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Fähnlifrässer zum «Reporter» vom 09.04.2017 auf SRF

Das Banalgetikum

Cannabis

 | Bild: aids-hilfe.net

Am Sonntagabend endlich wieder mal ein Lichtblick am öden Schweizer TV-Himmel: Die Sendung «Reporter» portraitiert den mittlerweile beinahe Kult-Status geniessenden «Cannabis-Apotheker» Manfred Fankhauser. Leider überwiegt am Ende der Sendung beim Betrachter das Gefühl von Ohnmacht und Wut.

11.04.2017 09:00, schwe, 0 Kommentare

Manfred Fankhauser ist ein sympathischer, intelligenter und sehr bodenständiger Mensch. Ein Freak ist Manfred Fankhauser ganz und gar nicht und ein Kiffer erst recht nicht. Fankhauser, als Bauernbub im Emmental aufgewachsen, ist bereits seit seiner Studienzeit daran, die heilende Wirkung von Cannabis zu erforschen und ist bis dato immer noch der einzige Apotheker der Schweiz, der Cannabis-Produkte herstellen darf (oder anders gesagt: der einzige, der sich von den riesigen Bürokratiesteinen, die ihm in den Weg gelegt wurden, nicht hat abschrecken lassen). Cannabis-Produkte werden grösstenteils als Schmerzmittel-Ersatz mit entspannender Wirkung bei MS, Rheuma, Tumoren und Epilepsie, aber auch bei chronischen Schlafstörungen angewendet (um nur eine Auswahl an Indikationen zu nennen). Seit kurzer Zeit erst darf Fankhauser den Wirkstoff THC aus wirklichen Hanfblüten gewinnen, die er quasi in einem «Hochsicherheitstrakt» anbauen muss (dessen Standort er mir bei meinem Besuch im letzten Sommer nicht verraten hat:=). Rund 600 Patienten profitieren im Moment von Fankhausers Cannabis-Präparaten.

So weit, so schön. Nun zum Unerfreulichen: Grund dafür, dass nur eine vergleichsweise lächerlich kleine Zahl von 600 Patienten von Fankhausers Präparaten profitieren kann, ist die idiotische Gesetzgebung, die den Nachweis verlangt, dass alle «herkömmlichen» Therapien versagt haben müssen, bevor der Hausarzt beim BAG überhaupt einen Antrag für die Therapie mit Cannabis stellen kann. Und nicht nur das: die Bewilligung muss ständig wieder erneuert werden, sprich: der durchschnittliche Hausarzt wird die Finger wohlweislich von diesem Papierkrieg lassen und stattdessen weiterhin Schmerzmittel verschreiben und falls möglich noch ein, zwei weitere Präparate gegen die Nebenwirkungen der chronischen Schmerzmitteltherapie.

Aber damit nicht genug: Obschon sich die Experten weltweit eigentlich einig sind, was das therapeutische Potential von Cannabis angeht, hat die Pharmaindustrie offensichtlich kein Interesse daran, intensiv auf diesem Gebiet zu forschen. Was hindert sie daran? Punkt eins: Pflanzen kann man schlecht patentieren lassen, sondern höchstens Wirkstoffe. Zweiter Punkt: Cannabis ist zu günstig und viel zu einfach anzubauen! Denken Sie, dass auf unserem Planeten ein Pharmaunternehmen existiert, das seine teuren Schmerzmittel gegen wesentlich  günstigere Cannabis-Präparate austauschen würde? Die aufwändige Forschung und die Studien für die teilweise bereits uralten Analgetika (von denen nur diejenigen publiziert werden, die im Sinne des Herstellers ausfallen) müssen schliesslich amortisiert werden.

Wenn nun Politiker vor allem aus dem rechten Lager nicht müde werden, zu betonen, dass eine Lockerung der Auflagen für Cannabis als Heilmittel ein Schritt hin zur Legalisierung von Cannabis als Rauschmittel sei, so ist das eine verdammt billige Heuchelei, die uns allerdings teuer zu stehen kommt und all jene straft, die mit Cannabis ein natürliches, günstiges Präparat zur Wahl hätten, das nicht weniger wirksam ist als die herkömmlichen, allerdings so gut wie keine Nebenwirkungen verursacht. Kein Wunder, schätzt man die Zahl der Patienten in der Schweiz, die sich auf illegalem Weg Cannabis beschaffen, weil sie entweder den ganzen Papierkram satt haben oder aber nicht erst alle herkömmlichen Therapien durchstehen wollen, auf gut 100‘000. Es ist wirklich höchste Zeit für organisierten Ungehorsam! nur so besteht eine Chance, dass die Gesetze irgendwann der Realität angepasst werden und nicht umgekehrt.

Bahnhof Apotheke Langnau i. E.

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19.08.2017 Kunstmarkt Zofingen
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09:00 - 18:00 Uhr

Besuchen Sie den 20. Zofinger Kunstmarkt. Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Werke in den Zofinger Alstadtgassen.

Eintritt: Eintritt frei. Herzlich Willkommen!

Website: www.kunstmarkt-zofingen.ch

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Altstadt
Altstadt Zofingen
4800 Zofingen

Veranstalter:
Kunstmarkt Zofingen
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4800 Zofingen
T 062 752 00 00
www.kunstmarkt-zofingen.ch

Sonderausstellung Zofingen
Ausstellungen/Messen

09:00 - 18:00 Uhr

Die Sonderausstellung zum 20. Kunstmarkt ist in der Galerie Pitsch Geissbühler. Treue Künstler des Kunstmarktes sowie bekannte Künstler der Region zeigen ihre Werke.

Eintritt: Eintritt frei. Herzlich Willkommen!

Website: www.galerie-rahmenatelier.ch

Lokalität:
Galerie Rahmenatelier Pitsch Geissbühler
Bärengasse 6
4800 Zofingen

Veranstalter:
Galerie Rahmenatelier Pitsch Geissbühler
Bärengasse 6
4800 Zofingen
T 062 752 00 00
www.galerie-rahmenatelier.ch

Tage der offenen Tür Glashütten
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Bonsai-Begeisterung auf dem Bauernhof Bonsai-Ausstellung

Kontakt:
Kusi Schweizer

Eintritt: kostenlos

Website: www.bonsaimacher.ch

Lokalität:
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www.bonsaimacher.ch
schweba@gmx.ch

Veranstalter:
Kusi Schweizer
Grubenstrasse 2, Balzenwil
4856 Glashütten

www.bonsaimacher.ch

Fest im Falkenhof Aarburg
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10:00 - 17:00 Uhr «Fest im Falkenhof»

Das Seniorenzentrum Falkenhof feiert ein Fest für Jung und Alt mit einem vielfältigen Angebot. Sie sind herzlich willkommen.

Kontakt:
www.falkenhof.ch

Eintritt: frei

Website: www.falkenhof.ch

Lokalität:
Alters- und Pflegeheim Falkenhof
Frohburgstr. 69
4663 Aarburg

Veranstalter:
Alters- und Pflegeheim Falkenhof
Frohburgstrasse 69
4663 Aarburg
T 062 787 11 11
www.falkenhof.ch

Essenzen - Apéro mit Rosa Lorenzo Eppenberg
Ausstellungen/Messen

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Die Essenz der vier Elemente – Feuer, Wasser, Erde und Luft – in Bitumen Mischtechnik extrahiert in den Licht durchfluteten Räumlichkeiten der Vinothek „Vinamici“ präsentiert.

Kontakt:
Rosa Lorenzo - Mobile 079 227 62 08

Eintritt: freier Eintritt

Website: www.morfeo-art.com

Lokalität:
Vinamici
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5012 Eppenberg
www.vinamici.ch
steiner.andre@vinamici.ch

Veranstalter:
Morfeo-Art / Rosa Lorenzo
Im Römerquartier 2
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www.morfeo-art.com
morfeo@morfeo-art.com

Gruebe-Brocki Brittnau
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Gemeinnütziger Frauenverein Brittnau

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Mit neoscope startet eine dreiteilige Ausstellungsreihe im Kunsthaus Zofingen und endet 2019. Es werden junge Kunstschaffende eingeladen, sich mit dem Thema zofiscope 74 auseinanderzusetzen.

Kontakt:
info@kunsthauszofingen.ch

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Website: www.kunsthauszofingen.ch

Lokalität:
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Veranstalter:
Kunsthaus Zofingen
General Guisan-Strasse 12
4800 Zofingen
T 062 751 48 29
www.kunsthauszofingen.ch

Whisky & Cigares Oberkirch LU
Anderes

18:00 - 21:00 Uhr «Whisky & Cigares»

Degustation von Whisky und Zigarren.

Eintritt: 60.- pro Person

Website: http://www.baulueuet.ch/

Lokalität:
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6208 Oberkirch LU

Veranstalter:
Baulüüt
Leidenbergstrasse
6208 Oberkirch LU