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Online arbeiten - offline leben

Die Offliners

 | Bild: schwe

Im ZT-Medienhaus werden sie die «Onliner» genannt, tatsächlich aber sind die online-Redaktoren Guez und Schwe wohl diejenigen, die am öftesten offline sind. Protokoll eines Gespräch zweier «Technik-Retros».

17.09.2014 15:12, schwe, 0 Kommentare

Schwe: Guez, zeig mal dein Handy her! Aha, ein Nokia der simpleren Sorte!

Guez: Genau gesagt ist es ein Nokia C2-01, erst 2 Jahre alt. Den Vorgänger hab ich leider verloren, darum dieses hier…. Aber dein Samsung ist ja eigentlich ein Smartphone, warum hast du das überhaupt gekauft, wenn du es ja wie ein normales Handy nur zum SMS-Schreiben und Telefonieren brauchst?

S: Mein altes Nokia hab ich leider in der Wut gegen die Wand geknallt. Das Samsung war eines von den Handys aus dem Fundus unserer Töchter. Ich hasse es seit dem Tag, als ich es notgedrungen in Betrieb genommen habe. Viel zu gross! SMS schreiben kann ich auch nicht mit dem doofen Touchscreen. Und das Internet hab ich noch nie aktiviert. Mein erstes Handy hatte ich übrigens mit 31, wurde mir vom damaligen Arbeitgeber aufgezwungen…

G: So war‘s bei mir auch, ich war genauso alt und musste es haben, um fürs Geschäft erreichbar zu sein. Als die Handys aufkamen, haben sie mich nur genervt. Dann waren sie mir lange Zeit egal.

S: Was hat dich denn am meisten genervt an den Handys?

G: Ich hatte mal ein Schlüsselerlebnis im Zug: Ein Paar im Abteil nebenan hat via Handy-Anruf vom Tod eines Verwandten erfahren. Das heisst: der ganze Zug hat es erfahren! Ich fand das echt daneben. Handys können jegliche Privatsphäre killen. Schlimm! Nach diesem Erlebnis wollte ich ein paar Jahre gar nichts mehr wissen von Handys.

S: Das schlimmste finde ich mittlerweile, dass man in einer Diskussion beim Bier keine Frage mehr offen lassen kann. Egal, was das Thema ist: Irgendjemand hat immer schon das iPhone in den Pfoten und Wikipedia offen. Ein echter Diskussions-Abtöter, dieses «wart schnell, ich habs grad…». Hast du Dir schon mal überlegt, eventuell doch ein Smartphone anzuschaffen und wenn ja, wofür würdest du es brauchen?

G: Wenn dieses Nokia hier den Geist aufgibt, wird wohl auch bei mir das Smartphone-Zeitalter anbrechen, befürchte ich. Immerhin müsste ich mich dann nicht mehr ständig rechtfertigen (lacht). Ich denke, ich würde damit auch mal News lesen oder SBB-, bzw. Schiffs-Fahrpläne anschauen. Ich hoffe einfach, es nimmt mir den Ärmel nicht rein…

S: Du befürchtest, dass du bald auch zu denen gehörst, die im Zug auf dem iPhone Filme schauen, Mails abrufen, Musik hören und Zeitung lesen?

G: (lacht laut auf) Auf keinen Fall! Ich lese gedruckte Zeitungen, höre Musik auf Vinyl und schaue Filme am Fernsehen – sogar Videos auf VHS (lautes Gelächter auf beiden Seiten). Daran wird sich bestimmt nichts ändern!

S: Ich finde es auch extrem unpraktisch, auf einem so kleinen Bildschirm etwas zu lesen oder gar Filme zu schauen.

G: Da stimme ich zu! Und von wegen Mails abrufen: Wenn ich frei habe, dann hab ich frei, Punkt. Ich werde mich hüten, im Halbstundentakt Mails zu checken! Wenn’s dringend sein sollte, kann man mir ja eine SMS schreiben, dann meld‘ ich mich – irgendwann mal (lacht).

S: Hast du schon das Gefühl gehabt, man werde zum Aussenseiter ohne Smartphone?

G: Ehrlich gesagt nein. Meine Kollegen necken mich zwar gerne deswegen, aber auf liebenswürdige Art. Ich denke aber, bei den Jugendlichen sieht es anders aus. Ab 14 bist du ohne Smartphone wahrscheinlich schon eher im Offside. Da läuft ja alles über Whatsapp. Wer nicht dabei ist, bekommt nichts mit. Aber für uns alte Säcke ist es wirklich nicht zwingend, ausser der Arbeitgeber besteht darauf…

S: …was für mich allerdings ein grosses Problem wäre!

G: Oh ja! Aus der Angst, etwas zu verpassen, resultiert der Zwang, ständig das Smartphone zur Hand zu haben, auch in den Ferien. Das macht einen doch krank, und daran kann ein Arbeitgeber ja auch kein Interesse haben. Zu gewissen Zeiten bewusst offline zu bleiben, erhöht die Lebensqualität. Schliesslich gibt es doch so viele schöne Dinge im Leben, die nicht im Netz stattfinden.

S: Allerdings! Das wäre eigentlich ein schönes Schlusswort gewesen, aber ich muss halt nun doch noch DIE Frage stellen: Es wird ja gemunkelt, du hättest zu Hause gar kein Internet…

G: Das musste ja noch kommen (beide lachen lauthals). Der online-Redaktor ohne Internet! Es ist so: ich habe in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung ein kleines Büro, da hab ich Internet. Ich will meine Abende nicht vor dem Laptop verbringen und ich bin mir bewusst, dass diese Gefahr durchaus bestehen würde…darum: Nein, kein Internet daheim!

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Lokalität:
Kunsthaus Zofingen
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Veranstalter:
Kunsthaus Zofingen
General Guisan-Strasse 12
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Lokalität:
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Lindenhofstrasse 21
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www.lindenhof-oftringen.ch
info@lindenhof-oftringen.ch

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