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Barista-WM

Der mit dem Kaffee zaubert

 Gijtipong «Gap» Thangsubutr trainiert für die Weltmeisterschaften in «Latte Art».

Gijtipong «Gap» Thangsubutr trainiert für die Weltmeisterschaften in «Latte Art».  | Bild: Chris Iseli/AZ

Gijtipong Thangsubutr ist Schweizer Meister in «Latte Art» und reist bald an die WM.

27.03.2017 08:39, Nadja Rohner, 0 Kommentare

Bevor Gijtipong Thangsubutr mit der Presse reden kann, muss er erst noch einen Cappuccino giessen. Die Kundin hat nach dem Schweizer Meister verlangt. Im Februar hat sich «Gap», wie der Barista genannt wird, den Titel errungen: Schweizer Meister in Latte-Art. Vielleicht sogar bald Weltmeister?

Es ist früher Abend in Aarau, Gap hat seine Schicht im Home Barista Shop an der Bahnhofstrasse erst begonnen. Für den Fotografen zaubert er rasch einen Schwan aus Kaffee und Milchschaum - immerhin das inoffizielle Wappentier Aaraus. Den Adler könnte er wahrscheinlich auch. Denn an der WM in Budapest im Juni wird er einen Turul giessen, Ungarns Nationalvogel.

Kaffee-Ernten in Chiang Mai

Die Eltern des 32-Jährigen stammen aus Thailand. Er ist in Baden aufgewachsen, wo er heute noch lebt. Nach der Koch-Lehre im Kantonsspital zog es ihn nach Thailand in ein Fünfsternehotel. Die Küchenchefausbildung erhielt er im Schweizer Militär, danach kochte er auf dem Golfplatz Otelfingen und im Manor Baden. Dort begann seine Barista-Karriere: «Wir haben im Manor eine neue Kaffeemaschine bekommen, eine Cimbali», erzählt Gap. Die Schulung habe ihn neugierig gemacht. Eine Barista-Ausbildung schien naheliegend. «Aber ich war mir nicht sicher, ob ich nach zehn Berufsjahren als Koch noch mal von Null anfangen will.» Also entschloss sich Gap zu einem Experiment: Er reiste nach Chiang Mai in Nord-Thailand und arbeitete dort auf einer Kaffee-Plantage. «Das hat mir bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die Bauern dort haben eine riesige Wertschätzung für den Kaffee. Auch mich hat er richtig gepackt: Seine Vielfalt, seine Aromen, sein Charme sind unvergleichlich.» Noch von Thailand aus suchte Gap einen Job – und fand ihn beim Café Blaser in Bern, «dem Schweizer Kompetenzzentrum für Kaffee». Bald fing er an, sich an Barista- und Latte-Art-Wettbewerben mit anderen zu messen. Derzeit ist der Badener nicht nur Schweizer Latte-Art-Meister, sondern auch amtierender Tiroler Barista-Meister. Diesen Titel holte er sich während eines Aufenthalts in München, wo er beim Röster Supremo eine Weiterbildung absolvierte.

Seit Anfang Jahr ist er zurück. Hier trainierte er auch für die Schweizer Meisterschaft. «Ich habe einen Monat vorher nicht gearbeitet, sondern nur noch trainiert», erzählt Gap. Etwa 400 Liter Vollmilch hat er gebraucht. Fürs WM-Training berechnet er 600 Liter ein. Im Mai reist er ins Tirol, um von einem ehemaligen Weltmeister zu lernen. «Sie fragen mich jetzt sicher, wie ich meine Chancen an der WM einschätze», sagt Gap lachend. «Mein Ziel ist es, das Halbfinale zu erreichen. Doch das hängt von der Tagesform, der Milch und der Maschine ab.» Sein Chef, Philippe Gacond, sieht ihn weit vorne. Die Konkurrenz, rund drei Dutzend Teilnehmer aus aller Welt, ist stark. «Besonders die Asiaten», sagt Gap. Im Moment büffelt Gap nicht nur für die Weltmeisterschaften, sondern auch für seine Wirteprüfung, die er demnächst ablegen wird. Denn sein grosser Traum ist ein eigenes Café in der Region Baden-Wettingen. Vielleicht sogar mit einem Schulungs-Betrieb. Bei all seinen Plänen kann Gap auf die Unterstützung seiner Familie zählen. Besonders seine Schwester und sein Schwager sind sein «Backoffice». «Sie glauben an mich und unterstützen mich, wo sie nur können.»

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