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«Magic Moments»

Ein Wandler zwischen den Welten

Michael Leibundgut probt in der Aula des BZZ für seine Auftritte im Kulturlokal Palass.  | Bild: egu

Der in Brittnau aufgewachsene Opernsänger Michael Leibundgut tritt mit der IG Opera im Zofinger Palass auf.

28.10.2016 08:57, egu, 0 Kommentare

Sein Händedruck ist kraftvoll, markant die tiefe, warme Stimme – Michael Leib-undgut steht beim Haupteingang des Bildungszentrums Zofingen (BZZ). «Seit der Matura war ich nie mehr hier», sagt der 46-Jährige. 30 Jahre ist es her, dass der Brittnauer hier ein und aus ging. Seit den Sommerferien zieht es ihn wieder ins BZZ. Diesmal nicht als Schüler, sondern als Opernsänger. Michael Leibundgut, der seit 25 Jahren in Basel lebt, bereitet sich hier mit der Band auf den Auftritt mit der IG Opera Zofingen vor.

«Magic Moments», so klangvoll der Programmname, so wohlklingend und eingängig sind die Kompositionen von Burt Bacharach. Der 88-jährige Amerikaner ist einer der grössten Hitkomponisten. «Für mich einer der grössten des Pops», sagt Michael Leibundgut. Er gesteht, dass er Bacharachs Songs und Hits wie «Raindrops Keep Falling On My Head», «I Say a Little Prayer» und «Walk On By» liebt und immer wieder hört. «Seine Melodien sind bekannt. Burt Bacharach hingegen nicht», sagt Michael Leibundgut. Einen Einblick in das Leben und Werk des Songwriters gibt das Musiktheater «Magic Moments».

Auf die vier Abende freut sich Michael Leibundgut, der sich das Einmann-Stück zusammen mit Regisseur Robert Chionis auf den eigenen Leib geschrieben hat. Das Heimspiel im Zofinger Kulturlokal Palass sorgt bei ihm für einen etwas erhöhten Puls. «Es ist besonders, vor Bekannten aufzutreten.» Lampenfieber gehöre für ihn dazu. «Es ist wie der Zündschlüssel», sagt Leibundgut, der von der Oper Köln über die Birmingham Opera schon auf einigen grossen Bühnen gestanden ist.

Gefragter Opernsänger

Besonders gefeiert wurde Leibundgut mit seinem US-Debüt in der Uraufführung von Enjott Schneiders Zyklus «Robert Schumanns Traumreise» im New Yorker Symphony Space mit dem Glass Farm Ensemble. «Die zeitgenössische Musik fasziniert mich und gehört zu mir», sagt er und meint, «mit dieser Wahl konnte ich auch eine Nische besetzen.» Leibundgut, der in Basel Chorleitung und Schulmusik studiert hat, erzählt, wie hart umkämpft das Musikbusiness in allen Sparten ist.

Schon an der Kantonsschule in Zofingen fiel Leibundguts Musikalität und seine einzigartige Stimme auf. Damals sang er in einer Band, wo er auch Bassgitarre spielte. Anna und Heinz Merz, die den Verein IG Opera gegründet haben und dahinter stehen, kennen Leibundgut aus seiner Zeit als Kantischüler. «Heinz hat mich unterrichtet. Mit den beiden dieses Musiktheater zu realisieren, ist besonders für mich.» Er erzählt, dass Anna Merz (Künstlerische Leitung IG Opera) und Heinz Merz (Präsident) durch seine Facebook-Posts über Bacharach auf ihn aufmerksam wurden.

Eigenes Pop-Album «Hello»

«Eigentlich bin ich eine alte Popnudel», gesteht Leibundgut lachend. Er, der sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Spezialisten für zeitgenössische Musik entwickelt hat. Besonders den Werken von Karlheinz Stockhausen fühlt er sich verbunden. Dass Stockhausens Stücke nur selten aufgeführt werden, liegt an den enormen künstlerischen und technischen Anforderungen, der hochkomplexen Partitur. 29 Stunden lang dauert Stockhausens Opernzyklus «Licht». Jedes der sieben Stücke ist einem Wochentag gewidmet. Singend, spielend und tanzend trat Michael Leibundgut dieses Jahr in «Donnerstag» am Theater in Basel in einer Hauptrolle auf. Die Kritiker waren voll des Lobes über die «ausdrucksstarke, glaubhafte Erzählhaltung» des «herrlich diabolischen Bassisten Michael Leibundgut».

Daneben widmet er sich als Songwriter eigenen Pop-Projekten. Sein erstes Album «Hello» von «Michael and the band from outer space» erschien vor drei Jahren. Ein weiteres ist geplant. Doch dies braucht Zeit, denn Leibundgut ist ein Perfektionist. Er erzählt, wie er immer wieder an Stücken und Rollen arbeitet. Dies verbindet ihn mit Burt Bacharach. Wie der Biografie des 88-Jährigen zu entnehmen ist, feilt dieser unerlässlich an seinen Melodien. Während der Amerikaner an Schlaflosigkeit leidet, kann Michael Leibundgut abschalten und durchschlafen.

Equons irdischer Assistent

Dies ist auch wichtig, denn da ist noch eine grosse Gabe, über die Leibundgut verfügt. «Nach meiner Reiki-Ausbildung öffnete sich ganz natürlich eine Tür zur geistigen Welt und Equon trat an mich heran», erzählt er. Equon sei ein Geistführer und aufgestiegener Meister aus dem Goldenen Licht der Plejaden. «Ich bin sein irdischer Assistent und darf seine Botschaften übermitteln», fasst er zusammen. In seiner Praxis in Basel begleitet und coacht er Menschen in verschiedenen Lebenssituationen. Equon habe ihm viel gezeigt und ihn vieles gelehrt. «Er tut es weiterhin mit unerschöpflicher Geduld und ebensolchem Humor», sagt Leibundgut, der ein Buch geschrieben hat. In «Radio Equon – Sendungen aus dem Goldenen Licht» (Falk Verlag) ist jedem Kapitel als Motto ein Zitat aus einem Pop-Song vorangestellt. «Das soll zeigen, dass die Wahrheit überall zu finden ist und es keine Trennung gibt zwischen dem ganz normalen Leben und der Spiritualität», sagt Michael Leibundgut und meint: «Ich bewege mich gerne zwischen den Welten.»

«Magic Moments»

Michael Leibundgut singt im Musiktheater «Magic Moments» Burt Bacharach. Begleitet wird er dabei von einer vierköpfigen Combo aus versierten regionalen Musikern. Hinter der Produktion steht der Verein IG Opera Zofingen, dieser bringt jedes Jahr ein innovatives Musiktheater mit Künstlern aus der Region auf die Bühne. «Magic Moments» wird im Kulturlokal Palass an der Pfistergasse in Zofingen zu sehen sein. Die Premiere am Sonntag, 30. Oktober ist ausverkauft. Weitere Aufführungen: Montag, 31. Oktober, Freitag, 4. November und Samstag, 5. November. Beginn jeweils um 20 Uhr.

Vorverkauf: Stadtbüro, Kirchplatz 26 in Zofingen, Telefon 062 745 71 72 oder online über www.igopera.ch – dort sind weitere Infos zu finden.

Altstadt | Ausgang | Kultur | Musik | Zofingen

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