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Fähnlifrässer

Entköppelt

Weltwoche

 | Bild: schwe

Er hat mich sehr zum Lachen gebracht, der Mann, der mir am Telefon ein «einmalig gutes Angebot» für ein Weltwoche-Abo gemacht hat. Der Schluss des Verkaufsgesprächs ist leider in die Hose gegangen. Meine Schuld!

01.03.2017 09:34, schwe, 0 Kommentare

Kürzlich sass ich ganz friedlich beim Bier auf der Terrasse, die letzten Sonnenstrahlen im Gesicht, den ganzen Abend noch vor mir und absolut keine Pläne. Vielleicht ging ich deshalb, entgegen meinen Gewohnheiten, nach drinnen, als das Telefon klingelte.
Eine männliche Stimme in reinstem Züridütsch beglückwünscht mich dazu, dass ich vor rund 10 Jahren Abonnent der Weltwoche gewesen bin. Den Glückwunsch nehme ich gerne entgegen, die Stimme hat schliesslich Recht und schämen tu ich mich nicht dafür, Weltwoche-Abonnent gewesen zu sein. Die Stimme macht ihren Job richtig gut, muss ich gestehen, denn Ruckzuck hat sie mich in eine Diskussion verwickelt, die – natürlich! – auf die alles entscheidende Frage hinausläuft, warum ich seit vielen Jahren nicht mehr zu den Weltwoche-Abonnenten zähle.

Die Stimme eröffnet ein wahres Argumentations-Sperrfeuer: Viele namhafte freie Journalisten würden für die Weltwoche schreiben (stimmt!), die Weltwoche hebe sich vom Rest der Schweizer Zeitungen ab (stimmt grundsätzlich auch) und sei unabhängig (Naja, aber meinetwegen), im Gegensatz zu den Mainstream-Zeitungen (was auch immer darunter zu verstehen ist), die ja alle staatlich subventioniert würden (aha?! Muss ich eine Lohnerhöhung beantragen?).
Ich habe keine Chance, den Vortrag der Stimme zu unterbrechen, denn dazu hätte die Stimme mindestens einmal für eine Sekunde innehalten müssen. Der Sauerstoff reichte der Stimme für sagenhafte 45 Sekunden.

Dann kam meine Chance: «Sehen Sie, Ihr Chef, also der Chef der Weltwoche, der Roger Köppel, der geht mir langsam so dermassen auf den Sack, dass ich die Weltwoche beim besten Willen nicht mehr lesen mag.»

Die Stimme: «Ach, das ist doch absolut kein Problem! Den Köppel lassen wir ja kaum noch etwas schreiben, nur noch das Editorial…».

Ich: «Wen meinen Sie mit ‚wir‘?“»

Stimme: «OK, vielleicht hätte ich das etwas anders formulieren sollen…»

Ich: «Das glaube ich auch.»

Stimme: «Aber Sie müssen das so sehen: Sie abonnieren mit der Weltwoche nicht in erster Linie eine Zeitung, sondern Sie setzen ein Zeichen für Unabhängigkeit und Freiheit.»

Ich (nachdem ich einen kleinen Lachanfall überstanden hatte): «Wenn wir grad bei der Unabhängigkeit sind: Haben Sie gewusst, dass der Köppel 2015 als Laudator für Krokus an den Swiss Music Awards aufgetreten ist und da erzählt hat, er habe vor 35 Jahren heimlich im Volkshaus einen Krokus-Gig besucht. Heimlich, weil das unter den Gymi-Kollegen rufschädigend gewesen sei. Hardrock generell sei verpönt gewesen. So ein Schwachsinn! Und so ein feiger, kleiner Sack! Aber eben, darum ist der voll Rohr ja auch sein Kumpel, auch so eine Windfahne, die Freude an der Gesellschaft der Mächtigen ganz rechts aussen gefunden hat und trotzdem gerne den tiefgründig-spirituellen Denker markiert. Und falls Sie’s noch nicht gemerkt haben: Nein! Meine Antwort ist Nein! Ich will kein Weltwoche-Abo!»
Ich hatte mich ziemlich in Rage geredet, stellte ich zufrieden fest. Noch zufriedener war ich aber, dass ich der Stimme nicht die kleinste Chance geboten hatte, mich zu unterbrechen. Nach wenigen Sekunden der Zufriedenheit realisierte ich erst, dass der Gesandte Köppels längst aufgelegt hatte. 

Fähnlifrässer

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