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Ob man will oder nicht - wir alle lassen Sklaven für uns arbeiten

Bin ich eine Sklaventreiberin?

Illustration: Frau mit Kaffeetasse in der Hand und Laptop auf dem Tisch - Kolumnenbild Café Röckli

 | Bild: shutterstock

Wie viele Sklaven arbeiten für dich? Die Frage ist unschön. Etwas, das ich erst gar nicht wahrhaben will, mir gar nicht erst überlegen will. Aber da die Frage nun schon da ist, will ich auch eine Antwort darauf. Und die ist richtig hässlich.

07.07.2016 16:05, Leandra Jordi, 0 Kommentare

Auf www.slaveryfootprint.org kann man sich ausrechnen lassen, wie viele Sklaven für einen arbeiten. Die Website ist auf Englisch, aber vieles ist zeichnerisch so gut dargestellt, dass es fast ohne Worte geht. Und sonst gibt es immer noch Übersetzungstools.

Zu Beginn wird über unser Bild von Sklaverei informiert. Dass wir meinen, das sei alles schon vor vielen Jahren abgeschafft worden. Dass es aber heute mindestens 27 Millionen Sklaven auf der Welt gibt, viele davon Kinder. Diese arbeiten vor allem im Bereich der Rohstoffbeschaffung, aus denen die grossen Firmen dann unsere Alltags- und Luxusgegenstände herstellen. Die Organisation Made in a free world (hergestellt in einer freien Welt) will unser Bewusstsein dafür schärfen, dass Sklaven für uns arbeiten, obwohl wir das gar nicht wollen – oder überhaupt nur davon wissen. Es geht aber nicht darum, sich deswegen schlecht zu fühlen. Oder nichts mehr zu kaufen. Sondern es geht darum, dass die grossen Marken sich dafür interessieren sollen, woher ihre Rohstoffe kommen. Weil es ihre Kunden interessiert. Damit einmal auf dem Produkt steht «Made in a free world». Deshalb kann man grossen Unternehmen Briefe schreiben, in denen man ihnen mitteilt, dass man sich über die Sklavenarbeit in der Zulieferkette Sorgen macht.

Also gut, ich atme einmal tief durch und starte die Befragung. Als Erstes die demografischen Infos: Geschlecht, Alter, Kinder, Wohnsituation. Bei jeder dieser simpel zu beantwortenden Fragen steht daneben noch ein Fakt zur modernen Sklaverei. Dass zum Beispiel mehr Kinder auf den Baumwollfeldern Usbekistans schuften als in New York zur Schule gehen.

Dann geht es darum, was ich esse. Wie viel Prozent Fisch, Fleisch, Gemüse? Gar nicht so einfach. Man kann es dann noch differenzierter ausfüllen. Wie oft kommen Weizen, Peperoni, Lachs usw. auf meinem Teller vor?

Es folgt ein Blick in den Badezimmerschrank und ins Schmuckkästchen. Von 26 Pflegeprodukten und ähnlichem kann ich nur gerade die Kontaktlinsen wegklicken. Wenigstens habe ich keine Diamanten.

Dann werden die elektronischen Geräte erfasst, die man besitzt. Und dann geht es an den Kleiderschrank. Veranschlagt sind 50 Hosen/Röcke, 50 Oberteile, 50 Jacken/Kleider, 50 Stück Unterwäsche, 50 Accessoires und 100 Paar Schuhe (davon die Hälfte aus Leder). Es gibt Regler, die man nach links und rechts bewegen kann – allerdings sind diese Zahlen bereits das Maximum und ich muss sie so lassen, ausser bei den Lederschuhen.

Die letzte Frage zählt nicht für den Punktestand, wahrscheinlich, weil nur wenige ehrlich wären: «Wie oft hast Du für Sex bezahlt?» Es wird informiert, dass wer die Sex-Industrie unterstützt, einen noch viel höheren Sklaverei-Fussabdruck hat. Auch wenn es nicht zählt, bin ich doch froh, mit «Noch nie» antworten zu können. Denn das Ergebnis ist schlimm genug: 53 Sklaven arbeiten für mich.

Magazin | Pink

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