich auch problemlos im Chalet am Ferienort Anrufe auf die Festnetznummer entgegennehmen – vorausgesetzt natürlich, man will das überhaupt.

4 Gibt es Nachteile?
Kamen die analogen Telefonleitungen noch ohne eigene Stromversorgung aus, ist die All-IP-Telefonie darauf angewiesen. Fällt der Strom oder der Router aus, geht das Telefon nicht mehr. Ferner kann der Anrufer, wenn er denn seine Festnetznummer mit ins Chalet genommen hat, nicht mehr geortet werden. Setzt er von dort einen Notruf ab, muss er der Feuerwehr zwingend mitteilen, wo er gerade ist – sonst rückt diejenige im Heimat- statt am Ferienort aus.

5 Was genau ändert sich für mich?
Neben den neuen Funktionen und dem Umstand, dass All IP Strom benö- tigt, braucht es zwingend einen Router. Der ist bei Kombi-Paketen bereits vorhanden, wer ausschliesslich einen Festnetztelefon- und keinen Internet-Anschluss bei der Swisscom hat, bekommt kostenlos einen Router geliefert, verspricht das Unternehmen. Laut Firmen-Homepage besteht der einzige Unterschied darin, dass das Telefon nun direkt am Router und nicht mehr in der Buchse an der Wand eingestöpselt wird. Das geht mit dem alten Gerät, allerdings nicht mehr mit einem Wählscheiben- oder dem guten alten Wandtelefon. Swisscom empfiehlt «den Wechsel auf ein IP-fähiges Gerät, um vollumfänglich von den Vorteilen der IP-Technologie zu profitieren».

6 Wer ist alles von der Umstellung betroffen?
Ab 2018 werden laut den Plänen der Swisscom alle Kunden die neue Technik nutzen. 1,3 Millionen – und damit etwas mehr als die Hälfte der Kundschaft – telefoniert bereits via All IP. Seit 2014 verkauft Swisscom nur noch Produkte mit dem neuen Standard. Der Rest wird nun ebenfalls umgestellt.

7 Und wenn ich gar kein SwisscomKunde bin?
Seitens Sunrise heisst es auf Anfrage: «Alle unsere Produkte sind heute schon auf der Basis von VoIP und analoge Systeme sind seit rund 2 Jahren nicht mehr im Verkauf.» Zudem seien die meisten Kunden bereits auf der neuen Technologie. Auch der Anbieter Green, der seine Kunden grösstenteils über das Swisscom-Netz versorgt, rüstet um – und auf: Für die neuen Funktionen erhöhe man die Bandbreite der Anschlüsse. Kritik übt Sprecherin Susanne Felice-Tanner am Swisscom-Zeitplan: Dieser sei «sehr sportlich, ja geradezu gedrängt». «Wir hätten uns hier etwas mehr Zeit gewünscht.» Es handle sich «primär um eine Kostenoptimierung bei Swisscom, für den Kunden wä- re der Wechsel nicht dringend».

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