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Es geht zwar auch ohne, aber manchmal ist man froh um ihn

Der Fernseher und wir

Pink Team

Leandra durfte nicht und Nora konnte nicht. Nur Melek hatte von Anfang an ein inniges Verhältnis zur Flimmerkiste, die auch ihr privater Deutschlehrer war.

03.04.2016 11:00, Melek Sarikurt/Nora Bader/Leandra Jordi, 0 Kommentare

TV-Junkie auf unkompliziertem Entzug

Fernsehen war immer etwas Besonderes bei uns zu Hause. Wir mussten fragen, ob wir dürfen – und meistens durften wir nicht oder wenn, dann nicht sehr lange. Deshalb haben wir nichts lieber gemacht, als heimlich fernzusehen. Was sollte uns davon abhalten, das Gerät einzuschalten, wenn Mama weg war? Trotzdem hat sie es immer herausgefunden. Ich liebte «Baywatch», mein Bruder «Knight Rider». Er mochte schon früh die «Simpsons», ich habe sie erst mit den Jahren schätzen gelernt. Zu Schulzeiten wurde ich Fan von Nachmittags-Talkshows und Vorabendserien. Wegen «GZSZ» habe ich aus Protest sogar mal einen Brief an den Bundesrat verfasst. Später war ich eine Zeit lang süchtig nach allen möglichen Krimiserien. Heute mag ich lustige Serien wie «The Big Bang Theory» ebenso wie spannende Naturdokus.

Mittlerweile lebe ich ohne TV-Gerät. Und ja, ich lebe noch. Zuerst war es nur eine Idee, weil ich nach dem Zügeln noch keinen Fernseher hatte. Alle hatten Mitleid. Aber: Es fehlt mir kein bisschen. Wirklich. Ich lese dafür wieder mehr. Allerdings weiss ich ganz genau, wenn ich einen Fernseher hätte, würde er ziemlich oft laufen. Schliesslich mag ich meine Serien nach wie vor und Filme sowieso. Aber es ist gut zu wissen, dass es auch ohne Flimmerkiste geht. (lej)

Eine Ode an die Flimmerkiste

Oh, du mein geliebter Fernseher. Schon seit Kindertagen begleitest du mich durchs Leben. Gelernt habe ich so einiges von dir.

Noch bevor ich eingeschult wurde, hatte ich bei dir meinen Deutschunterricht. Die Abenteuer der Schlümpfe, die Geschichten des Gänsebuben Nils Holgerson oder auch diejenigen von Biene Maja haben mich immer begeistert und mir beim Aneignen der Deutschen Sprache wunderbar geholfen. Ausserdem hast du meine Fantasie beflügelt. Wurdest du ausgeschaltet, gingen die Geschichten einfach in meiner Gedankenwelt weiter und fanden oftmals durch meine Farbstifte den Weg aufs Papier.

Später schlug mein Herz bis zum Hals, wenn es jeweils hiess: «Ein Auto - ein Computer - ein Mann.» Regelmässig fieberte ich mit, wenn Michael Knight und sein computergesteuertes Auto K.I.T.T. das Böse auf der Welt bekämpften. Mit Stolz trug ich meinen violetten «Knight Rider»-Pullover, auch wenn ich dafür in der Schule gehänselt wurde. Und zu Teenager-Zeiten wurde in der Schule regelmässig über die Cliquen von «Beverly Hills 90210» und «Melrose Place» diskutiert, die in Form von Bravo-Postern mein Zimmer zierten.

Über all die Jahre haben wir uns beide verändert, du und ich: während ich grösser, älter und dicker wurde, wurdest du breiter und flacher. Dein Bild wurde schärfer, meine Sehschärfe liess leider nach. Dennoch: wir sind uns treu geblieben.

Auch heute noch liebe ich die Unterhaltung, die du mir bietest. Ich bilde mich weiter beim Schauen von Dokus, unternehme vom Sofa aus Reisen in die entlegensten Ecken der Welt, ärgere mich regelmässig bei Politdiskussionen oder lasse mich für meine Kochkreationen inspirieren. Sehr oft vergiesse ich die eine oder andere Träne bei Herz-Schmerz-Filmen oder kriege bei lustigen Filmen vor lauter lachen Atemnot.

Auf dich ist immer Verlass, liebe Flimmerkiste. Mehr als einmal hast du dich schon als Tröster bewährt. Ich weiss, in Momenten, in denen ich denke, die Welt könne mir gestohlen bleiben, gibt es für mich nur eines: Fernseher an, Kopf aus. (mec)

Buch versus Fernseher

Ich bin ohne Fernseher aufgewachsen. Ja, stellen Sie sich vor, ich lebe noch. Geschadet hat mir das, soweit ich es selber beurteilen kann, nicht. Im Gegenteil. Gespräche, Bücher und Brettspiele hatten dafür umso mehr Platz im Familienleben. Dass ich das aber jemals so sehen würde, hätte ich mir als Kind niemals erträumen lassen. Es war schlichtweg eine Katastrophe, wenn ich in der Schule nicht mitreden konnte.

Ich kannte die Schlümpfe, Biene Maja oder Pipi Langstrumpf zwar aus Büchern, hatte sie aber allesamt nie über die Leinwand flimmern sehen. Zum Glück waren da meine Freundinnen und Grosseltern. Bei ihnen kompensierte ich irgendwann den Fernsehrückstand.

Ob ich aber wegen meiner Kindheit ohne Fernseher zum bekennenden Netflix-Junkie geworden bin, ist schwer zu sagen. Klar ist, heute kann ich bei Serien wie «House of Cards», «Breaking Bad», «Better call Saul» und wie sie alle heissen mitreden. Nur, dass das mir das eigentlich heute gar nicht mehr so wichtig ist. (no)

Magazin | Pink

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