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Flügel braucht es keine, nur Turnschuhe

Einer flog über die Trinermatten

Der schweizweit erste Parkour & Outdoor-Fitness Park auf öffentlichem Grund ist eröffnet. Und er steht in Zofingen!

26.06.2017 19:00, schwe, 1 Kommentare

Patrick Gysins Freude ist nicht zu übersehen, als er anlässlich der Eröffnungsfeier des Parks sichtlich gerührt den vielen Menschen dankt, die massgeblich zur Verwirklichung des Traumes einer öffentlich zugänglichen Trainingsanlage beigetragen haben. «Gysmo», wie Gysin in der Szene genannt wird, darf man getrost als einen «Parkour-Pionier» bezeichnen. Er hat den Sport in der Region bekannt gemacht und mit der Gründung der «Free-Z Parkour & Freerunning GmbH» im Jahr 2010 schon bald auf ein professionelles Niveau gebracht. Free-Z bietet heute Trainings in Zofingen, Zürich und Hochdorf an, kann für TV- und Videoproduktionen gebucht werden, tritt an Firmenanlässen auf und vertreibt eigenes Merchandising.

Kein Spielplatz
Fast sechs Jahre sind seit der ersten Idee einer öffentlichen Parkour-Anlage vergangen. Jahre, in denen viele Hürden zu überwinden waren. Neben der Suche nach einem geeigneten Standort entpuppte sich das Einholen unzähliger Bewilligungen als langwieriges Prozedere. In dieser Phase war man froh um den uneingeschränkten Support der Stadt Zofingen. Am Anfang stand man nämlich, wie sich Bauleiter Patrick Binggeli erinnert, vor einem grundsätzlichen Problem: «Es war nicht mal klar, was das, was wir zu bauen gedachten, in rechtlicher Hinsicht darstellt. Ist es ein Spielplatz? Ein Sportplatz? Nun, schliesslich ist die Anlage offiziell deklariert als ‹Sportgerät›, wodurch etliche Normen, die etwa für Spielplätze gelten, nicht erfüllt werden mussten.»

Ein kleines Wunder
Das Design des Parks übernahm Joel Eggimann, ebenfalls im Free-Z-Kernteam und einer der erfolgreichsten Schweizer Parkour-Athleten. Die Finanzierung des Bauvorhabens dümpelte ein Jahr lang etwas vor sich hin. Vom angestrebten Betrag von 100›000 Franken war man noch weit entfernt, sagt Binggeli: «Ja, es harzte ein wenig, bis Raphael Arn, Leiter der Mobiliar Generalagentur Zofingen, über Umwege von unserem Plan erfuhr und ein kleines Wunder eintrat.» Das «kleine Wunder» bestand in einem Check über 50›000 Franken und löste alle finanziellen Probleme auf einen Streich. Endlich konnte gebaut werden, getestet und optimiert, bis zur Bauabnahme von offizieller Seite, die laut Binggeli «denkbar problemlos» verlief.

Eine fröhliche Familie
An der Eröffnung feiert man den Park als Erfolgsgeschichte unkomplizierter Zusammenarbeit zwischen den Initianten, der Stadt Zofingen und dem Hauptsponsor. Die aus der ganzen Schweiz angereisten Parkour-Athleten sind allerdings nicht gekommen, um launigen Ansprachen zu lauschen, sie wollen den Park so schnell wie möglich testen. Und das tun sie, sobald der letzte Redner das Mikrophon aus der Hand gelegt hat! Jede erdenkliche «Linie» durch die Hindernisse wird ausprobiert, man feuert sich gegenseitig an, applaudiert bei besonders gelungenen Sprüngen. Was für Aussenstehende oft richtig gefährlich aussieht, «ist niemals waghalsig oder kopflos», wie «Gysmo» versichert, «wir wissen, was wir tun. Und natürlich fängt man auch in diesem Sport ganz von vorne an und nicht mit 5 Meter-Sprüngen.»

Gysin selber schont sich an diesem Nachmittag nicht: unermüdlich nimmt der Senior unter den Anwesenden Anlauf und begeistert alle mit Sprungkraft, Furchtlosigkeit und Präzision. Anfänger, die sich am Eröffnungstag bereits an kleine Sprünge in der Anlage wagen, werden von den Cracks nicht belächelt, sondern ermuntert und mit guten Tipps bedacht. Der Umgang, den die jungen Athleten untereinander pflegen, ist auffällig freundschaftlich und respektvoll. Es wird Englisch, Deutsch und Französisch gesprochen. Die Parkour- und Freerunning-Szene ist tatsächlich eine grosse, friedliche und fröhliche Familie. Wer ein Teil davon werden möchte oder dem Spektakel einfach nur zuschauen, begibt sich an einem trockenen Wochenende am besten direkt vor Ort oder konsultiert die Homepage von Free-Z, wo offizielle Trainings vermerkt sind.

Ein Video des Anlasses finden Sie auf YouTube by Compest

Sport | Zofingen

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Kommentare (1)

Caro | am 27.06.2017 um 18:39 Uhr
Grundsätzlich finde ich diese Anlage eine gute Idee und bin auch zufrieden, dass dieses Projekt realisiert wurde.
Was ich weniger toll finde, ist die Tatsache, dass die Realisierung auf Kosten der Skateboarder durchgeführt wurde. Der Dialog, einen Kompromiss zu finden, fand nur am Rande oder sozusagen gar nicht statt. Die Skater, welche seit Jahren in der Trinermatte ihren kleinen Park haben, wurden ohne zu zögern verdrängt. Schade, denn nun ist der Park nicht mehr gut zu befahren. Der Platz ist nun zu klein, dass "vernünftig" eine Line gezogen werden kann. Ich bin sicher, dass man in Zofingen eine Lösung gefunden hätte, dass alle auf ihre Kosten kommen. Doch gegen die organisierten "Parcüürler" hatten die hobbymässigen, leidenschaftlichen Skater nicht den Hauch einer Chance, sich Gehör zu verschaffen.
Trotz allem: ich wünsche allen einen "zfredne" und schönen Sommer.
Gruess Caro


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