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Alter Wein in alten Schläuchen?

Brot vom Allenspälchli

Schwe Wälchli/Allenspach

 | Bild: Piff

Seit dem 1. August weiss Redaktor Schwe nicht mehr so ganz genau, welchen Ursprungs das Brot ist, das er kauft. Was auf der Papiertüte steht, ist nämlich nicht in der Tüte drin. Oder passt die Tüte einfach nicht zum Namen der Bäckerei? Ein Aufklärungsversuch.

Alli-Brot

Der investigative Journalist mit dem Corpus Delicti.  | Bild: schwe

03.11.2016 10:23, schwe, 0 Kommentare

Die Geschichte geht so: Vor 5 Jahren bin ich mit meiner Familie nach Brittnau gezogen. Einen Steinwurf von unserer Wohnung entfernt befand sich eine Filiale der Bäckerei Allenspach, die ihren Hauptsitz in Aarburg hat (bzw. hatte, aber dazu später). Das war ziemlich praktisch, wenngleich die Brot-Auswahl in der Brittnauer Filiale nicht wirklich berauschend war. Immerhin hatten sie das sogenannte «Alli-Brot», ein dunkles Sauerteigbot in Stangenform. Und einen Zigarettenautomaten!

Mit den Jahren schien der Betrieb - auch Sonntags, wenn es Brunch gab - ein wenig abzuflauen. Irgendwann wurden die Öffnungszeiten gekürzt. Ab dann war fertig mit Brot kaufen am Feierabend. Im Sommer dieses Jahres wurde es dann zur Tatsache: Per 1. August wurden sämtliche Allenspach-Filialen von Wälchli (mit Hauptsitz in Rothrist) übernommen. Die Brittnauer Allenspach-Filiale wurde optisch auf Wälchli getrimmt, das Allenspach-Gelb wurde durch die lieblichen Wälchli-Pastelltöne inklusive Herzli ersetzt, das Allenspach-Personal jedoch blieb (wie Wälchli bereits vor der Übernahme angekündigt hatte).

So weit, so gut. Dank der wieder «normalisierten» Öffnungszeiten war es mir nun wieder möglich, am Feierabend auf dem Weg von der Bushaltestelle nach Hause ein Brot zu kaufen. Das tat ich auch. Und zwar wählte ich dasjenige Brot, das mich verdammt ans «Alli-Brot» erinnerte und zu meiner Freude auch genauso schmeckte. Was ich jedoch nicht erwartet hätte: Das vermeintliche «Alli-Brot» wurde mir wie bisher in der gelben Allenspach-Papiertüte über den Ladentisch gereicht. Hatte ich nun in einer Wälchli-Filiale ein Allenspach-Brot gekauft? Oder war es ein Wälchli-Brot in einer Allenspach-Tüte? 

Mittlerweile sind drei Monate seit der Übernahme vergangen. Noch immer kaufe ich das «Alli-Brot». Noch immer steckt es in einer gelben Allenspach-Tüte. Also frage ich nach in der Wälchli-Hauptfiliale in Rothrist. «Nein nein, das ist schon Wälchli-Brot», erklärt Manuela Da Silva. Die Sache mit den Allenspach-Tüten sei eben die, man habe noch dermassen grosse Bestände an Allenspach-Tüten an Lager, dass man beschlossen habe, die aufzubrauchen. Tja, so einfach ist das! Und so vernünftig und ökologisch sinnvoll, dass man nur noch staunt. Eigentlich ist es ja wahr: Warum soll man nicht die Bestände an Papiertüten des Vorgängers (der ja schliesslich nicht mehr existiert und deshalb auch keine Konkurrenz darstellt) aufbrauchen? 

Eine kleine Verwirrung in meinem Kopf bleibt allerdings: Frau da Silva hat mir nämlich noch erzählt, dass in der Allenspach-Filiale in Aarburg nach wie vor Holzofenbrot hergestellt wird. Handelt es sich beim «Alli-Brot» (das nun eigentlich «Royal Ruch» heisst) um ein Holzofenbrot? Falls ja, wäre wenigstens geklärt, warum es meiner Meinung nach identisch schmeckt wie das «Alli-Brot». Falls nein, dann lassen wir nun das Brot Brot sein und freuen uns einfach, dass es fein ist. 

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