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«Affetheater»

«Ein bisschen morbid sind wir sicherlich»

Für Regisseur Stefan Bosse ist das Thema von Dürrenmatts «Die Physiker» aktueller denn je.  | Bild: guez

Mit «Die PhysikerInnen» wagt sich das «Affetheater» in der Kleinen Bühne an den Dürrenmatt-Klassiker.

23.06.2017 08:55, guez, 0 Kommentare

Das Bühnenbild ist eher unauffällig, karg und ganz in Weiss. Eigentlich nichts Besonderes also, wären da nicht noch die makabren Markierungen von toten Personen am Boden. Ja, auch im fünften Stück des Zofinger «Affethater» wird wie schon bei den Produktionen zuvor gestorben. «Ein bisschen morbid sind wir sicherlich», schmunzelt Stefan Bosse, Regisseur und Leiter des Jugend- und Laientheaters, «aber diesmal können wir nichts dafür, da wir das Stück ja gar nicht selbst geschrieben haben.»

Mit «Die PhysikerInnen» bringt das «Affetheater» nach vier selbst getexteten Stücken seine erste Adaption auf die Bühne, bei dem es den Text eins zu eins übernommen hat. Zumindest fast, denn da sich unter den neun Auftretenden nur gerade zwei Männer befinden, musste das Ensemble einige Geschlechterrollen tauschen.

Wie wertvoll ist Wissen?

«Es ist ein Schweizer Klassiker, der als Theaterensemble reizt», erklärt der 26-Jährige die Wahl von Friedrich Dürrenmatts Werk aus dem Jahr 1961, in dem sich drei Physiker in einer psychiatrischen Klinik die Grundfrage nach der Verantwortung der Wissenschaft stellen. Für Bosse ist dieses Thema aktueller denn je. «Es stellt sich in Zeiten von Fake-News doch die Frage, wie wir mit diesen umgehen.» Wie wertvoll ist Wissen und wie weit ist man bereit zu gehen, um dieses Wissen zu beschützen? Zwei Fragen, die den Hauptstrang von «Die PhysikerInnen» bilden und nicht nur die Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern auch das Publikum philosophisch fordern.

Jungen Zuwachs erhalten

War das 2012 gegründete «Affetheater» beim letzten Stück noch zu acht, so besteht es zurzeit aus elf Personen. Neben Bosse und der Technikverantwortlichen Leonie Isch sind dies die Spielenden Chantal Müller, Ece Özen, Klinger Zefi, Lea Lüscher, Nora Zwimpfer, Rahel Frei, Sarah Langenegger, Tobias Honegger und Julia Seeholzer, die auch für die Administration zuständig ist. Der Zuwachs kommt daher, dass Bosse für «Die PhysikerInnen» noch Nebenrollen zu besetzen hatte. Also fragte er kurzerhand beim Schultheater Seon - Bosse stammt aus diesem Ort - nach und fand gleich drei Interessierte. «Es sind junge Schauspielerinnen im Alter von 15 bis 17 Jahren, die im Verlauf der Produktion zu uns stiessen», freut er sich über die neuen Mitglieder. Und fügt hinzu, dass «normalerweise in einem Laien- und Jugendtheater eigentlich alle gleichviel zu sagen haben sollen. Das Stück besteht nun aber halt aus Haupt- und Nebencharakteren. So machen wir jetzt ein Integrationsprogramm auf Theaterbasis für den Nachwuchs.» Dies war eigentlich auch der Sinn der Gründung des «Affetheater». Wer nach dem Grundkurs keine Gelegenheit hat, sein Theatertalent zur Schau zu stellen, ist im Ensemble herzlich willkommen.

Wobei bei «Die PhysikerInnen» die Schauspielenden gefordert werden - nicht nur, weil das erste Mal vorgefertigte Texte auswendig gelernt werden mussten und es das erste längere Stück des «Affetheater» ist. «Es kommen verschiedene Stufen von Wahnsinn vor, zudem existiert ein Spagat zwischen Realität und Irrsinn. Diesen glaubwürdig rüberzubringen ist für uns eine grosse Herausforderung», sagt Stefan Bosse und freut sich, dass seine Mitglieder diese aus seiner Sicht sehr gut gemeistert haben.

Premiere morgen Samstag um 20 Uhr in der Kleinen Bühne Zofingen. Weitere Aufführungen am Samstag, 1. Juli, und Sonntag, 2. Juli, jeweils um 20 Uhr, in der Kleinen Bühne. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben. Weitere Informationen unter affetheater.ch.

Ausgang | Bühne | Kultur | Zofingen

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