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Fähnlifrässer

Brother Love vs. Depeche Mode

Crimer

 | Bild: schwe

Viele der musikalischen Gäste, die unsere Freunde vom Radio Inside zum Interview empfangen, sind mir gänzlich unbekannt. Der junge, blonde Wuschelkopf, der sich kürzlich an der hauseigenen «Wall of Fame» verewigte, war es auch.

15.03.2017 11:09, schwe, 1 Kommentare

Ich erinnere mich, dass mir der junge Mann irgendwie seltsam aus der Zeit gefallen und aus den Achtzigern auferstanden schien. Vielleicht trug er sogar einen Hut, sicher aber war er ganz in schwarz gekleidet, die Hosenbeine auffallend kurz, ein paar schwarze Halbschuhe (Schlüpfer?) und ja: er trug unübersehbar weisse Sportsocken zu all dem Schwarz. Mutig! Das dachte ich, aber eigentlich hatte ich den Blondschopf sehr bald wieder vergessen, denn ich warte momentan gerade gespannt auf das neue Album von Depeche Mode, das irgendwann Mitte März erscheinen soll.
Gespannt bin ich vor allem deshalb, weil die neue Single seit einigen Wochen in regelmässigen Abständen auf Radio Inside läuft und ziemlich vielversprechend tönt. Etwas präziser gesagt: was den Sound angeht, tönt sie erstaunlich nach den Anfängen der Band (da wären wir wieder bei den Achtzigern), das heisst verdammt synthiepoppig, aber weniger bassiglastig, schwer und düster, als man das von DM mittlerweile gewohnt ist. Am meisten beeindruckt mich allerdings der Gesang. Wer hätte gedacht, dass Dave Gahan mit 55 nochmals zu so grosser Form aufläuft? Wahnsinn, wie jung der tönt!
Leider weiss ich auch nach dem x-ten Mal Hören immer noch nicht, wie die Single heisst. Deshalb begebe ich mich beim nächsten Durchlauf zu einem der DAB-Radios in unserem Newsroom, die ja glücklicherweise über ein Display verfügen, auf dem man nachlesen kann, was gerade läuft. Auf diesem steht leider gar nichts von Depeche Mode. «Ich glaube, irgendetwas stimmt mit dem Display nicht», wende ich mich an den Inside-Musikchef Jan, «oder willst du mir sagen, dass momentan NICHT die neue DM-Single läuft?» Jan beginnt zu lachen. Das dauert eine Weile. Als er fertig ist und der Sauerstoffhaushalt wieder im grünen Bereich, deutet er Richtung «Wall of Fame». Ich verstehe nicht. «Der Typ, der letzthin hier war, der blonde, der mit dem Achtziger-Outfit, das du so lustig gefunden hast…. Der nennt sich «Crimer» und das ist seine Debutsingle.» Wow!! Die Single heisst «Brotherlove», und auf die neue Depeche Mode brauche ich nun nicht mehr zu warten. Und eine kleine Prognose möchte ich auch noch wagen: Crimer wird das nächste richtig grosse Ding aus der Schweiz, alles andere wäre schlicht unverständlich.

Fähnlifrässer | Musik

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Kommentare (1)

Benjamin Frei | am 15.03.2017 um 22:33 Uhr
Au wenni am alexander sin brüeder bi, de text isch genial!


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