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Freizeitanlage Spittelhof

Das Korsett ist eng - das Herz ist weit

Überzeugungstäter für eine gute Sache: Walter Lienhard (l.), Betriebsleiter Spittelhof, und Ruedi Schmid, Präsident Verein Spittelhof.

Überzeugungstäter für eine gute Sache: Walter Lienhard (l.), Betriebsleiter Spittelhof, und Ruedi Schmid, Präsident Verein Spittelhof.  | Bild: mif

Der Zofinger Spittelhof bot auch 2015 ein erfolgreiches Kursprogramm - trotz Spardruck und Preiserhöhungen.

17.05.2016 09:51, mif, 0 Kommentare

So gut das Freizeitangebot des Spittelhofs mit zahlreichen handwerklich orientierten Kursen 2015 auch besucht war: Der Verein hat kein einfaches Jahr hinter sich. Er hat sein Angebot für Kinder und Erwachsene reduziert und musste sich mit kürzeren Öffnungszeiten und einem neuen Preismodell anfreunden. Trotz der Einschränkungen bleibt finanziell gesehen unter dem Strich eine rote Null stehen. Der Spittelhof schliesst das vergangene Jahr mit einem kleinen Minus von 5311 Franken. Allerdings gilt es dies zu relativieren: Das Minus hätte nämlich auch 20000 Franken betragen können. Aufs Konto sind zusätzlich nicht einbudgetierte Spenden von insgesamt rund 14‘000 Franken eingeflossen.

Präsident Ruedi Schmid wie auch Betriebsleiter Walter Lienhard freuen sich über diese grosszügigen freiwilligen Zuwendungen - nur helfen ihnen diese nur kurzfristig und nicht nachhaltig. Donationen sind ausserordentliche Erträge. Sie können nicht einbudgetiert werden, ermöglichen aber moderatere Preise bei den Kinderkursen.

Schwierigere Rahmenbedingungen

«Die Solidarität der Bevölkerung mit unserer finanziell schwierigen Lage ist gross, doch dürfen wir darauf keine Erwartungen aufbauen», sagt Schmid. Der Verein wolle schliesslich auch nicht mit unentwegtem Jammern den Spendenfluss bewirtschaften. «Wir hoffen deshalb, dass der Stadt- und der Einwohnerrat von weiteren Kürzungen absehen. Um die Motivation und Begeisterung unserer Mitarbeitenden aufrechtzuerhalten, sind wir auf ein solides finanzielles Fundament angewiesen.»

Trotzdem: Der Spittelhof hat nach wie vor viel zu bieten. So ist sich auch Walter Lienhard bewusst: «Zofingen finanziert uns nach wie vor grosszügig. Das ist alles andere als selbstverständlich.» Doch er sagt auch: «Unsere Arbeit ist schwieriger geworden. Mit unserem Rumpfteam von drei Personen müssen wir vermehrt externe Helferinnen einsetzen und unsere Erträge, vor allem bei den Erwachsenenkursen, sind gesunken.»

Rückblende: 2014 senkte die Stadt Zofingen ihren Betriebsbeitrag von 150‘000 Franken auf 125‘000 Franken und vereinbarte mit dem Spittelhof ein neues Preismodell. Dieses sieht vor, den Deckungsbeitrag aus Kursgeldern zu erhöhen. Dies unter anderem auch, weil die Subventionen der einzelnen Gemeinden und Institutionen rückläufig sind. Aktuell bezahlen umliegende Gemeinden, darunter Strengelbach, noch total 37‘000 Franken pro Jahr aufs Betriebskonto. Verschiedene Kirchgemeinden entrichten zusätzliche 24‘000 Franken. Im Verhältnis zum Gesamtbeitrag der Stadt Zofingen ist das wenig. Zumal diese die Liegenschaft mitsamt Strom und Wasser zur Verfügung stellt, wofür sie einen Gegenwert von 130‘000 Franken pro Jahr veranschlagt. Dem gegenüber stand ein anderes Ungleichgewicht: Nur rund ein Drittel der Nutzer kamen bis anhin aus Zofingen. Deswegen veranlasste der Stadtrat 2014 erstmals generelle Vergünstigungen von 25 Prozent für die Einheimischen.

Weniger Kurse pro Kind

Das hat Wirkung gezeigt, wie Walter Lienhard ausführt: «Der Anteil der Zofinger hat deutlich zugenommen, liegt heute bei über 50 Prozent und wächst gegen 60 Prozent.» Das hat aber auch eine Schattenseite: «Wenn viele Teilnehmer günstigere Tarife bezahlen, schmälert dies auch die Erträge.» Er hat noch eine andre Beobachtung gemacht. Auch wer vergünstigt Kurse buchen kann, bezahlt heute deutlich mehr, was die Eltern veranlasst, weniger Kurse pro Kind oder auch für sich selbst zu buchen. Während zum Beispiel in den Sommerferien ein Kind im Durchschnitt 2,4 Kurse belegte, lag das Mittel 2015 noch bei 1,6 Kursen.

Wie Walter Lienhard in seinem Jahresbericht festhält, verliert die kreative Betätigung an Stellenwert, während das Konsumverhalten zugleich zunimmt. Er bemerkt auch einen Trend zu mehr Unverbindlichkeit. Kurze Kurse haben heute mehr Erfolg als solche, die die Teilnehmer an mehrere Termine binden. Mit diesen gesellschaftlichen Veränderungen müssen allerdings auch andere vergleichbare Institutionen kämpfen.

Freizeit | Thema | Zofingen

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